David Alaba äußert sich zu Jugendarbeit beim FC Bayern

Alaba: Wieso es bei Shabani und Mai für die Profis nicht reichen könnte

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David Alaba (Mitte) hat das geschafft, wovon Meritan Shabani (li.) und Lars Mai träumen.

David Alaba möchte für junge Spieler beim FCB ein Mentor sein, wie es einst Franck Ribery für ihn war. Münchner Youngsters wie Shabani und Mai räumt der Österreicher aber nur bedingt Chancen auf den Sprung zu den Profis ein.

Seit neun Jahren spielt David Alaba inzwischen für den FC Bayern München und ist mit seinen 26 Jahren schon ein „altes Eisen“ im Team. Im Eurosport-Interview der Woche bestätigt der Defensivmann: „Talent bin ich inzwischen sicherlich keins mehr“. Der inzwischen zum Führungsspieler gereifte Ex-Youngster kann sich aber noch genau an die Zeit zu Beginn seiner Profikarriere erinnern und äußert sich außerdem zur heutigen Jugendarbeit bei den Münchnern.

Alaba wurde an seinem ersten Tag beim FCB von Beginn an von Franck Ribéry unter dessen Fittiche genommen. Als er das erste Mal in die Kabine ging, war er sehr aufgeregt. Der Franzose hat im sofort den Platz neben ihm angeboten. Dort sitzt er bis heute. Franck Ribéry war „wie ein großer Bruder und das versuche ich für die jüngeren Spieler jetzt auch zu sein, weil ich weiß, wie es damals für mich war“, erinnert sich der 26-Jährige. „Er hat vom ersten Tag an versucht, mich zu ihm zu holen, mir Tipps zu geben, mich weiterzuentwickeln und zu fördern. Das hat mir damals mit meinen 17 Jahren viel Stärke und Mut gegeben. Dafür bin ich ihm heute sehr dankbar und versuche dasselbe heute an jüngere Spieler weiterzugeben“, erklärt der Österreicher.

„Der Weg nach oben ist möglich“

Im Sommer 2008 wechselte Alaba von Austria Wien in die Nachwuchsabteilung des FC Bayern. In der zweiten Mannschaft entwickelte er sich schnell zum Stammspieler und trainierte vereinzelt auch schon bei den Profis unter Louis van Gaal. 2010 feierte er im Viertelfinale des DFB Pokals gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 17 Jahren als bisher jüngster Spieler sein Pflichtspieldebüt im ersten Team des Rekordmeisters.

Auf die Frage, ob es heute schwieriger sei als zu seinen Zeiten und denen von Müller und Badstuber, junge Talente in zu den Profis zu bringen, antwortet Alaba: "Der Weg nach oben ist möglich. Davon bin ich überzeugt. Mit dem Campus, den wir jetzt haben und der Weiterentwicklung, die wir in diesen Strukturen festlegen, ist einiges möglich. Vielleicht brauchen wir noch etwas Geduld bis es fruchtet."

„Auch Glück ist ein Faktor“

Youngstern aus der zweiten Mannschaft der Bayern wie Meritan Shabani und Lars Lukas Mai räumt er aber nur bedingt Chancen auf den großen Sprung zu den Profis zu: "Das sind Spieler, die Potenzial haben und wirklich viel Talent mitbringen. Um jedoch den großen Schritt nach oben zu machen, da spielen viele Dinge eine wichtige Rolle. Auch Glück ist ein Faktor. Es gibt viele Bausteine, die man zusammensetzen muss."

Shabani konnte in der laufenden Saison schon zweimal kurz Profiluft schnuppern. Im Bundesligaspiel gegen Frankfurt und im DFB-Pokal gegen Rödinghausen wurde der 19-Jährige jeweils in der 90. Minute eingewechselt. Außerdem saß er in der Champions League bei den Partien gegen Athen und Benfica auf der Bank. In den Testspielen gegen Juventus Turin und Manchester City durfte der Offensivmann sogar über volle 90 Minuten ran und konnte im Spiel gegen die Engländer ein Tor beisteuern.

Mai gab sein Bundesligadebüt beim Rekordmeister in der vergangenen Saison, musste sich dieses Jahr jedoch bisher bei vier Liga-Spielen mit dem Platz auf der Bank bei den Profis begnügen.

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