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Alarm beim FC Bayern? Hinter den Kulissen laufen wohl schon Diskussionen

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Von: Tom Offinger

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Stechen zwei Bundesliga-Rivalen den FC Bayern bei Karim Adeyemi aus? Sportvorstand Hasan Salihamidzic hat namhafte Konkurrenz.
Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic hat auch außerhalb der Transferperiode viel zu tun. © Sven Simon / Imago

Die Gerüchteküche rund um den FC Bayern läuft einmal mehr auf Hochtouren. Bei einem Treffen fiel nun wohl auch der Name Erling Haaland.

München - Die Transferdiskussionen um BVB-Star Erling Haaland als wild zu bezeichnen, gleicht fast schon einer Untertreibung. Der Norweger ist erst 21 Jahre alt und schießt Tore wie am Fließband, egal ob in der Bundesliga oder der Champions League. Alle großen europäischen Vereine stehen Schlange und überbieten sich mit extravaganten Angeboten und Ablösesummen. Dabei möchte auch der FC Bayern mitmischen - allerdings birgt der Bieterstreit auch ein großes Risiko.

Erling Haaland: BVB-Star unwiderstehlich gut - bald für den FC Bayern am Ball?

„60 Spiele, 60 Tore, da muss man hinschauen, sonst wären wir ja Voll-Amateure“, unterstrich Sportdirektor Hasan Salihamidzic im August während einer Sendung des Doppelpass. Erling Haaland ist ein Thema an der Säbener Straße, auch wenn in der Vergangenheit immer wieder betont wurde, dass die finanziellen Mittel des deutschen Rekordmeisters nicht für gigantische Transfers ausreichen.

Doch Haaland ist anders: Der wuchtige und schnelle Stürmer trifft nach Belieben und wird, da sind sich viele Experten in der Fußballwelt einig, Borussia Dortmund im kommenden Sommer verlassen. Zu groß sind die Versuchungen der besten Klubs mit den Aussichten auf große Titel.

Wuchtig, schnell und treffsicher? Haben die Münchner nicht schon so einen Stürmer, der amtierender Weltfußballer ist? Robert Lewandowski kam 2014 ebenfalls aus Dortmund an die Isar und ist seitdem die personifizierte Torgefahr der Münchner. Auch er kennt die Diskussionen um seinen potenziellen Nachfolger, doch genau die könnte nun zum großen Problem an der Säbener Straße werden: Die Zukunft des 33 Jahre alten Polen ist nämlich mehr als ungeklärt.

Robert Lewandowski: Vorzeitiger Abschied vom FC Bayern steht im Raum

Offiziell ist Lewandowski noch bis zum Sommer 2023 an den FC Bayern gebunden, an ein Karriereende denkt der Torjäger nicht. Einige Jahre will der Pole auf jeden Fall noch spielen, gerade nach der abgelaufenen Saison besteht auch kein Verdacht auf Altersmüdigkeit. Doch „Lewy“ und sein Berater Pini Zahavi halten sich derzeit alle Optionen offen, ein klares Bekenntnis fehlt und könnte im Zuge der Haaland-Diskussionen noch unwahrscheinlicher werden.

Sollte sich Lewandowski tatsächlich für einen Tapetenwechsel entscheiden, ist der Norweger definitiv eine Option, berichtet die Bild. Informationen der Zeitung zufolge soll nun, hinter den Kulissen, bereits darüber diskutiert worden sein, was bei einem Lewandowski-Abgang im Sommer 2022 passiert. Demnach fiel im Vorstand auch der Name Haaland, inklusive geschätzter Summen für Ablöse, Gehalt und Berater-Honorar. Darüber hinaus gibt es im Bereich Angriff noch eine weitere Personalie, an der die Münchner mit Hochdruck arbeiten.

Im Video: Kann sich der FC Bayern München Erling Haaland überhaupt leisten?

So viel ist klar: Sollte der Bayern-Albtraum wahr werden und Lewandowski den Verein tatsächlich schon in wenigen Monaten verlassen, dann müsste man für Haaland tief in die Tasche greifen. Alleine die Ablösesumme wird auf rund 75 Millionen Euro geschätzt. Dank jener Ausstiegsklausel ist das wohl noch relativ günstig, laut transfermarkt.de hat der Stürmer derzeit einen Marktwert von 150 Millionen Euro.

FC Bayern: Kahn und Salihamidzic tanzen auf dem Drahtseil

An der Säbener Straße lässt man sich bislang nichts zu dem brodelnden Konflikt anmerken, Präsident Herbert Hainer versucht den Gerüchten eher Wind aus den Segeln zu nehmen. Die Frage, ob der deutsche Fußball-Rekordmeister um den Norweger mitbieten werde, „stellt sich bei uns nicht“, versicherte Hainer im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

„Wir haben in Robert Lewandowski den amtierenden Weltfußballer, der jede Saison Tore schießt wie kein Zweiter. Er hat es in diesem Jahr absolut verdient, den Ballon d’Or zu gewinnen, weil seine Leistungen seit Jahren außergewöhnlich sind“, unterstrich Hainer bestimmend.

So oder so gleicht die Situation, in der sich die Verantwortlichen um Oliver Kahn befinden, einem Drahtseilakt: Einerseits könnte einer der vielversprechendsten Stürmer der letzten Jahre zukünftig das Trikot des FC Bayern München tragen. Andererseits könnte durch diese Verpflichtung oder bloße Gerüchte einer der besten Angreifer der Vereinsgeschichte und einer der besten Spieler der Welt vergrault und zum Abschied gezwungen werden.

Ein Lewy-Kollege steht ebenfalls vor einer unsicheren Zukunft. Lockt nun ein Scheich-Klub?

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