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Neuzugang von Juventus Turin

Douglas Costa: Spielmanipulation, Spuck-Attacke und Stress mit Hoeneß - Gibt es Ärger beim FC Bayern?

FC Bayern: Douglas Costa wurde von Juventus Turin zurückgeholt. Der Brasilianer fiel durch einige Skandale auf, auch mit Hoeneß gab es Zoff.

  • Die Bayern holten den Brasilianer Douglas Costa für ein Jahr von Juventus Turin.
  • Der Brasilianer stand von 2015 bis 2017 in 77 Spielen für den FC Bayern auf dem Platz.
  • Douglas Costa fiel in den vergangenen Jahren mit einigen Eskapaden auf.

München - Das Bundesliga-Transferfenster schloss am Montag um 18 Uhr, für Hasan Salihamidzic ein dringender Stichtermin. Der Bayern-Sportvorstand sicherte sich am Sonntagabend bereits die Dienste des spanischen Mittelfeldspielers Marc Roca, am Montag folgte zudem die Verkündung des Lewandowski-Backups Eric-Maxim Chupo-Moting. Kurz nachdem der Transfer des Ex-PSG-Spielers offiziell gemacht wurde, gab es eine weitere Bekanntgabe: Douglas Costa kehrt für ein Jahr zurück.

FC Bayern: Holen sich die Münchner Problem-Profi? Hoeneß bezeichnete ihn einst als „Söldner“

Der Brasilianer, der von 2015 bis 2017 für die Münchner aktiv war (77 Spiele, 14 Tore, 27 Vorlagen), wird für ein Jahr von Juventus Turin ausgeliehen, die Bayern übernehmen das komplette Gehalt des 30-Jährigen. Einige Fans wunderten sich wohl am Sonntag über die ersten Medienberichte zur Rückhol-Aktion von Costa, denn der 31-malige brasilianische Nationalspieler war an der Isar nicht unbedingt ein Publikumsliebling und fiel beim FCB-Macher Uli Hoeneß in Ungnade.

Der Ehrenpräsident des FC Bayern wählte nach dem Wechsel von Costa nach Turin im August 2017 in einem Interview mit der Frankenpost harte Worte, als es um den Brasilianer ging, der zuvor öffentlich mit einem Wechsel liebäugelte. „Costa hat nicht funktioniert, weil er ein ziemlicher Söldner war, der uns charakterlich nicht gefallen hat“, sagte Uli Hoeneß vor etwas mehr als drei Jahren. Nun ist Costa wieder zurück an der Säbener Straße.

Douglas Costa: Neuzugang des FC Bayern sorgte mit Manipulations-Beichte für Skandal

Mit einem Skandal in Brasilien sorgte Costa Anfang 2018 für negative Schlagzeilen, als er die Beteiligung an einer Spielmanipulation im Jahr 2009 gestand. Damals spielte er noch in seiner Heimat, genauer gesagt beim brasilianischen Erstligisten Gremio Porto Alegre. Im letzten Meisterschaftsspiel soll sein Team mit Absicht gegen Flamengo Rio de Janeiro verloren haben, da ein Sieg den Titel für den verhassten Erzrivalen Internacional bedeutet hätte.

Am Ende verlor Gremio mit 1:2 und Flamengo holte sich die Meisterschaft. Costa gestand dies damals dem brasilianischen Sender Pilhado, meinte jedoch, dass er extrem unter Druck gestanden habe. Es sei „ein Fleck in der Geschichte“ von Gremio, hätte man dem Rivalen bei der Meisterschaft unterstützt. „Deshalb wurde uns von der Vereinsführung gesagt, dass wir zwar machen können, was wir wollen. Aber wenn wir gewinnen würden, würden die Leute uns bis zum Flughafen jagen“, so Costa, der um sein Leben fürchtete. Er habe darum der zweiten Halbzeit „nur noch weit weg vom Tor gedribbelt“, wie der damals 19-Jährige meinte.

FC Bayern: Douglas Costa kommt zurück - Skandal-Profi mit wildem Temperament

Nur ein halbes Jahr nach dem Geständnis sorgte er im September 2018 beim 2:1-Sieg von Juve gegen US Sassuolo für einen Eklat. Am Tag des Tor-Debüt seines Teamkameraden Cristiano Ronaldo, der mit einem Doppelpack seinem damals neuen Klub zum Sieg verhalf, schockierte Costa in der Nachspielzeit mit einer skandalösen Aktion. Im Duell gegen Sassuolos Federico Di Francesco verpasste der Brasilianer seinem Gegenspieler zunächst einen Ellbogenschlag. Ehe sich Di Francesco aufrappelte, versetzte ihm Costa einen Kopfstoß und spuckte ihm schlussendlich ins Gesicht, was ihm eine Sperre von vier Spielen einbrachte.

Bei den Bayern kann man nur hoffen, dass Costa sein Temperament etwas zügelt und sich entsprechend verhält. Sollte der Brasilianer in alte Muster zurückfallen, könnte die Rückhol-Aktion auch als einjähriger Flop in die Transfer-Geschichte eingehen. (ajr)

Rubriklistenbild: © dpa

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