„Das sieht man sogar in München...“

Vor Bundesliga-Gipfel: David Alaba? Jetzt mischt sich sogar Watzke ein - BVB-Boss haut auf den Tisch

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke mischt sich bei Alaba ein.
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BVB-Boss Hans-Joachim Watzke mischt sich bei Alaba ein.

Der FC Bayern hat die Vertragsverhandlungen mit David Alaba für beendet erklärt. Vor dem Spitzenspiel in Dortmund schaltet sich sogar BVB-Boss Hans-Joachim Watzke ein.

  • Der FC Bayern ist im Spitzenspiel der Bundesliga bei Borussia Dortmund zu Gast.
  • Beim Rekordmeister dominierte diese Woche die Personalie David Alaba die Schlagzeilen.
  • Jetzt mischt sich sogar BVB-Boss Hans-Joachim Watzke ein und übt harsche Kritik.

München/Dortmund - Am Samstag kommt es zum Gipfeltreffen zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund. In früheren Jahren flogen vor dem Aufeinandertreffen der beiden größten deutschen Vereine Giftpfeile von beiden Seiten. In der jüngeren Vergangenheit pflegten die Chefetagen der beiden Spitzenklubs ein gutes Verhältnis miteinander.

Beim FC Bayern sorgte zu Beginn dieser Woche das Alaba-Beben für Aufruhr. Seit Monaten verhandelten die Bayern-Bosse mit ihrem Abwehrchef über eine Vertragsverlängerung. Dabei standen astronomische Gehaltssummen im Raum. Trotzdem wollte der Österreicher das Vertragsangebot nicht annehmen und spielte auf Zeit. Irgendwann riss bei der Führungs-Riege der Bayern der Geduldsfaden. Das Angebot wurde zurückgezogen.

FC Bayern: Rummenigge fordert in Corona-Zeiten Verständnis

„Die Spieler müssen gerade in Zeiten von Corona auch Verständnis für die Klubs entwickeln. Wir haben wahnsinnige finanzielle Einbußen, wir hatten seit acht Monaten keinen Zuschauer im Stadion. Uns droht ein Verlust im dreistelligen Millionen-Bereich“, sagte Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge in der Sport Bild.

Rummenigge lässt Alaba sogar noch ein Hintertürchen offen: „Ich glaube, dass die Spieler gut beraten sind, bei einem Verein zu bleiben, wenn sie sich dort wohlfühlen und wie im Fall von David auch noch so große Erfolge feiern. Ich glaube, wir ticken hier alle im Verein gleich: Wir möchten alle, dass David bleibt. Er ist ein wunderbarer Mensch und Top-Spieler.“

David Alaba? BVB-Boss Watzke mischt sich ein

Überhaupt kein Verständnis für die Alaba-Seite hat ausgerechnet BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. „Die Auswirkungen der Pandemie spüren selbst die größten Klubs extrem, egal ob Bayern, Barcelona oder Real Madrid. Irgendwann kommst du an die Grenze dessen, was du verantworten kannst. Das sieht man sogar in München aktuell am Beispiel David Alaba“, sagte Watzke in der Sport Bild.

Der 61-Jährige mischt sich damit indirekt in Vertragsangelegenheiten der Münchner ein und geht noch weiter: „Wenn ich die Summen lese, um die es da angeblich geht, dann halte ich sie für sehr großzügig. Und das in einer Zeit, in der die Klubs riesige Probleme haben“, kritisierte Watzke.

BVB-Boss Watzke: „Es muss Grenzen geben“

Der BVB-Boss lobt die Entscheidung des FC Bayern, dass er in den Vertragsverhandlungen mit Alaba keine verrückten Dinge gemacht hat. „Dann muss man eben irgendwann auch klar sagen, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Wir alle sind unseren Mitgliedern oder Aktionären verpflichtet: Es muss Grenzen geben!“, stellte Watzke klar.

Gesprächsstoff werden die beiden Bosse Rummenigge und Watzke vor dem Duell ihrer Klubs in Dortmund auf jeden Fall haben. Rummenigge, der aus Nervosität vor Spielen gerne einen Cognac genießt, freut sich jedenfalls auf das Treffen mit Watzke. „Es ist unglaublich schwierig, in Zeiten von Corona in den Stadien einen Cognac zu bekommen. Ich hoffe, Aki hat da für Samstag vorgesorgt“, so Rummenigge.

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