Irre Transfer-Taktik

Haaland-Berater benutzt den FC Bayern als Druckmittel - wechselt der BVB-Stürmer nach München?

BVB-Stürmer könnte im Sommer 2022 dank einer Ausstiegsklausel zum FC Bayern wechseln.
+
BVB-Stürmer könnte im Sommer 2022 dank einer Ausstiegsklausel zum FC Bayern wechseln.

Haaland-Berater Mino Raiola will den BVB-Stürmer in diesem Sommer transferieren. Der FC Bayern wird als Druckmittel missbraucht, könnte im kommenden Jahr aber tatsächlich profitieren.

München/Dortmund - Borussia Dortmund droht wie fast jedes Jahr auch in diesem Sommer ein gefühlt unendlicher Transfer-Poker um seinen Topstar. Diesmal ist Wunder-Stürmer Erling Haaland das Objekt der Begierde europäischer Spitzenklubs. Kurioserweise könnte davon nun der FC Bayern profitieren und sich die norwegische Tormaschine unter den Nagel reißen.

Klar, die Bayern verfügen bereits über eine Maschine, die Tore am Fließband produziert: Ihr Name lautet Robert Lewandowski. Trotzdem hat man in München nicht vergessen, welchen Effekt der Pole mit seinem Wechsel 2014 ausgelöst hat. Damals kam Lewandowski ablösefrei aus Dortmund und schwächte den direkten Konkurrenten massiv. Der BVB war zu diesem Zeitpunkt auf Augenhöhe mit dem Branchen-Primus, wurde 2011 und 2012 Deutscher Meister und verlor das Champions-League-Finale 2013 gegen die Bayern kurz vor Schluss denkbar knapp. Seitdem ist der FC Bayern in Deutschland wieder unangefochten die Nummer eins.

Haaland-Berater benutzt FC Bayern als Druckmittel - 2022 hat der BVB-Stürmer eine Ausstiegsklausel

Der BVB wollte dieses Szenario unter allen Umständen verhindern und ging sogar das Risiko ein, Lewandowski ohne Ablöse ziehen lassen zu müssen. Die Bosse hofften bis zuletzt auf einen Verbleib ihres Topstürmers, wie sich später herausstellte vergebens. In Dortmund haben sich die Verantwortlichen geschworen, dass sich so etwas nicht wiederholen darf. Von dieser schwelenden Angst weiß auch Haalands Berater Mino Raiola und will sich diese nun offenbar zu Nutze machen.

Der berüchtigte Spielerberater möchte seinen Klienten unbedingt schon diesen Sommer bei einem europäischen Schwergewicht unterbringen. Das machte zuletzt ein Spanien-Trip gemeinsam mit Haalands Vater Alfe-Inge deutlich. Wie die britische Sportjournalisten Lea Smith von CaughtOffside berichtet, laufen derzeit im Hintergrund intensive Gespräche zwischen Raiola und den BVB-Bossen. Laut Smith droht Raiola mit einem Haaland-Wechsel im Sommer 2022 zum FC Bayern, sollten die Dortmunder einen Transfer in der kommenden Wechselperiode blockieren. Haalands Vertrag läuft noch bis 2024, allerdings soll darin für nächstes Jahr eine Ausstiegsklausel in Höhe von 75 Millionen Euro verankert sein.

Erling Haaland: Mega-Ablöse im Sommer - oder Lewy-Nachfolger beim FC Bayern?

Zuletzt hieß es, dass die Dortmunder Verantwortlichen ab einer Summe von 150 Millionen Euro schwach werden könnten. Bei erwähntem Besuch in Spanien soll es erste Verhandlungen der Haaland-Seite mit dem FC Barcelona und Real Madrid gegeben haben. Die beiden Großklubs sind jedoch finanziell nicht auf Rosen gebettet, kaum vorstellbar, dass sie diesen Betrag stemmen könnten. In England soll es aber weitere und deutlich zahlungskräftigere Interessenten am Norweger geben, der in Leeds geboren wurde, weil sein Vater im Jahr 2000 für die Whites auf Torejagd ging.

Der FC Bayern hat bereits bekräftigt, dass der Klub nicht bereit ist, erst Recht nicht in Corona-Zeiten, solch astronomische Summen zu bezahlen. 75 Millionen Euro im Sommer 2022, wenn sich die Situation bis dahin womöglich auch für die Bayern wieder gebessert hat, könnten die Bosse ins Grübeln kommen. Lewandowski wäre dann gerade 34 Jahre alt und könnte mithelfen den dann 22-jährigen Haaland als seinen Nachfolger aufzubauen. Der neue Bayern-Trainer Julian Nagelsmann, der für eine Rekord-Ablöse verpflichtet wurde, hat bereits in Leipzig bewiesen, dass es in seinem System auch mit zwei klassischen Stürmern funktionieren kann. In der vergangenen Saison erzielte das Sturmduo Timo Werner und Patrik Schick zusammen 38 Ligatore. (ck)

Auch interessant

Kommentare