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Nagelsmann feiert neuen Abwehrchef: „Er wirkt etwas böser, aber er ist ein unglaublich Lieber“

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Von: Manuel Bonke

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Der FC Bayern München präsentiert sich aktuell in Topform. Das liegt auch an den starken Leistungen der Abwehr, wo Neuzugang Dayot Upamecano inzwischen der Boss ist.

München - Seit 1. Juli 2021 ist Dayot Upamecano erst Spieler des FC Bayern. Doch es kommt einem so vor, als hätte der Innenverteidiger noch nie etwas anderes getan, als im Trikot des deutschen Rekordmeisters aufzulaufen. Upamecano zeigt – den Bundesliga-Auftakt gegen Gladbach ausgeklammert –, in jeder Partie souveräne Leistungen. Während es bei manchen Neuzugängen oft Monate dauert, bis sie trotz Talents Bayern-Format erreicht haben, war „Upa“ von Beginn an eine Verstärkung.

Mehr noch: Der französische Nationalspieler ist nach den Abgängen von David Alaba (Real Madrid) und Jerome Boateng (Olympique Lyon) der unangefochtene Abwehrchef des Rekordmeisters. Manchmal vergisst man aufgrund seines massiven Körpers und seiner Abgeklärtheit, dass Upamecano erst 22 Jahre alt ist.

FC Bayern: Neuzugang Dayot Upamecano hat große Lust, Tore zu verhindern

Die Bayern ließen ihn sich 42,5 Millionen Euro kosten. So hoch war die Ausstiegsklausel, die sich Upamecano in seinen Arbeitsvertrag bei RB Leipzig schreiben ließ. Wenngleich sich einige Experten kritisch äußerten: Bisher ist er jeden Cent davon wert. Im Nachhinein kann der Abwehrspieler froh sein, dass er im vergangenen Sommer nicht ins EM-Aufgebot der französischen Nationalmannschaft berufen wurde. So konnte Upamecano die komplette Vorbereitung unter seinem alten und neuen Trainer Julian Nagelsmann absolvieren. Dass das Duo in München erneut zusammenarbeitet, erleichtert dem Spieler den Bayern-München-Start ebenfalls: Upamecano weiß, was Nagelsmann von ihm will. Und Nagelsmann weiß, was er an Upamecano hat.

Das größte Upa-Plus: Er hat große Lust, Tore zu verhindern. Sein Verteidiger-Gen beschrieb er am Dienstag vor dem Abflug nach Lissabon wie folgt: „Ich liebe es, zu verteidigen und hasse es, Tore zu kassieren. Ich helfe meinem Team, so gut ich kann. Ich gebe mein Bestes, damit wir so wenige Tore wie möglich kassieren.“ Diese Worte kauft man dem jungen Franzosen in jedem Fall ab.

Derweil hat Coach Nagelsmann verraten, welcher frühere Topverteidiger sein Idol war:

Upamecano beim FC Bayern schon in Topform - Und nun auch noch mit Ball am Fuß

Trainer Nagelsmann hat in der kurzen Zeit sogar schon einen weiteren Fortschritt bei seinem Abwehrspieler (hier geht‘s zum FCB-Kader) ausgemacht. „Upa hat eine sehr gute Entwicklung genommen, hat das Verteidiger-Gen. Mit Ball am Fuß wird er immer besser“, sagt Nagelsmann und beschreibt den Charakter seines Schützlings wie folgt: „Er wirkt etwas böser, aber er ist ein unglaublich Lieber, eher zurückhaltend und hat das Herz am rechten Fleck. Ich glaube er hat in seinem gesamten Leben noch keine Mücke zerklatscht. Er vergisst manchmal, dass er noch ein junger Spieler ist und hat daher noch einige Fehler im Spiel. Das möchte ich aber auch, damit er sich entwickeln kann.“

Mit dem bisherigen Auftreten in München kann nicht nur der Trainer, sondern auch die Führungsetage um Vorstandschef Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic ihres Abwehr-Juwels zufrieden sein.

Ein einstiger FC-Bayern-Liebling ist dagegen abgestürzt: Jetzt blamiert er sich sogar im Fußball-Niemandsland.

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