Chaos bei Real Madrid

Scheitert jetzt Alabas Transfer? Real-Insider spricht Klartext - „Interessiert in Spanien keinen Menschen“

Bayern-Verteidiger David Alaba wechselt im Sommer offenbar zu Real Madrid. Doch der Klub hat große Probleme, ein Insider gibt einen Einblick.

München - Der Transfer von David Alaba zu Real Madrid wurde am Dienstag von Sky bestätigt, nicht aber von den Vereinen, geschweige denn von den Beratern des FC-Bayern-Stars. Einige Hürden könnten den Blancos die Verpflichtung des Verteidigers erschweren, aus sportlicher aber besonders aus finanzieller Sicht.

David Alaba: Real-Wechsel des Bayern-Stars offenbar fix - enormer Schuldenberg der Blancos

Seit Monaten heißt es, Alabas Lieblingsziel sei Real Madrid, der wohl bekannteste und exklusivste Fußballverein der Welt. Doch hinter den Kulissen brodelt es gewaltig. Da wäre zum einen die unklare Zukunft von Trainer Zinédine Zidane, der mit seinem Team im Meisterschaftsrennen den Stadtrivalen Atlético hinterherhechelt. Zum anderen wäre da die kritische finanzielle Lage der Madrilenen.

Wie spanische Medien Anfang des Jahres berichteten, beläuft sich der Schuldenberg der Hauptstädter auf etwa 900 Millionen Euro, Alaba wäre allerdings ein teures Investment. Die jährlichen Bezüge des 28-Jährigen belaufen sich auf mehr als 20 Millionen Euro. Zudem steht für seinen Berater Pini Zahavi laut einem Bild-Bericht ein Handgeld von etwa 20 bis 30 Millionen Euro im Raum, sollte er seinen Klienten erfolgreich zu Real Madrid vermitteln. Wie Sky berichtete, würde Alaba ein Fünfjahresvertrag winken - bis 2026 müsste Real also über 100 Millionen Euro alleine für sein Gehalt aufbringen.

So hoch die roten Zahlen sein mögen, so entgegenkommend ist auch der spanische Staat, der Real Madrid mit seiner Unterstützung bereits vor dem finanziellen Kollaps gerettet haben soll. Darum wird auch vor der kommenden Transferperiode viel über Neuverpflichtungen bei den Spaniern diskutiert, doch ausgerechnet der Name Alaba bleibt bei den Spekulationen außen vor.

David Alaba: Hat Zahavi einen Plan B? Barcelona-Präsident ist ein Freund des Beraters

Den Grund dafür erklärt der Spanien-Experte Miguel Gutierrez gegenüber Sport1. „Der Wechsel von Alaba interessiert in Spanien derzeit keinen Menschen, zumal es die Marca schon im Januar vermeldet hat, dass er zu Real geht. Alles dreht sich nur um die Super League“, meint der Deutsch-Spanier, der bereits für diverse Sender arbeitete. „Als Pérez am Montag live im TV interviewt wurde, hat man ihn nur nach Erling Haaland und Kylian Mbappé gefragt. Niemand fragte ihn nach Alaba. Ich gehe trotzdem davon aus, dass er zu Real kommt“, legt sich der Insider fest.

Das Management des Spielers betont jedoch, dass weiterhin Kontakt zum FC Barcelona bestehe, der sich ebenfalls im engeren Kandidatenkreis des künftigen Alaba-Klubs befindet. Doch die Katalanen haben einen noch höheren Schuldenberg und weisen ein Defizit von 1,17 Milliarden Euro auf. Einziger Vorteil für Barca wäre die Freundschaft zwischen Zahavi und dem Präsidenten Joan Laporta. Auch Gutierrez weiß, beide Vereine dürfe man „nie unterschätzen“. (ajr)

Rubriklistenbild: © Fabian Bimmer/AFP

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