Bayern-Doc verrät:

Diese Bedenken hatte Hoeneß vor dem Robben-Kauf

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Bayern-Präsident Uli Hoeneß (links) im Mai 2010 bei der Double-Feier neben Arjen Robben auf dem Balkon des Münchner Rathauses.

München - Bayern-Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hat im Interview auf "Sky" verraten, welche Bedenken Uli Hoeneß vor dem Kauf von Arjen Robben hatte.

Keine Frage: Arjen Robben ist ein absoluter Leistungsträger beim FC Bayern. Seinem Treffer verdankt der Verein unter anderem den Champions-League-Sieg 2013. In der aktuellen Bundesliga-Saison ist der Holländer auch ein Kandidat für die Torjägerkanone. Allerdings heftete Robben früher bekanntlich der Ruf an, extrem verletzungsanfällig zu sein. Spanische Medien verpassten ihm den Spitznamen "Jugador de cristal". Was auf Deutsch "Spieler aus Glas" bedeutet.

Dieser Ruf war offenbar auch nach München gedrungen, als der damalige Bayern-Manager Uli Hoeneß im Sommer 2009 eine Verpflichtung von Robben erwog, der damals bei Real Madrid wegen der Verpflichtungen von Cristiano Ronaldo und Kaká eine Karriere als Bankdrücker in Aussicht hatte. In der Fußball-Doku "Phänomen Robben", die der Bezahlsender Sky am Sonntag ab 17 Uhr auf Sky Bundesliga HD 1 ausstrahlt, verrät Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, Mannschaftsarzt des FC Bayern, dass Hoeneß vor dem Kauf des Holländers seinen medizinischen Rat erbat. "Ich erinnere mich noch ganz genau. Uli Hoeneß rief mich an und sagte: 'Wir können den Arjen haben - traust du dir das zu, ihn gesund zu machen ihn zu behandeln, so dass er sich nicht mehr verletzt?"

Ich habe dann gesagt, dass ich ihn anschauen muss. Nach der Untersuchung meinte ich, dies und jenes gefunden zu haben, was vielleicht auch die Ursache für diese immer wiederkehrenden Muskelverletzungen sein konnte. Das habe ich dem Uli gesagt. Ich denke, dass ich sogar gesagt habe: 'Ich übernehme die Verantwortung, ich kriege das hin.' Und dann wurde er gekauft."

Offensichtlich kriegte der Bayern-Doc Robbens Probleme bestens in den Griff. Laut Müller-Wohlfahrt trugen seine Behandlungen auch entscheidend dazu bei, dass Robben bei den Bayern blieb. "Als es um die Vertragsverlängerung ging, hat Arjen erklärt, er bliebe wegen der medizinischen Betreuung bei Bayern. Er hatte gute Angebote, das weiß ich. Das ist das größte und schönste Kompliment."

Auch heute noch lässt sich Robben laufend von Müller-Wohlfahrt untersuchen, bevor er auf dem Platz loslegt. Der Bayern-Doc berichtet in der Sky-Doku: "Arjen ist vergleichbar mit einem Formel-1-Motor. Es muss alles stimmen. Arjen will vor jedem Spiel untersucht werden Und wenn er dann das OK kriegt, dann startet er durch."

Die Fußball-Doku "Phänomen Robben" ist am Sonntag ab 17.00 Uhr vor dem Spiel des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach auf Sky zu sehen.

fro

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