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Plötzlich Sündenbock: Königstransfer nach Bayern-Blamage im Zentrum der Kritik

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Von: Manuel Bonke, Philipp Kessler

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Leroy Sane (Muenchen), Lars Stindl (BMG), Dayot Upamecano (Muenchen), Benjamin Pavard (Muenchen)
Der FC Bayern München machte im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach keine gute Figur. © Moritz Mueller/imago

Der FC Bayern München hat sich gegen Borussia Mönchengladbach blamiert, das DFB-Pokal-Aus glich einer Demontage. Ein Abwehrspieler sah dabei gar nicht gut aus.

München - In Mönchengladbach lieferte Dayot Upamecano (23) vermutlich das schwächste Spiel seiner gesamten Profi-Laufbahn ab. Stellungsspiel und Zweikampfverhalten waren eines Bundesligisten unwürdig – und deshalb war der Abwehrspieler gleich an mehreren Gegentoren direkt beteiligt (tz-Note: 6). Der Franzose erwischte einen rabenschwarzen Tag, der auch Sportvorstand Hasan Salihamidzic ratlos zurückließ: „Ich weiß nicht, was mit ihm los war, da hab ich keine Erklärung für.“ Nach 55 Minuten war der Spuk für „Upa“ vorbei. Niklas Süle (26) kam für ihn in die Partie.

FC Bayern - „Upa“ wechselte für 42,5 Millionen Euro nach München

Trotzdem sicherte Salihamidzic seinem diesjährigen Königstransfer, Upamecano wechselte für 42,5 Millionen Euro von Leipzig nach zum FC Bayern nach München, vollste Unterstützung zu: „Wir gewinnen und verlieren zusammen. Deshalb werden wir ihn wieder aufbauen. Er hat zuletzt sensationell gespielt, das darf man ja nicht vergessen.“

Ähnlich bewertete Co-Trainer Dino Toppmöller die Situation seines Verteidigers: „Ich glaube, Upamecano war gestern noch Supermecano. Heute macht er mit Sicherheit kein gutes Spiel. Aber wir sollten da jetzt nicht über einzelne Spieler sprechen. Wir haben im Kollektiv nicht das auf den Platz gebracht, was wir uns alle vorgenommen hatten.

DFB-Pokal: FC Bayern in Gladbach chancenlos, auch Hernandez mit schwachem Auftritt

Nicht nur Upamecano, auch Nebenmann Lucas Hernandez (25) zeigte eine ganz schwache Vorstellung. Auf die Leistung beider angesprochen, antwortete Toppmöller stockend: „Das Ganze hat im Laufe des Spiels eine Dynamik angenommen, das ist jetzt nicht so einfach zu erklären.“ In jedem Fall braucht es am Wochenende in der Bundesliga eine enorme Leistungssteigerung in der Abwehr, um gegen Union Berlin in gewohnter Art und Weise vom Platz zu gehen: Nämlich als Sieger.

Hier gibt es das DFB-Pokal-Spektakel zum Nachlesen. Wie der FC Bayern München im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach mit 0:5 unter die Räder kam - die internationale Presse kann es kaum fassen. Das Pokal-Debakel des FC Bayern in Gladbach wird die Münchner noch einige Tage beschäftigen. Kurz nach Schlusspfiff wollte offenbar ein FCB-Star in die Borussia-Kabine stürmen.

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