Gianluca Vialli

Ex-Profi über Ancelotti-Aus: „So eine Entscheidung treffen nicht die Spieler“

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Carlo Ancelotti musste Ende September seine Sachen beim FC Bayern München packen.

Vor knapp einem Monat wurde Carlo Ancelotti beim FC Bayern beurlaubt. Als Grund gab Präsident Hoeneß an, der Italiener habe einige Spieler als Gegner gehabt. Doch ein italienischer Ex-Profi ist anderer Meinung.

München - Am 28. September, einen Tag nach der niederschmetternden Pleite in der Champions League gegen Paris Saint-Germain (0:3), gab der FC Bayern München die Entlassung von Trainer Carlo Ancelotti offiziell bekannt. Anschließend waren Gerüchte aufgekommen, der Italiener hätte fünf Spieler auf einen Schlag gegen sich aufgebracht. Klub-Präsident Uli Hoeneß bestätigte diese Meldung mit den Worten: „Du kannst als Trainer nicht deine prominentesten Spieler als Gegner haben. Ich habe in meinem Leben einen Spruch kennengelernt: Der Feind in deinem Bett ist der gefährlichste. Deswegen mussten wir handeln.“

Der italienische Ex-Profi Gianluca Vialli glaubt jedoch nicht, dass dies der Grund für die Beurlaubung von Carlo Ancelotti gewesen ist. „Als ich gehört habe, dass die Spieler mit Carlo nicht zufrieden gewesen sein sollen, konnte ich es nicht glauben. Ich war perplex - und ich glaube es auch jetzt noch nicht“, sagte der 53-Jährige gegenüber Sport1. „Bislang war es ja gerade eine von Carlos großartigsten Eigenschaften, eine fantastische Beziehung zu seinen Spielern zu pflegen.“

„So eine Entscheidung treffen immer die Bosse, nicht die Spieler“

Vialli, der während seiner aktiven Karriere als Fußballer unter anderem bei Sampdoria Genua, Juventus Turin und beim FC Chelsea spielte, geht vielmehr davon aus, dass „jemand im Klub mit den Resultaten und Leistungen nicht zufrieden war. So eine Entscheidung treffen immer die Bosse, nicht die Spieler.“

Ex-Fußball-Profi Gianluca Vialli.

Um Carlo Ancelotti ist es in letzter Zeit ruhig geworden. Zwar ließ sich der 58-Jährige nochmal an der Säbener Straße, im Stadion seines Ex-Klubs FC Chelsea sowie bei der Weltfußballer-Wahl in London blicken. Ein Trainer-Engagement noch in dieser Saison kommt für ihn jedoch eher nicht in Frage. „Man muss vor allem auch sehen, welche Optionen es überhaupt gibt. Vielleicht wird er ja eine Nationalmannschaft bei der WM nächsten Sommer in Russland trainieren“, so Vialli. „Ich glaube aber, dass er sich eine Pause gönnt und erst nächste Saison wieder einsteigt.“

Zuletzt wurde Ancelotti mit mehreren europäischen Teams in Verbindung gebracht, unter anderem aus Italien und England. Auch über einen Wechsel nach China wurde berichtet.

Alle Infos zur Entlassung von Carlo Ancelotti beim FC Bayern können Sie in unserem News-Ticker nachlesen.

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sk

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