Respektloser Umgang?

Fall Ribéry: "Das macht man einfach nicht" - Sammer sauer

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Franck Ribéry (r., mit Matthias Sammer) musste am Mittwoch zuschauen.

München - Franck Ribéry schaute am Mittwoch mit Gipsfuß beim Bayern-Training zu. Matthias Sammer hat eine gewisse Respektlosigkeit im Umgang mit ihm erkannt - und zeigt sich sauer.

Es ist wieder Leben an der Säbener Straße. Ein paar hundert Fans waren gekommen, ein knappes Dutzend Fernsehkameras stand parat und immerhin 15 Spieler des FC Bayern kamen heraus. Nach sechs Wochen testeten sie am Mittwoch zum ersten Mal den frisch verlegten Hybridrasen, und auch ein bisschen ihre eigene Leidensfähigkeit nach dem langen Urlaub. Einer hatte es in eben jenem offensichtlich vor lauter Vorfreude etwas übertrieben und konnte gestern nicht dabei sein – Abwehr-Ass Dante fällt aufgrund einer Muskelverletzung, erlitten beim seinem Individualtraining, vorerst aus. Am FCB-Hauptquartier tauchte dafür schon ein neuer Brasilianer auf, um sich dann gleich wieder zu verabschieden: Neuzugang Douglas Costa.

„Wir haben ihn sehr lange beobachtet und sind einfach überzeugt“, sagte Sportvorstand Matthias Sammer über den Mann von Schachtjor Donezk. „Er ist sehr schnell, sehr beweglich, technisch unglaublich gewitzt, intelligent im Dribbling und im Passspiel.“ Und ab jetzt erst einmal weg! Costa bekommt wegen seiner Teilnahme an der Copa América Zeit zum Durschnaufen, gemeinsam mit den Nationalspielern wie Neuer, Götze, Bernat oder auch Lewandowski soll der 30-Millionen-Mann zur Teamvorstellung am 11. Juli dazustoßen. Von da an hat er laut Vertragslaufzeit fünf Jahre Zeit zum Titelsammeln. Eine eindrucksvolle Länge, die Sammer gestern damit verteidigte, dass Costa „ein entwicklungsfähiger Spieler ist“. Nach fünf Jahren in der Ukraine, einem anderen Level als der Bundesliga, „erwarten wir einfach den nächsten Schritt von ihm.“

Robben, Müller und Co. legen los - Ribéry muss zuschauen

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Was er nicht sein soll: Ein neuer Ribéry, der am Mittwoch mit Gipsfuß bei der ersten Einheit zuschaute. Sammer ging sogar so weit, dass er eine gewisse Respektlosigkeit im Umgang mit diesem Thema erkannt hat. Sammer: „Franck ist jetzt über einen längeren Zeitraum verletzt, das ist nicht einfach für ihn. Ich finde, ganz ehrlich: Das macht man einfach nicht. Er ist verletzt, er kann nicht eingreifen. Aber er ist Spieler von Bayern München und wir warten auf ihn. Wir hoffen, dass er gesund und fit zurückkommt. Douglas Costa ist nicht unbedingt der Ersatz von Franck.“

Michael Knippenkötter, Sven Westerschulze

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