Personalsorgen beim Rekordmeister

Comeback-Trio für Rumpf-Team: FCB ohne Sieben in Frankfurt

Zwei der drei Comebacker: Jerome Boateng (l.) und Javi Martinez.
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Zwei der drei Comebacker: Jerome Boateng (l.) und Javi Martinez.

Der FC Bayern München tritt beim Team der Stunde in Frankfurt aus, muss aber viele Ausfälle verkraften. Drei Profis sind aber dafür wohl wieder am Start.

München - Der FC Bayern trifft am Samstag auf die beste Mannschaft des Jahres. Klingt komisch, ist aber so. Im laufenden Kalenderjahr hat die Frankfurter Eintracht von allen Bundesligisten die meisten Punkte geholt, die meisten Tore erzielt und stellt in André Silva zudem den Toptorschützen 2021 mit neun Treffern aus acht Ligapartien. Die SGE empfängt die Münchner auf Tabellenplatz drei und im Bewusstsein, dass gerade jetzt ein mehr als guter Moment sein könnte, um den Sixpack-Siegern aus dem Süden eins auszuwischen. Jetzt wollen die Adler dicke Bayern-Beute machen!

Hansi Flick ist gewarnt. „Frankfurt hat einen guten Lauf und wir einige Spieler, die nicht dabei sein können“, erklärte der Cheftrainer der Münchner die Grundvoraussetzungen vor dem Duell in Hessen. Trotz der aktuellen Personalsituation ließ er jedoch ausrichten, dass auch dezimierte Bayern gefährliche Bayern sein können. Flick klipp und klar: „Wir können zwar nicht aus dem Vollen schöpfen, dennoch glaube ich, dass wir eine enorme Qualität haben.“ Worte, die ihm sein Gegenüber Adi Hütter allzu gerne abnimmt: „Sie nehmen uns anders wahr als Bielefeld, sie werden uns nicht auf die leichte Schulter nehmen und auch eine andere Einstellung zeigen“, so der Cheftrainer der SGE.

Martinez, Goretzka und Boateng dürften in Frankfurt zurückkehren

Und es sind ja nicht alles schlechte Nachrichten an der Säbener Straße. Auch wenn die Positivfälle von Thomas Müller und Benjamin Pavard sowie die schwere Verletzung von Corentin Tolisso alles überschatteten, so wartete Flick auch mit durchweg guten Entwicklungen auf. Konkret: Sowohl die von Corona genesenen Javi Martínez und Leon Goretzka als auch Jerome Boateng, der sich aus privaten Gründen eine kurze Auszeit genommen hatte, dürften in Frankfurt wieder mit von der Partie sein. Flick wollte noch das Abschlusstraining am Freitag abwarten, meinte aber: „Ich glaube nicht, dass es Komplikationen gibt und sie im Kader stehen.“

Gerade mit Blick auf den Ausfall Tolissos im Zentrum ist also Abhilfe geschaffen, die wohl größte Lücke im Team klafft jedoch hinten rechts. Der Corona-Fall Pavards und die – gelinde ausgedrückt – ausbaufähige Vorstellung von Ersatzmann Bouna Sarr gegen die Arminia aus Bielefeld (3:3) stellen Flick gerade mit Blick auf die geballte Frankfurter

Auch Frankfurt vom Pech verfolgt - Silvas Einsatz fraglich

Offensivpower vor ein Problem. Niklas Süle nach rechts ziehen und Boateng auf die halbrechte Innenverteidigerposition? Süle doch in der Abwehrmitte lassen und mit Blick auf den Gegner vielleicht Joshua Kimmich auf seine altbekannte Position hinten rechts zurückbeordern? Oder doch das Risiko mit Sarr gehen? Die Option Süle gilt als die wahrscheinlichste, schließlich wird Kimmich dringend in der Zentrale benötigt. Jedenfalls sei es eine „Herausforderung“, betonte Flick mehrfach.

Immerhin: Der Kontrahent scheint auch etwas vom Pech verfolgt. Ausgerechnet der Frankfurter Torgarant André Silva wackelt für die Partie, nachdem er die Einheit am Mittwoch aufgrund von Rückenproblemen abbrechen musste. „Wir werden alles tun, damit er spielen kann“, meinte Hütter, der für den Fall der Fälle auch Real-Leihe Luka Jovic in der Hinterhand hätte. Auch nicht schlecht…
- José Carlos Menzel López

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