Bernat, Rode, Götze, Rafinha: Die tz-Analyse

Wer hat seine Chance beim Bayern-Sieg genutzt?

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Mario Götze, hier am Boden, bekommt Rückendeckung von Matthias Sammer.

München - Beim Bayern-Sieg in Dresden hatte ein Wackel-Quartett die Chance, sich für einen Startelf-Einsatz in Dresden zu empfehlen. Die tz hat genau hingeschaut.

Die Saison ist noch jung, die Problematik aber schon sehr präsent: Pep Guardiola hat zu viele Klasse-Spieler für zu wenig Plätze in der Mannschaft. „Sauer sein ist erlaubt, und am nächsten Tag Gas geben!“, hatte Kapitän Philipp Lahm als Lösung für alle ausgemacht, die auf der Bank oder gar der Tribüne gelandet sind. „Dresden ist gut für die, die nicht gespielt haben“, meinte Arjen Robben. Wer dieses Benefizspiel, das der FC Bayern mit 3:1 gewann, nutzen konnte und sich Hoffnungen auf Hoffenheim am Samstag machen kann? Die tz hat in Dresden bei den potenziellen Startelf-Kandidaten, Bayerns Wackel-Quartett, genau hingeschaut!

Juan Bernat: 49 Pflichtspiele hat der Spanier vergangene Saison für den FC Bayern gemacht – und nun ist erst mal Schluss? Bernat lässt sich bislang nicht vom Vertrauensentzug beeinflussen, spielt weiter seine Linie durch. Und das bedeutet: wenig Fehler, viel Engagement. Am Montag begann er als linker Außenverteidiger, wirkte sicher, ging häufig mit nach vorn. Er hat das Kurzpass-Spiel vollkommen verinnerlicht, kann auf jeden Fall problemlos ins Team beordert werden! Sein Tor am Montag dürfte ihn zusätzlich beflügeln.

Sebastian Rode: Durfte im Mittelfeld auf seiner Lieblingsposition irgendwo zwischen Abwehr und Offensivreihe ran, zudem schien der tiefe Boden wie geschaffen für den Kämpfer, der im Vorjahr so sicher und selbstbewusst aufgetreten war. Am Montag aber wollte er augenscheinlich zu viel: Immer wieder verrutschten ihm Annahmen, wollte er Bälle durchstecken, fehlte es an Konzentration und Genauigkeit. Man konnte direkt sehen, wie ihn so etwas ärgert. Das reicht wohl noch nicht.

Mario Götze: In Hälfte eins stand ein Schuss aus kurzer Distanz zu Buche, und zwar voll auf den Keeper (27.). Auch danach eher unauffällig gegen aggressive Sachsen. Doch Matthias Sammer stellte sich vor Götze: „Wir lassen den Mario jetzt einfach mal Fußball spielen. Lasst ihn einfach Fußball spielen. Ich muss nach jedem Spiel – und Mario selber auch – Fragen beantworten. Wir arbeiten gemeinsam an den fehlenden ein, zwei Prozent. Aber es wird nicht leichter, wenn wir permanent darüber reden Es ist alles gut, ich habe Verständnis und versuche das immer gut zu beantworten. Aber es war dann heute das letzte Mal. Wir arbeiten jetzt, geben Gas – und nehmen den Mario in den Arm!“

Rafinha: Früher galt der Brasilianer als einziger Ersatz für Philipp Lahm auf der rechten Seite und musste dementsprechend darauf hoffen, dass der Kapitän vom Trainer ins Mittelfeld geschoben wird oder eine Pause bekommt. Mittlerweile präsentiert sich der 29-Jährige flexibler, macht auch in der Innenverteidigung einen ordentlichen Job! Am Montag hielt er sogar den Riesen Värynen in Schach. Da Pep sehr auf Flexibilität steht, ist Rafinha bereit für Hoffenheim! Immerhin machte er seine Aufgabe nicht schlechter als der gerlernte Innenverteidiger Dante neben ihm.

mic

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