Rückkehrer über Abschieds-Eklat 2017

FC Bayern: Douglas Costa reagiert auf Hoeneß-Vorwurf und überrascht mit deutlichen Worten

FC Bayern: Im Jahr 2017 wechselte Douglas Costa nach einem unschönen Abschied aus München zu Juventus Turin, nun reflektierte er die harten Aussagen von Uli Hoeneß.

  • Die Rückkehr von Douglas Costa zum FC Bayern wurde von vielen Seiten aus kritisch beobachtet.
  • Uli Hoeneß‘ unschöne Bemerkungen über den Brasilianer nach dessen Abschied 2017 waren wieder ein Thema.
  • Doch der Brasilianer Costa zeigte sich verständnisvoll und zeigte Einsicht.
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München - Viele Anhänger des Rekordmeisters dürften die Verpflichtung von Douglas Costa recht skeptisch beobachtet haben, der Brasilianer legte einst einen unrühmlichen Abschied aus München hin und fiel bei Uli Hoeneß in Ungnade. Hoeneß hatte Costa als „Söldner“ bezeichnet, nun äußerte sich der Rückkehrer zum heftigen Urteil des Bayern-Ehrenpräsidenten - und überraschte mit seiner heutigen Sichtweise.

FC Bayern: Douglas Costa reagiert auf Hoeneß‘ „Söldner“-Vorwurf - „Das werde ich ihm nie vergessen“

„Costa hat nicht funktioniert, weil er ein ziemlicher Söldner war, der uns charakterlich nicht gefallen hat“, meinte Hoeneß in einem Interview mit der Frankenpost im Jahr 2017. Hoeneß warf dem Brasilianer nach dessen Abschied heftige Aussagen hinterher, die bei der kürzlichen Rückkehr wieder ausgegraben wurden. Der inzwischen 30-jährige Costa wich bei seiner Vorstellung noch aus, als er auf die Aussagen des Machers des FC Bayern angesprochen wurde, nun zeigte er sich jedoch offen und verständnisvoll.

Gegenüber Sport Bild zeigte sich der Brasilianer demütig und dankbar. „Ich habe vor Uli Hoeneß tiefsten Respekt“, so Costa. „Er hatte einen großen Anteil an meinem ersten Wechsel nach München“, meint der ehemalige Spieler von Schachtar Donezk. „Er hat mich aus der Ukraine zu einem Top-Verein geholt, dafür gesorgt, dass ich auf diese Bühne kam. Das werde ich ihm nie vergessen“, so der fast schon reumütige Costa, der damals offen über einen Abschied aus München redete und sich somit seine Sympathien verspielte.

FC Bayern: Rückkehrer Douglas Costa zeigt Verständnis - „Hätte an Hoeneß‘ Stelle dasselbe gesagt“

„Es ist logisch, dass er damals als Präsident die Interessen des Vereins vertreten hat. Ich habe damit kein Problem. Ich weiß, dass Hoeneß wie ein Löwe für seinen FC Bayern kämpft“, weiß Costa heute. Der inzwischen 30-jährige Profi, der bei seiner Vorstellung zu verstehen gab, dass er „in Italien reifer geworden“ sei.

Costa scheint die damalige Situation heute in einem anderen Licht zu sehen und fügt hinzu: „Die Reaktion von Uli Hoeneß nach meinem Weggang halte ich für nachvollziehbar: Der Verein hat einen Spieler verloren, der wichtig war. In Hoeneß’ Augen ging es mir beim Wechsel damals nur um Geld. Ich hätte an Hoeneß’ Stelle dasselbe über mich gesagt.“ Ums Geld sei es ihm bei seinem Juventus-Wechsel aber zu keiner Zeit gegangen. Per Leihe kam Costa nun vom italienischen Serienmeister zurück, ein Jahr lang wird er in der Bundesliga spielen. In der Champions-League-Partie gegen Atletico Madrid wird Costa höchstwahrscheinlich nur auf der Bank sitzen. (ajr)

Rubriklistenbild: © picture alliance/Marco Donato/FC Bayern München/dpa

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