„Keine Entscheidung gegen den Verein“

Alaba plaudert über Bayern-Abschied - Einen seiner Sprüche lieben mittlerweile alle Kollegen

In einem Interview erklärt David Alaba die Beweggründe für seinen anstehenden Wechsel und spricht über Verständigungsprobleme innerhalb der Mannschaft.

München - Der Abschied von David Alaba steht seit einem knappen halben Jahr fest, nun gab der Österreicher zum Abschluss seiner Zeit beim FC Bayern im vereinseigenen Klub-Magazin 51 ein Interview. Darin verriet er neben den Gründen für seinen Vereinswechsel zur kommenden Saison, welcher Bayern-Profi sich noch immer mit seinem Wiener Akzent schwer tut.

FC Bayern: David Alaba erklärt seinen Transfer - „Bin als 16-Jähriger hierhergekommen...“

Ganze 13 Jahre stand Alaba beim FC Bayern unter Vertrag, die lange Zeit hat ihn offensichtlich geprägt. „Ich bin als 16-Jähriger aus Wien hierhergekommen, und 13 Jahre später blicken wir auf fast die Hälfte meines Lebens zurück. Das sagt doch eigentlich alles“, meint er bezüglich der Bedeutung des Klubs für seine Person. 

Er verlasse den Rekordmeister „mit einem weinenden Auge“, dennoch freue er sich gleichzeitig auf die Zukunft. „Es ist ja keine Entscheidung gegen den Verein gewesen. Aber ich habe für mich beschlossen, dass ich noch einmal etwas Neues machen möchte, um einen weiteren Schritt nach vorne zu machen“, so der 28-Jährige.

„Um zu wachsen, muss man seine ‚Komfortzone‘ verlassen“, meint Alaba und verweist auf die Anführungsstriche. Er wollte damit sagen, dass man „vielleicht auch mal ins Ungewisse gehen muss, um noch einmal weiter zu reifen.“ Real Madrid wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die nächste Station auf David Alabas Karriereweg, mit Ende 20 will der Österreicher bei einem Spitzenklub neu angreifen.

FC Bayern: Ein Kollege versteht David Alaba immer noch nicht - ein Spruch etablierte sich bei den FCB-Stars

Die deutsch-österreichische Sprachbarriere wird in Spanien wohl kein Problem. Unter seinen Bayern-Kollegen ist der eine oder andere Österreichische Spruch bereits bekannt, wie der Nationalspieler verrät. „Am Ende waren es sogar immer mehr, die mich verstanden haben. Selbst Jérôme (Boateng, Anm. d. Red.) versteht mich mittlerweile, ohne dass ich mich zweimal wiederholen muss“, erzählt Alaba. „Und mein ‚Bist du deppert!‘ hat sich ja sogar unter den internationalen Spielern etabliert“, fügt er hinzu.

Doch einer seiner Teamkameraden hat noch seine Probleme mit der Verständigung. „Nur Leon (Goretzka, Anm. d. Red.) hat neulich mal wieder gesagt, dass er sich jedes Mal schwertut, wenn ich von der österreichischen Nationalmannschaft zurückkomme. Dann brauche ich wieder ein paar Tage zur Umgewöhnung.“ Nach Alabas nächster Länderspiel-Reise bei der WM wird er allerdings nicht mehr zum FC Bayern zurückkehren. (ajr)

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