1. tz
  2. Sport
  3. FC Bayern

FC Bayern jagt Offensiv-Juwel - Erfolg mit Gnabry-Strategie?

Erstellt:

Von: Christoph Klaucke

Kommentare

Der FC Bayern bastelt in Sachen Transfers an der Zukunft. Ein Offensiv-Juwel könnte über Umwege in München landen – führt die Gnabry-Strategie zum Erfolg?

München – Der FC Bayern hat seine Transfer-Hausaufgaben diesen Sommer frühzeitig abgearbeitet. Mit den Superstars Sadio Mané und Matthjis de Ligt, den Top-Talenten Ryan Gravenberch und Mathys Tel sowie Noussair Mazraoui hat der deutsche Rekordmeister bereits vor Saisonstart seine absoluten Wunschspieler verpflichtet. Laut Vorstandsboss Oliver Kahn sind damit die Personalplanungen für dieses Jahr abgeschlossen, auch wenn man den Markt bis Transferschluss Anfang September natürlich weiterhin beobachten wolle.

Das heißt jedoch nicht, dass sich die Kaderplaner um Hasan Salihamidzic und Marco Neppe nun zurücklehnen. Ganz im Gegenteil: Die Bayern basteln schon jetzt am Team der Zukunft. Transfers für den kommenden Sommer werden bereits eingefädelt. Bei Offensiv-Juwel Konrad de la Fuente könnte die „Gnabry-Strategie“ zum Erfolg führen.

Konrad de la Fuente
Geboren: 16. Juli 2001 (Alter 21 Jahre), Miami, Florida, Vereinigte Staaten
Linksaußen
Vertrag bei Olympique Marseille bis: 30.06.2025
Marktwert: 6 Millionen Euro

FC Bayern: Transfer von Konrad de la Fuente geplant

Der FC Bayern München hat offenbar ein Auge auf Flügelstürmer Konrad de la Fuente geworfen. Der 21-Jährige stammt aus der Barca-Jugend. Im Vorjahr hatte der US-Nationalspieler nach seinem Wechsel zu Olympique Marseille auf der linken Außenbahn mit irrem Tempo und feiner Technik für Furore gesorgt, bis ihn eine Verletzung ausbremste.

Allerdings haben die Bayern auf den offensiven Flügelpositionen derzeit überhaupt keinen Bedarf. Mit Kingsley Coman, Leroy Sané, Serge Gnabry oder Jamal Musiala ist man bestens bestückt. Auf den zweiten Blick könnte ein Transfer dennoch Sinn ergeben. De la Fuente wird an der Säbener Straße wohl als Investition in die Zukunft angesehen.

FC Bayern setzt bei de la Fuente offenbar auf Gnabry-Strategie: Augsburg in Transfer involviert?

Die Bayern könnten bei de la Fuente dasselbe Transfer-Modell wie einst bei Serge Gnabry anwenden, berichtet Transfer-Experte Matteo Moretto. Zur Erinnerung: Der deutsche Nationalspieler wechselte einst 2016 von Arsenal London zu Werder Bremen, erst ein Jahr später wurde dann der Wechsel zum FC Bayern offiziell. Gnabry wurde bei Werder „zwischengeparkt“, bestätigte der ehemalige Technische Direktor Michael Reschke inzwischen. Nach einem Leihjahr in Hoffenheim ist Gnabry seit 2018 fester Bestandteil im FCB-Kader.

Hasan Salihamidzic hat Serge Gnabry vor vier Jahren über Umwege zum FC Bayern geholt.
Hasan Salihamidzic hat Serge Gnabry vor vier Jahren über Umwege zum FC Bayern geholt. © LakoPress/Imago

Doch welcher Klub wäre diesmal passend, um de la Fuente „zwischenzuparken“? Moretto zufolge könnte der Tempodribbler beim FC Augsburg nur wenige Kilometer nordwestlich von München Bundesliga-Erfahrung sammeln und sich den Feinschliff für den FC Bayern holen. Der FCA hingegen würde von einem Unterschiedsspieler profitieren, der ohne Zutun der Bayern wohl niemals in der Fuggerstadt gelandet wäre. Eine Win-Win-Situation. Dagegen stehen zwei Bayern-Talente zum Verkauf. (ck)

Auch interessant

Kommentare