„Es liegt einfach dieses Knistern in der Luft“

Fiete Arp: „Derbysieg letztes Jahr die schönste Geschichte hier bisher“

Nordlicht im Münchner Drittliga-Derby: Der frühere Hamburger Jann-Fiete Arp.
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Nordlicht im Münchner Drittliga-Derby: Der frühere Hamburger Jann-Fiete Arp.

Am Samstag trifft der FC Bayern II in der 3. Liga auf den TSV 1860 München. FCB-Stürmer Fiete Arp spürt eine besondere Atmosphäre vor dem Derby. 

  • Am Samstag kommt es in der 3. Liga zum Derby zwischen dem TSV 1860 München und den FC Bayern Amateuren.
  • Fiete Arp spürt die besondere Atmosphäre.
  • Trainer Holger Seitz sieht das Spiel vor allem als Chance im Abstiegskampf.
  • München– „Es liegt einfach dieses Knistern in der Luft“, erklärt Bayern-Angreifer Fiete Arp, „das man in der ganzen Stadt merkt.“ An diesem Samstag steht das Drittliga-Derby zwischen der zweiten Mannschaft des FC Bayern und dem TSV 1860 auf dem Programm. Und Arp, ein echtes Nordlicht, geboren im schleswig-holsteinischen Bad Segeberg, ist lange genug im Verein (seit Juli 2019), um bereits bestens mit den besonderen Umständen des Münchner Lokalduells vertraut zu sein. Im abschließenden Trainingsspielchen stand er gemeinsam mit Joshua Zirkzee auf dem Platz. Dass er die Bedeutung des Spiels ein wenig überzeichnet, ist nachvollziehbar. Befindet sich Arp, 21, doch, wie er selbst betont, „eigentlich schon seit zwei Wochen in der Vorbereitung auf dieses Spiel“.

    „Ich denke, dass wir den Sieg verteidigen können“

    Im letzten Spiel des alten Jahres hatte Arps Ausgleichstreffer immerhin das1:1 bei der SpVgg Unterhaching gesichert, seither sei das Derby „dauernd das Thema“ gewesen. In der Vorsaison (1:1, 2:1) hatte der Ex-Hamburger in beiden Lokalduellen nicht mitwirken können, umso mehr brennt er nun auf seine Premiere: „Auch wenn ich selber nicht mitspielen konnte, war der Derbysieg letztes Jahr, gerade in der Phase der Euphorie, in der wir damals waren, die schönste Geschichte hier bisher. Ich denke, dass wir dieses Jahr daran anknüpfen und den Sieg verteidigen können.“

    Eine gute Woche hatte Trainer Holger Seitz seinem Team nach dem letzten Einsatz 2020 freigegeben, seit dem 30. Dezember wird nun wieder trainiert. „So viel Zeit war ja jetzt nicht dazwischen“, betont der 46-jährige Bayern-Coach, deshalb „haben wir den Rhythmus auch nicht verloren.“ Mit drei Partien ohne Niederlage (fünf Punkte) waren die „Bayern-Amateure“ in die kurze Winterpause gegangen, der Aufwärtstrend soll nun fortgesetzt werden. Sein Team sei aus der schwierigen Phase im Herbst, als vier Niederlagen in Folge den Sturz auf einen Abstiegsplatz zur Folge hatten, „gestärkt hervorgegangen“, schildert Seitz.

    Bayern-Coach Holger Seitz: „Ich sehe das Spiel einfach als Chance“

    Einem muss er zumindest die besondere Bedeutung des nächsten Spiels nicht erklären. „Als Münchner Junge“, so der 19-jährige Angelo Stiller, „habe ich das früher natürlich schon immer im Fernsehen verfolgt. Jetzt selber auf dem Platz zu stehen, wird immer was Spezielles bleiben.“ Ausgebildet beim TSV Milbertshofen trägt das waschechte Münchner Kindl seit seinem neunten Lebensjahr das Trikot des Rekordmeisters. „Meine Eltern sind Bayern-Fans“, erklärt der Mittelfeld-Antreiber, der vor einem Jahr aus der U19 hochgezogen worden war und entscheidenden Anteil am Gewinn der Meisterschaft hatte, „deshalb hat sich das so ergeben, dass ich auch von meiner Kindheit an ein Roter war“. Die Hoffnung, sich mit einem Derbysieg schnell von der Abstiegszone abzusetzen, ist allen Beteiligten in Reihen der „Roten“ anzumerken. „Ich sehe das Spiel einfach als Chance“, betont auch Trainer Seitz

     (MATTHIAS HORNER)

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