Franzose wurde gehänselt

FCB-Neuzugang Upamecano offenbart Kindheits-Geheimnis: „Wollte es nicht zu tief an mich heranlassen“

Platzbegehung vor der Partie. Im Bild: Dayot Upamecano
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Dayot Upamecano spricht über seine Erfahrungen in der Kindheit.

Dayot Upamecano soll ab Sommer die Bayern-Defensive verstärken. In einem Interview spricht er über schwere Momente in seiner Kindheit.

München - Kommt beim FC Bayern bald die französische Revolution? Spieler aus dem Nachbarland haben in München eine lange Tradition, im Sommer kommt ein weiterer hinzu: Dayot Upamecano. Gemeinsam mit Landsmann Lucas Hernandez wird ihm zugetraut, in Zukunft das Herzstück der Bayern-Defensive zu bilden.

Der baldige FCB-Neuzugang spielt im Moment noch für Rivale RB Leipzig und musste mit den Sachsen am Samstag eine möglicherweise entscheidende Niederlage im Kampf um die Meisterschaft einstecken. Seine kompromisslose Spielweise bekam aber vor allem Lewandowski-Backup Eric Maxim Choupo-Moting deutlich zu spüren.

Bayern-Neuzugang Dayot Upamecano - der Stürmer-Albtraum erzählt von seiner Kindheit

Der 22-Jährige ist genau der Spielertyp, auf den die meisten Stürmer so gar keine Lust haben: Zweikampfstark, robust, schnell und auch noch ballsicher. Upamecano gewährte in einem großen Interview mit Fußball & Familie Einblick in seinen Werdegang und seine Kindheit.

Der französische Nationalspieler wuchs in der Kleinstadt Evreux in der Normandie auf. In jeder freien Minute fand man ihn auf dem Bolzplatz wieder: „Die meiste Zeit habe ich draußen verbracht und auf den Fußballplätzen der Nachbarschaft mit meinen Freunden gekickt. Es gab keinen Schiedsrichter, es waren immer knallharte Duelle“, erzählt er. „Selbst blutige Knie waren keine Ausrede, um sein Team im Stich zu lassen.“

FC Bayern: Upamecano gewährt Einblick in schwieriges Kapitel seines Lebens

Auf dem Platz war er schon immer so selbstbewusst wie heute, sagt er. Doch abseits davon hatte er keine einfache Kindheit - er wurde wegen seines Stotterns von seinen Mitschülern gehänselt. „Das war nicht schön“, blickt er zurück. „Ich habe deswegen wenig gesprochen damals und versucht, das nicht zu tief an mich heranzulassen. Es hat mich gestärkt und geprägt, denn ich wusste: Ich kann dafür andere Dinge besser.“

Zum Beispiel Fußball spielen. „Auf dem Platz war ich ein anderer, da zeigte ich breite Brust. Aber wenn das Spiel vorbei war, kam das Stottern zurück.“ Zwischen seinem zehnten und 13. Lebensjahr wurde Upamecano dann von einem Logopäden unterstützt. „Das hat mir geholfen und mein Selbstbewusstsein gestärkt“, sagt er. Das wird er brauchen, um sich beim FC Bayern durchzusetzen - tut er das, wird er in der Regel mit einer noch breiteren Brust belohnt. (epp)

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