Auch auf dem Platz bissig?

Bayern-Neuzugang plötzlich ganz ehrlich: „Ich liebe Löwen bis heute“

Ist er etwa beim falschen Verein in München gelandet? Bei seiner Vorstellung outet sich Bayern-Neuzugang Upamecano als Löwen-Fan: „Das hat sich bis heute nicht geändert.“ 

München - Bayerns Königstransfer liebt den Löwen! Dayot Upamecano (22) verriet bei seiner offiziellen Vorstellung am Dienstag, dass es ihn im Zoo immer zu diesem Raubtier zieht. Sein Geständnis, untermalt mit einem breiten Grinsen: „Seitdem ich klein bin, habe ich Löwen geliebt – und das hat sich bis heute nicht geändert.“ Fußballklubs und Lieblingstiere: da sieht Upamecano keine Kollisionsgefahr.

Das passte zum selbstbewussten Auftreten des Franzosen im Pressestüberl des Rekordmeisters. Für rund 42 Millionen Euro schlug Upamecano eben jenen Weg ein, den sein neuer und alter Trainer Julian Nagelsmann wenig später auch wählen sollte: von RB Leipzig, dem Tabellenzweiten, zum deutschen Serienmeister nach München. „Es ist ein großer Schritt für meine Karriere. Der FC Bayern ist ein großer Verein mit Weltklassespielern“, sagte der Innenverteidiger in gut verständlichem Deutsch und fügte hinzu: „Der FC Bayern ist im Moment der größte Verein.“ Zack, war die Löwen-Liebe bei den Fans der Roten vergessen.

Der Löwe Upamecano - er selbst postete dieses Bild einst bei Instagram.

Für die ausführlicheren Aussagen wechselte Upamecano zur französischen Sprache – und die Botschaften saßen. „Natürlich gibt es hier viel Konkurrenz, das ist bei allen großen Vereinen so. Ich werde alles dafür geben, Stammspieler zu werden.“ Mit 16 Jahren zog es den Mann mit den schönen Vornamen Dayotchanculle Oswald aus der französischen Heimat zu RB Salzburg, über Schwesterklub RB Leipzig ging es schließlich zum FC Bayern.

FC Bayern: Upamecano mit Leaderqualitäten? Drei erfahrene Kräfte sind weg

Mit gerade einmal 22 Jahren hat Upamecano bereits Erfahrungen vorzuweisen, wie wenig Gleichaltrige. Auch deshalb sagt er: „Ich weiß, dass ich noch jung bin und lernen muss, aber ich werde versuchen, auf meiner Position voranzugehen.“ Nicht weniger als das erwarten Coach Nagelsmann und Hasan Salihamidzic von ihm. „Dayot hat den großen Vorteil, dass er den Trainer schon aus Leipzig kennt. Er braucht keine große Eingewöhnungsphase“, meint Sportvorstand Salihamidzic. „Er weiß auch, dass er von Anfang mit seinen Leaderqualitäten gefragt ist. Denn wir haben einige Spieler auf seiner Position verloren: David Alaba, Jerome Boateng und auch Javi Martinez.“

Dass er womöglich auch menschlich einen ganz besonderen Fang gemacht hat, merkte Salihamidzic gleich nach der Vertragsunterschrift von Upamecano. Nachdem der Franzose den Stift weggelegt hatte, hielt er eine kurze Rede. „Das habe ich noch nicht erlebt“, sagte der Sportvorstand. Mit den Details der Rede hielt Upamecano weitgehend hinter dem Berg. Nur so viel verriet der 22-Jährige: „Mir war wichtig, auszudrücken, wie glücklich ich bin, beim FC Bayern unterschrieben zu haben.“ Solche Worte spricht eigentlich kein Löwen-Fan...

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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