Münchner haben ihn schon lange im Visier

Bayerns Wunsch-Transfer in Gefahr? Jetzt gibt es plötzlich Konkurrenz aus England

Der FC Bayern will sich im Sommer verstärken. Jetzt bekommen die Münchner allerdings Konkurrenz aus der Premier League. Wohin wechselt Dayot Upamecano?

  • Der FC Bayern ist an Dayot Upamecano (22) von RB Leipzig interessiert.
  • Im Poker um den Innenverteidiger bekommt der Rekordmeister jetzt Konkurrenz vom FC Chelsea.
  • Die tz erklärt, welcher Klub aktuell die Nase vorne hat im Rennen um Upamecano.

München - Die Abwehr des FC Bayern wackelt heuer so bedenklich wie schon seit 39 Jahren nicht mehr. 24 Gegentore nach 15 Bundesliga-Partien, das gab es zuletzt in der Saison 1981/82. Zudem droht im Sommer der Verlust von mindestens einem Innenverteidiger: Stand jetzt laufen die Verträge von David Alaba (28) und Jerome Boateng (32) aus.

Der FC Bayern muss also nachrüsten in der Defensiv-Zentrale. Ganz oben auf der Münchner Liste steht Dayotchanculle Oswald - kurz: Dayot - Upamecano (22). Jetzt aber droht dem Triple-Sieger Konkurrenz aus der Premier League!

FC Bayern: In diesen Bereichen ist Dayot Upamecano herausragend

Der Franzose ist bei RB Leipzig zentraler Bestandteil der besten Abwehr der Liga (nur zwölf Gegentore). Und auch die persönlichen Zahlen von Upamecano sind herausragend. Mit 133 gewonnenen Zweikämpfen ist er besser als die Bayern-Verteidiger Alaba, Boateng, Niklas Süle und Lucas Hernández. Zudem bringt Upamecano (35,39 km/h) mehr Geschwindigkeit mit als die Münchner Abwehrmänner. Eine Eigenschaft, die zu Hansi Flicks Pressing und der hohen Positionierung der Viererkette bestens passen würde.

Kein Wunder also, dass der FC Bayern sehr interessiert daran ist, den Franzosen im Sommer an die Säbener Straße zu locken. Upamecano hat seinen Vertrag in Leipzig zwar erst im vergangenen Jahr bis 2023 verlängert, allerdings gibt es dank Ausstiegsklausel eine Hintertür. Im Sommer könnte der Nationalspieler (drei Einsätze, ein Tor) die Bullen für gut 40 Millionen Euro verlassen.

FC Bayern: Folgt Upamecano einem ehemaligen Leipziger Kollegen?

Der einzige Haken aus Münchner Sicht: Der Rekordmeister ist längst nicht der einzige Interessent. Wie die tz erfuhr, mischt nun auch der FC Chelsea im Kampf um Upamecano mit. Die „Blues“ sind nicht nur in den Transferpoker eingestiegen, sie bemühen sich sehr um den 22-Jährigen - was dem Spieler freilich schmeichelt. Obwohl der Londoner Klub derzeit nur Tabellen-Neunter der Premier League ist, gilt er als eines der spannendsten Projekte Europas. Nicht umsonst schlossen sich mit Kai Havertz (für 80 Mio. von Bayer Leverkusen) und Leipzig-Stürmer Timo Werner (53 Mio.) im Sommer zwei der begehrtesten Bundesliga-Spieler den Engländern an.

Finanziell hat Chelsea dank Investor Roman Abramowitsch trotz der Corona-Pandemie keine Sorgen. Das Gesamtpaket dürfte für Upamecano also durchaus stimmig sein. Trotzdem liegt der FC Bayern im Transfer-Rennen derzeit noch vorne. Das hat vor allem damit zu tun, dass sich die Münchner schon seit mehreren Jahren mit dem jungen Franzosen beschäftigen und sie im europäischen Vergleich derzeit das Maß aller Dinge sind.

FC Bayern: Landsmänner könnten Upamecano nach München locken

Ein weiteres Argument ist die French Connection an der Säbener Straße, die die Eingewöhnung erleichtern dürfte. Mit Benjamin Pavard, Lucas Hernández, Bouna Sarr, Tanguy Nianzou, Corentin Tolisso und Kingsley Coman spielen bereits sechs Franzosen für den FC Bayern. Wird Upamecano in wenigen Monaten die Nummer sieben?

Rubriklistenbild: © dpa / Peter Kneffel

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