Es geht um Millionen

Acht Jahre Gefängnis? Ex-Bayern-Profi Alonso droht lange Haftstrafe

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Xabi Alonso spielte von 2014 bis 2017 beim FC Bayern München.

Die Fußballschuhe hat Xabi Alonso schon lange an den Nagel gehängt. Doch den Ex-Mittelfeldspieler des FC Bayern München holt seine Vergangenheit ein.

München - Oweia, das wird doch wohl kein böses Ende nehmen für Xabi Alonso? Dem Spanier, der drei Jahre lang auch für den deutschen Rekordmeister FC Bayern München die Fußballstiefel schnürte, droht laut Angaben der spanischen Tageszeitung El Confidencial eine lange Haftstrafe.

Weil er angeblich die Einnahmen aus seinen Bildrechten aus seiner aktiven Zeit bei Real Madrid - für die Königlichen spielte der Mittelfeldmann von 2009 bis 2014 - nicht ordentlich versteuert hat, soll Alonso bis zu acht Jahre hinter Gittern wandern.

Bereits vor knapp drei Jahren, im Sommer 2015, hatten die spanischen Steuerbehörden Ermittlungen gegen den inzwischen 37-Jährigen eingeleitet. Alonso wird zur Last gelegt, er habe von 2010 bis 2012 nach seinem Transfer vom englischen Traditionsklub FC Liverpool in die spanische Hauptstadt zu den Königlichen rund zwei Millionen Euro hinterzogen.

Steuersünder Xabi Alonso? Spanische Behörden lassen nicht locker

Im vergangenen Jahr hatte ein Gericht eigentlich das Verfahren gegen den Ex-Mittelfeldlenker des FC Bayern eingestellt. Alonso hatte damals versichert, er sei „allen und jeder einzelnen seiner Steuerpflichten nachgekommen“. Doch der spanische Staat glaubte weiterhin nicht an die Unschuld Alonsos und hatte Einspruch eingelegt gegen die Einstellung des Steuerverfahrens. Alonso sollte drei Millionen Euro Steuern nachzahlen, dazu weitere 2,7 Millionen Euro als Strafe und Zinsen ins spanische Staatssäckel blechen.

Wie das investigative Blatt El Confidencial berichtet, haben die Behörden den Fall nun neu aufgerollt und fordern nun eine Haftstrafe für den Ex-Kicker. Alonso soll seine Finanzgeschäfte über eine Firma auf Madeira abgewickelt haben.

Der Spanier ist übrigens nicht der einzige Fußballer, dem dieses Schicksal widerfährt. Zwei Stars des FC Barcelona wurden identische Verstöße zur Last gelegt: Weltfußballer Lionel Messi und sein argentinischer Kollege Javier Mascherano. Mascherano, einst Teamkollege Alonsos beim FC Liverpool, hatte Einnahmen aus Bildrechten an Firmen auf der Insel Madeira sowie in Miami überwiesen. Vor Gericht räumte er Hinterziehung in Höhe von 1,5 Millionen Euro ein. Er zahlte die Summe inzwischen mit den fälligen Zinsen nach. Bei Verhandlungen mit Staatsanwaltschaft und Finanzamt akzeptierte er eine Strafe von einem Jahr auf Bewährung sowie eine Geldstrafe von 800.000 Euro.

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