Ära Flick nahm ihren Anfang

FC Bayern: Flick-Elf will ein Jahr nach Kovacs Peinlich-Pleite und Rauswurf die Adler rupfen - mit Sané?

Der FC Bayern hat eine große Entwicklung hinter sich, seit Hansi Flick vor einem Jahr nach einer Klatsche gegen Frankfurt von Niko Kovac übernahm. Nun kommt die Eintracht nach München.

  • In der Champions League trumpfte der FC Bayern am Mittwoch gegen Atletico Madrid auf.
  • Jetzt ist wieder Zeit für Bundesliga: Eintracht Frankfurt ist am Samstag zu Gast in der Allianz Arena.
  • Trainer Hansi Flick kann dabei auch auf Leroy Sané zurückgreifen. Mit der Elf von Kovacs letztem Spiel gegen Frankfurt (1:5) hat der heutige FCB wenig zu tun.
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München - Weiter im Programm! Keine zweieinhalb Tage nach dem überzeugenden Auftakt in der Champions League gegen Atlético Madrid (4:0) wartet in der Bundesliga bereits die nächste Aufgabe auf den FC Bayern. Die Münchner empfangen Eintracht Frankfurt, eine Mannschaft, die beim jüngsten Karriereaufstieg des Hansi Flick keine ganz unbedeutende Rolle einnimmt. Zur Erinnerung: Vor knapp einem Jahr, am 2. November 2019, fegten die Adler den FCB mit 5:1 vom Rasen und damit auch gleich Niko Kovac vom Trainerstuhl. Was folgte, ist Geschichte: Hansi kam, sah – und führte die Bayern zum Triple.

FC Bayern München: Radikaler sportlicher Wandel nach dem Trainerwechsel

Die Bayern, die die Mannschaft von Trainer Adi Hütter am Samstag (15.30 Uhr, Sky) in der Allianz Arena empfangen, haben so gut wie gar nichts mehr mit damals zu tun. Selbst Flick, seines Zeichens Euphoriebremser vor dem Herrn, musste bei der Frage nach dem, was ihn denn aktuell an seiner Mannschaft noch so alles stört, kurz überlegen – erfolglos. „Rein sportlich ist alles in Ordnung“, meinte der Cheftrainer am Freitag. Und abseits des Rasens? „Die aktuelle Situation mit Corona stellt für uns alle eine wahnsinnige Herausforderung dar“, so der 55-Jährige.

Natürlich. Nach dem postiven Test Test von Serge Gnabry soll laut Bild auch ein Mitglied des Staffs das Virus haben, „aufgrund des Datenschutzes“ wollte Flick jedoch nicht näher darauf eingehen. Wie schon am Rande der Partie gegen Atlético ermahnte er dazu, die Anweisungen der Behörden noch intensiver zu befolgen, „alles andere müssen wir abwarten. Wir konzentrieren uns nun mit den Spielern, die uns zur Verfügung stehen, auf die Partie gegen Frankfurt.“

Trainierten einst den FC Bayern noch zusammen: Hansi Flick (l.) und Niko Kovac.

FC Bayern: Leroy Sané ist eine Option für das Frankfurt-Spiel

Die gute Nachricht: Einer dieser Spieler ist Leroy Sané. Der Top-Transfer des Rekordmeisters, der im Sommer für 49 Millionen Euro von Manchester City an die Isar gewechselt war, ist nach seiner Kapselverletzung im Knie wieder fit und steht Flick zufolge im Kader für Samstag. Von Anfang an werde er nicht starten, hintenraus sei der 24-Jährige aber durchaus „eine Alternative“. Der Coach weiß, dass gerade bei Sanés Knieapparat äußerste Vorsicht geboten ist. „Man muss Schritt für Schritt gehen. Aber er ist eine Option“, so Flick.

Davon hat er mit Blick auf die Leistungssteuerung in den schier unendlichen englischen Wochen bis Weihnachten übrigens einige. Es ist zu erwarten, dass Flick auch beim Duell gegen die Adler, bei dem auch noch Corentin Tolisso gesperrt fehlt, wieder den Rotationshebel ansetzt. Ob Thomas Müller wie schon gegen Atlético den erkrankten Gnabry rechts außen vertritt oder wieder in die Zentrale rückt und Douglas Costa dafür eine Chance von Beginn an bekommt, bleibt abzuwarten. „Wir haben zu allen Spielern Riesenvertrauen, weil ich ihre Qualität im Training sehe und erkenne, dass man problemlos Wechsel vornehmen kann, um anderen vielleicht mal eine Pause zu geben.“

Ein Ritt auf der Rasierklinge bleibt es. Die Gegner lauten nicht mehr nur Frankfurt, sondern auch Corona, Strapazen & Co. „Beschwerden sind keine Option“, bekräftigte Flick, auf den ab kommender Woche vier Auswärtsfahrten (u. a. nach Moskau) warten. „Es ist so, es ist Fakt. Damit müssen wir umgehen und das Beste daraus machen.“ Oder wie Oliver Kahn sagen würde: Weiter, immer weiter! - J. C. Menzel López

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