1. tz
  2. Sport
  3. FC Bayern

FC Bayern: Die Einzelkritik zum „Klassiker“ beim BVB - zwei Vierer und nur einmal Bestnote

Erstellt:

Von: Philipp Kessler

Kommentare

Robert Lewandowski (3.v.r.) sah als einziger FCB-Spieler die Note eins.
Robert Lewandowski (3.v.r.) sah als einziger FCB-Spieler die Note eins. © Revierfoto/imago-images

Beim Spitzenspiel in Dortmund ging der FC Bayern trotz eines Rückstands als Sieger vom Platz. Die tz-Einzelkritik zum wichtigen 3:2-Sieg der Münchner beim BVB.

Dortmund - Was ein Fußballspiel im Dortmunder Signal-Iduna-Park. Zum 14. Spieltag standen sich der BVB und der FC Bayern München (Anzeige) im Duell um die Tabellenführung gegenüber und schenkten sich dabei nichts. Den schnellen Führungstreffer durch Julian Brandt nach fünf Minuten glich Robert Lewandowski vier Minuten später aus. Erst kurz vor der Pause brachte Kingsley Coman seine Bayern wieder auf die Siegerstraße.

Keine zwei Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Erling Haaland den Ball nach einem Fehler von Dayot Upamecano gefühlvoll an Manuel Neuer vorbei zum 2:2 ins Netz zirkelte. Doch die Partie wurde letztlich durch einen durch Mats Hummels verursachten Handelfmeter entschieden, den Lewandowski verwandelte. Überschattet wurde die Partie von Julian Brandts Kopfverletzung nach einer guten Stunde.

BVB - FC Bayern: Die tz-Einzelkritik - nur einmal Note 1 für die Münchner

Manuel Neuer: Gut aufgepasst, als Dortmund-Star Erling Haaland in der 3. Minute auf ihn zugelaufen kam. Bei den Gegentoren war er machtlos. Note: 3

Benjamin Pavard: Hatte hauptsächlich mit Bellingham zu tun. Agierte vor dem 2:2 auch eher unglücklich, rettete dafür nach rund einer Stunde zweimal vor dem eigenen Tor. Note: 3

Dayot Upamecano: Der Franzose hatte schon beim Pokalfinale vergangene Saison mit Leipzig Probleme, Haaland in den Griff zu bekommen. Auch dieses Mal bereitete der Norweger ihm das ein oder andere Mal Probleme – beispielsweise beim 2:2. Krachte mit dem Kopf mit Brandt zusammen, konnte im Gegensatz zum Dortmunder aber weitermachen. Note: 4

Lucas Hernández: Verteidigte stark, gewann fast jeden Zweikampf – auch dank seines guten Stellungsspiels. Der Weltmeister von 2018 musste nach einem geblockten Schuss mit Schmerzen im linken Fuß ausgewechselt werden. Note: 2 (ab 74. Niklas Süle: o.B.)

Alphonso Davies: Ließ sich von Julian Brandt vor dem 0:1 ausspielen. Durch seine Schnelligkeit konnte er in der Defensive aber hin und wieder auch retten. Agierte offensiv zögerlicher als sonst. Note: 4

Leon Goretzka: Nach Patellasehnen-Problemen im Knie ist er rechtzeitig einsatzbereit geworden. Er war der aggressivere der beiden zentralen Mittelfeldspieler der Bayern, die nicht ihr bestes Spiel zeigten. Note: 3 (ab 65. Jamal Musiala: o.B.)

Corentin Tolisso: Mit dem Selbstvertrauen aus seinen letzten Startelf-Auftritten versuchte er, auch selbst mehr voranzugehen, gab Davies auch mal lautstark Anweisungen. Er haderte aber ebenso hin und wieder mit seiner Leistung – teils zu Recht. Er kann mehr, hatte allerdings auch ein paar gute Momente dabei, mit ein einigen genauen langen Bällen. Hatte in der Nachspielzeit das 4:2 auf dem Fuß, schoss allerdings aus der Entfernung am leeren Tor vorbei. Da wäre ein Zuspiel auf den mitgelaufenen Davies besser gewesen. Note: 3

Kingsley Coman: Hatte nach Hummels-Fehler die große Chance zur Führung, aber BVB-Keeper Gregor Kobel konnte seinen Schuss parieren. Kurz vor der Pause hatte er mehr Glück im Abschluss, sein abgefälschter Versuch ging zum 2:1 ins Tor. Scheiterte in der 57. Minute nochmals an Kobel. Coman wirbelte viel auf seiner rechten Seite. Note: 2 (ab 88. Tanguy Nianzou: o.B.)

Thomas Müller: Bereitete das 1:1 von Lewandowski mit vor. War selbst aber kaum gefährlich. Note: 3

Leroy Sané: Sein Distanzschuss in der 12. Minute ging knapp vorbei. Insgesamt war er sehr bemüht, aber viel Zählbares kam dabei nicht rum. Note: 3 (ab 65. Serge Gnabry: o.B.)

Robert Lewandowski: Der Ex-Dortmunder wurde bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen und mit Messi-Sprechchören provoziert. Das brachte ihn aber nicht aus der Ruhe. Erzielte das 1:1 eiskalt. Und traf auch noch per Elfer zum 3:2. Seine Auswärtstore Nummer 117 und 118 in der Bundesliga, damit zog er am bisherigen Rekordhalter Klaus Fischer vorbei. Note: 1 (pk)

(ajr)

Auch interessant

Kommentare