„Wir sind intern in finalen Diskussionen“

Kehrtwende beim FCB: So läuft Bayerns eSport-Offensive

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Der FC Bayern München steigt in den eSport ein.

Der Rekordmeister steigt jetzt doch in den eSport ein. Der Verein kooperiert dafür mit einem japanischen Spielehersteller - FCB-Boss Rummenigge schließt allerdings eine Sache aus.

  • Der FC Bayern München steigt in den eSport ein.
  • Andere Vereine sind in dem Bereich schon länger aktiv.
  • FCB-Boss Rummenigge enthüllte jetzt Details der eSport-Pläne.

München - Uli Hoeneß, Bayern-Präsident a.D., ist bekanntlich kein großer Fan des Internets. Erst vergangene Woche ließ er bei einer Veranstaltung mit folgenden Sätzen aufhorchen: „Ich habe große Sorgen, dass es auch im Fußball in den nächsten Jahren schwieriger wird mit dem Internet, weil ja alle daddeln und nicht mehr draußen kicken wollen. Deswegen müssen wir alle mitei­nander daran arbeiten, dass Jugendliche sich im Freien bewegen und nicht zu Hause am Computer hocken.“

eSport-Offensive des FC Bayern: Rummenigge optimistisch

Der FC Bayern allerdings plant, das „Zu-Hause-am-Computer-Hocken“ zu professionalisieren und steht unmittelbar vor dem Einstieg in den eSport. „Wir sind intern in finalen Diskussionen. Ich kann mir vorstellen, dass wir uns im eSport den Fußballspielen zuneigen“, sagte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge vor wenigen Tagen im Rahmen der FCB-Veranstaltung Digital Campus. 

Heißt: Künftig wird beim Rekordmeister leistungsorientierter Computer-Sport betrieben. Ein Start-Zeitpunkt steht allerdings noch nicht fest. Andere Bundesligisten wie Werder Bremen, Deutscher Meister in der Virtual Bundesliga, oder Schalke 04 haben dieses Feld schon länger für sich entdeckt – weil man damit auch ordentlich Geld verdienen kann.

FC Bayern kooperiert beim eSport mit japanischem Spielehersteller

Rummenigge stellte in diesem Zusammenhang aber bereits klar, dass die Münchner lediglich ein Engagement in der Fußball-Simulation eFootball Pro Evolution Soccer (PES) vom japanischen Spiele­hersteller Konami anstrebt. Mit Konami pflegt der FC Bayern seit vergangenem Sommer eine Partnerschaft. „Wir wollen Erfahrung sammeln auf dem Gebiet und wir werden zeitnah eine Entscheidung fällen. Ich kann mir vorstellen, dass es die pro eSport Soccer sein wird“, sagte der Vorstandboss.

Erstaunlich wäre ein PES-Einstieg jedoch, da Konkurrent FIFA von Electronic Arts im eSport wesentlich fester verankert ist. Die offizielle WM-Serie wird mit FIFA gespielt – wie auch die von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) organisierten VBL Club Championship. In der Liga spielen die eSport-Abteilungen von 22 Profiteams ihren Meister aus. „Wenn, dann mit unseren Partnern – wir sind für Partnerschaften bekannt“, erklärte Rummenigge die Entscheidung.

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eSport-Einstieg des FCB: kein Counter Strike, kein Fortnite

Was die Verantwortlichen hingegen komplett ausschließen, ist ein Einstieg in beliebte Titel abseits des Sport-Genres, wie beispielsweise das Ego-Shooter-Videospiel Counter-Strike oder Fortnite aus dem Battle-Royal-Genre. Letzteres zockten am Mittwoch erst zahlreiche Bundesliga-Profis für den guten Zweck. Als Beispiel könnte den Fußballern die Münchner Basketball-Abteilung dienen, die schon jetzt ein eSport-Team im Spieltitel NBA2K unterhält und bereits das beste europäische Team in diesem Bereich stellt. 

Manuel Bonke

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