Bayern-Aufsichtsrat

Uli Hoeneß wieder Präsident? Das sagt Edmund Stoiber

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Zwei Rote durch und durch: Aufsichtsratsmitglied Edmund Stoiber (r.) adelt Ex-Präsident Uli Hoeneß.

München - Uli Hoeneß lässt seine Zukunft beim FC Bayern weiter offen. Kaum jemand drängt den Ex-Präsidenten zurück auf den Posten. Nun meldet sich Edmund Stoiber zu Wort.

Seit einer Woche ist Uli Hoeneß nach seiner Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung wieder auf freiem Fuß. In diesen sieben Tagen durfte landauf landab nahezu jeder Fußball-Experte seine Meinung zum früheren Bayern-Boss kundtun. Die Frage aller Fragen: Sollte der 64-Jährige noch einmal auf den Präsidenten-Posten an der Säbener zurückkehren?

Uli Hoeneß (l.) und Edmund Stoiber.

Edmund Stoiber scheint sich damit gar nicht erst aufzuhalten. In der Sport1-Sendung "Doppelpass" unterstrich das Aufsichtsratsmitglied der Roten: "Uli Hoeneß ist eine Institution für die Bayern mit und ohne Amt." Klare Ansage: Der langjährige Erfolgs-Manager, der den FCB erst zu einer Weltmarke geformt hat, ist beim Rekordmeister ohnehin unantastbar.

Gleiches gilt für Pep Guardiola schon lange nicht mehr. Spätestens seit sein Wechsel zu Manchester City durchgesickert ist, wird der Katalane von vielen Fans extrem kritisch beäugt. Stoiber kann diese Haltung wohl verstehen, ist aber auch fasziniert vom Bayern-Trainer: "Er polarisiert nicht. Er ist ein Besessener. Er ist ein Trainer, der Tag und Nacht arbeitet. Er lebt den Fußball extrem aus und geht auch mal unkonventionell an die Spieler ran."

Stoiber über Kimmich und das Top-Spiel

Pep Guardiola (l.) und Joshua Kimmich.

Mit dieser Masche kitzelt Guardiola bei vielen Profis noch ein paar Extra-Prozentpunkte heraus. Joshua Kimmich ist da das beste Beispiel. Nach den Verletzungen von Jerome Boateng, Javi Martinez und Holger Badstuber springt der Youngster in die Bresche - und das mit Bravour. "Es ist schon das Auge des Trainers, so einen Spieler zu fordern und auch zu fördern", lobte Ex-Ministerpräsident Stoiber: "Joshua Kimmich war sein Wunschtransfer. Mit 21 Jahren Stammspieler beim FC Bayern München zu sein - das ist sicherlich sein Werk."

Auch im Liga-Gipfel bei Borussia Dortmund lieferte der 8,5-Millionen-Euro-Transfer ab, machte BVB-Knipser Pierre-Emerick Aubameyang das Leben schwer. Das torlose Spiel hat Stoiber "begeistert. Das war ein 0:0 für den FC Bayern. Sie sind solche Schlüsselspiele gewohnt. Es fällt schon auf, dass die Bayern immer mit einer hohen Offensivkraft spielen."

"Bundesliga besser als Premier League"

Der 74-jährige CSU-Politiker empfand die 90 Minuten von Dortmund als "Riesenwerbung für die Bundesliga. Es ist mittlerweile ein Clásico." Und dann verteilte er noch einen Seitenhieb gegen Guardiolas künftige sportliche Heimat: "Die Qualität der Bundesliga ist auch in den mittleren und unteren Regionen insgesamt besser als die in der Premier League!"

Nicht nur der langjährige Bayern-Fan schwärmte vom Bundesliga-Krösus. Der frühere Hoffenheimer Trainer Markus Gisdol zog ebenfalls den Deutschand-England-Vergleich und stellte angesichts von 63 FCB-Punkten in der Bundesliga fest: "Wenn der FC Bayern München in der englischen Liga spielen würde, wären sie auch mit acht Punkten vorne. Sie sind mit Barcelona die allerbeste Mannschaft in Europa." Das würden wohl auch viele andere Fußball-Experten so unterschreiben.

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