Musiala & Co brillieren gegen den Fünftligisten

Einzelkritik der Bayern beim Bremer SV: Offensiv-Trio holt sich die Bestnote

Bayern-Jungstar Jamal Musiala war beim Pokalspiel in Bremen in Torlaune.
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Bayern-Jungstar Jamal Musiala war beim Pokalspiel in Bremen in Torlaune.

Die Bayern haben die Pflichtaufgabe Bremer SV standesgemäß mit 12:0 erledigt. Ein Angriffs-Trio überzeugte dabei besonders. Die Einzelkritik zum DFB-Pokal-Spiel.

Sven Ulreich: Weil Kapitän Manuel Neuer aufgrund von Sprunggelenksproblemen eine Pause bekam, kam der Schwabe zu seinem ersten Bayern-Einsatz seit Juni 2020. Nach fünf Minuten kam der erste Schuss der Bremer auf sein Tor. In der Folge hatte er fast nichts mehr zu tun. Note: 3

Bouna Sarr: Blockte einen Fallrückzieher der Bremer in der 25. Minute. Schaltete sich auch offensiv hin und wieder ein. Erzielte sogar noch das 11:0. Note: 2

FC Bayern: Nianzou leistet sich einen Fehler

Tanguy Nianzou: Leistete sich einen Fehler zu Beginn der 2. Halbzeit. War aber alles in allem kaum gefordert. Note: 3

Niklas Süle: Souveräner als Nianzou. Note: 3 (ab 46. Chris Richards: Für ihn gilt Ähnliches wie für Süle. Note: 3)

Omar Richards: Traumhafte Flanke auf Tolisso (11.). Ansonsten eher unauffällig im Vergleich zu Stamm-Linksverteidiger Davies. Note: 3

FC Bayern: Musiala überzeugt als Knipser

Joshua Kimmich: Antreiber im Mittelfeld, strahlte aber schon mal mehr Torgefahr aus. Note: 3 (ab 46. Michael Cuisance: Engagiert, erzielte auch das Tor zum 9:0. Note: 2)

Corentin Tolisso: Mit dem ersten Warnschuss aufs Bremer Tor in der 4. Minute. Hatte wenig später nochmals eine dicke Möglichkeit, nach traumhafter Vorlage von Richards war sein Abschluss aber zu zentral. Vor dem 4:0 eroberte er entscheidend den Ball. Auch am 5:0 war er beteiligt. Zudem erzielte er das 12:0. Eine gute Partie des Franzosen, der als Verkaufskandidat gilt. Note: 2

Jamal Musiala: Machte viel Dampf über die rechte Seite. Der Nationalspieler hatte die erste große Chance der Partie, die Bremer konnten den Ball noch von der Linie kratzen. In der 16. Minute erzielte er dann das 2:0 nach Doppelpass mit Choupo-Moting. In der 27. Minute traf er aus ähnlicher Position eigentlich erneut – der Treffer wurde aber als Eigentor gewertet, da der Bremer Warm den Ball noch schlussendlich über die Linie drückte. In der 2. Halbzeit konnte er wieder jubeln, machte einen traumhaften Treffer zum 7:0. Super Spiel des Offensiv-Juwels, das gut mit Choupo-Moting harmonierte. Note: 1 (ab 61. Serge Gnabry: o.B.)

FC Bayern: Choupo-Moting brilliert als Lewandowski-Ersatz

Thomas Müller: Der Bayer war in Abwesenheit von Neuer Kapitän. Müller war wie immer engagiert, aber der Unauffälligste in der Bayern-Offensive. Note: 3 (ab 46. Malik Tillman: Traf eiskalt zum 6:0 nach Vorlage eines Bremers. Nobile sah nach einem Foul an ihm die Rote Karte. Note: 2)

Leroy Sané: Der Offensiv-Star musste zuletzt viel Kritik einstecken, wurde sogar von den eigenen Fans ausgepfiffen. Das Spiel beim Bremer Fünftligisten war eine gute Chance, um Selbstvertrauen zu tanken. Die nutzte er. Sané bereitete das 1:0 und das 4:0 vor. Zudem erzielte er das 8. Bayern-Tor. Nette Beobachtung: Nagelsmann wollte Sane offenbar so lange drin lassen, bis er in der 2. Halbzeit ein Tor erzielt. Direkt nach dem Treffer hat er Booth vom Warmmachen zur Bank gepfiffen und ihn für den Flügelspieler eingewechselt. Note: 1 (ab 68. Taylor Booth: o.B.)

Eric Maxim Choupo-Moting: Spielte anstatt des geschonten Robert Lewandowski. Der Stürmer hämmerte in der 8. Minute den Ball via Latte ins Tor. Wenig später bereitete er das 2:0 durch Musiala vor. Dazu erzielte er noch das 4:0, 5:0 und 10:0. Hatte in der 2. Halbzeit noch Pech mit einem Lattenschuss. Fazit: Aufgabe bestens erfüllt. Note: 1

Hier gibt‘s den Live-Ticker zur Partie zum Nachlesen.

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