Zwist zwischen FCB und DFB

Länderspiel-Termine: Bierhoff geht auf Bayern los

Oliver Bierhoff.
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Oliver Bierhoff.

Nächste Runde im Zoff zwischen Deutschem Fußball-Bund und dem FC Bayern! DFB-Direktor Oliver Bierhoff watschte Karl-Heinz Rummenigge am Sonntag öffentlich ab.

  • Im Zoff zwischen dem DFB und dem neuen Meister FC Bayern kam es am Sonntag zur nächsten Runde.
  • DFB-Direktor Oliver Bierhoff watschte Karl-Heinz Rummenigge am Sonntag öffentlich ab.
  • Rummenigge hält die Terminierung der Länderspiele für Nationalspieler für unzumutbar. Die Flick-Elf ist gespickt von Nationalspielern.

München - Der Münchner Vorstandschef hatte zuletzt Kritik an den Länderspiel-Terminen im Herbst geübt, jetzt gab’s die Reaktion von Bierhoff. Im Sport1-Doppelpass sagte der 52-Jährige: „Das wundert mich in der Hinsicht, weil ja auch Vertreter der Vereine bei der Entscheidung dabei waren.“ Inhaltlich aber, so Bierhoff, könne er Rummenigges Anliegen nachvollziehen.

Das Thema der möglichen Überlastung der Spieler betreffe in Deutschland laut dem DFB-Direktor aber „mehr oder weniger nur Bayern München, die anderen Vereine haben damit weniger Konflikte“.

Rummenigge: Enge Taktung unzumutbar

Zur Einordnung: Die UEFA hat beschlossen, die Champions League nach der Bundesliga-Saison ab dem Viertelfinale mit einem Turnier in Lissabon fortzuführen. Dieser Wettbewerb findet zwischen dem 12. und 23. August statt. Im extremsten Fall steht schon am 3. September – also zehn Tage nach dem Endspiel in der Königsklasse – die Nations-League-Partie zwischen Deutschland und Spanien an, drei Tage später geht’s gegen die Schweiz.

Rummenigge hatte mit Blick auf diesen Plan erklärt, dass die enge Taktung für Nationalspieler unzumutbar sei. „Wenn eine Mannschaft weit kommt, muss man garantieren, dass die Spieler mindestens zwei Wochen Urlaub haben. Einige würden dann gar nicht an den Länderspielen teilnehmen können“, hatte er im ZDF gesagt.

DFB-Präsident Keller wirft Profifußball „Großkotzigkeit“ vor

Zuletzt hatte es zwischen Verband und Rekordmeister gekriselt, weil DFB-Präsident Fritz Keller dem Profifußball „Großkotzigkeit“ vorgeworfen hatte. Rummenigge zeigte sich von diesen Aussagen irritiert. Ebenso von der Tatsache, dass Keller anschließend vollmundig verkündet hatte, er habe ein Friedensgespräch mit Rummenigge geführt und die beiden würden künftig zusammen gegen die ausufernden Gehälter im Fußball kämpfen. jau

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