Unter Tränen: May verkündet emotional Rücktritt - Schwere Folgen erwartet

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Berater-Aussagen im neuen Licht

Ronaldo-Nachfolger? Warum Bayern um Lewy bangen muss

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Wird Robert Lewandowski (l.) Cristiano Ronaldos Nachfolger, falls dieser Real Madrid verlässt?

Falls Cristiano Ronaldo Real Madrid wirklich verlässt, wäre Robert Lewandowski ein möglicher Nachfolger. Das könnte auch die Attacken des Stürmers und seines Beraters auf Kollegen und Vorgesetzte beim FC Bayern erklären.

Es gibt nur wenige Spieler im Profifußball, deren Transfer eine wahre Wechsellawine auslösen können. Cristiano Ronaldo von Real Madrid zählt definitiv zu dieser Kategorie. Seit Tagen wird spekuliert, ob der Weltfußballer die Königlichen verlassen könnte. Eine Anklage in Spanien wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 14,7 Millionen Euro soll bei Ronaldo zu der Entscheidung geführt haben, die achtjährige Erfolgsgeschichte in Madrid vorzeitig zu beenden. Angeblich fühlt sich der Portugiese in der Angelegenheit zu wenig von seinem Hausverein unterstützt fühlt.

Falls Ronaldo geht: Schnappt sich Real Madrid Bayerns Robert Lewandowski?

Leistungsmäßig stünden dem 32-Jährigen sicherlich alle Vereinstüren dieser Welt offen, die Frage bleibt: Wer ist in der Lage, einen Ronaldo-Deal auch finanziell stemmen? Inklusive Ablösesumme und Gehalt dürfte ein Transfer des Angreifers ein Gesamtvolumen von mindestens 200 Millionen Euro erreichen. Summen, bei denen der FC Bayern jedenfalls nur müde abwinkt. Gerüchte, wonach der Rekordmeister an Ronaldo interessiert sei, verwies der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge ins Reich der Fabel.

Doch sollte Ronaldo Real tatsächlich verlassen, könnte das auch Auswirkungen auf den deutschen Rekordmeister haben - und zwar aus Bayern-Sicht äußerst unschöne. Denn wenn die Königlichen sich um einen Nachfolger bemühen müssten, wäre Robert Lewandowski wohl ganz oben auf der Liste.

Bevor der Pole seinen Vertrag vergangenen Dezember bis 2021 beim FCB verlängerte und zum Rekordverdiener aufstieg, hielten sich wochenlang Meldungen, wonach Lewandowski kurz vor der Unterschrift bei Real stehe. Ähnlich wie bei Ronaldo hätten die Spanier in Lewandowski eine personifizierte Torgarantie auf dem Platz, kaum ein Stürmer auf dem Erdball ist so komplett wie Lewandowski. Dessen großer Traum ist es bekanntermaßen, die Champions League zu gewinnen. Das war auch einer der Hauptgründe, warum er 2014 von Borussia Dortmund nach München wechselte. Geklappt hat es allerdings seitdem noch nicht mit dem Triumph in der Königsklasse. Inzwischen ist der technisch beschlagene Mittelstürmer fast 29 Jahre alt, allzu viel Zeit bleibt ihm also nicht mehr. Wer es vergessen hat: Real gewann in den vergangen vier Jahren drei Mal die begehrteste Trophäe im Klubfußball.

Real Madrid verteidigte im Finale von Cardiff seinen Champions-League-Titel.

In diesen Zusammenhang passt die Information der Bild am Sonntag, wonach Lewandowski mit den bisherigen Transferbemühungen seines aktuellen Arbeitgebers nicht ganz zufrieden ist. Nach dem vorzeitigen Aus in Champions League und DFB-Pokal in der abgelaufenen Saison hatte der Torjäger bemängelt: "In dieser Position, in der wir jetzt sind, fehlt etwas. Wir müssen schauen, was in Zukunft passiert. Es ist nicht perfekt im Moment."

Bayerns bisherige Verstärkungen - Niklas Süle, Sebastian Rudy, Serge Gnabry und Corentin Tolisso - zählen wohl eher nicht zu der Kategorie, die sich Lewandowski vorstellt, um künftig Perfektion zu erreichen. Sieht Lewandowski beim FC Bayern also seine Felle davon schwimmen? Obwohl er für den Rekordmeister in der Endphase der Saison sogar seine Gesundheit aufs Spiel setzte und mit einem äußerst schmerzhaften Bänderriss in der Schulter in die entscheidenden Spiele ging?

Wer bleibt wie lang? So lange laufen die Verträge der Bayern-Stars

Tom Starke: 2018 © AFP
Arjen Robben: 2018 © AFP
Franck Ribéry: 2018 © AFP
Rafinha: 2018 © AFP
Sven Ulreich: 2018 © MIS
Arturo Vidal: 2019 © dpa
James Rodriguez: ausgeliehen bis 2019 © MIS
Juan Bernat: 2019 © AFP
Sandro Wagner: 2020 © sampics / Stefan Matzke
Sebastian Rudy: 2020 © MIS
Joshua Kimmich: 2020 © MIS
Manuel Neuer: 2021 © AFP
Jerome Boateng: 2021 © AFP
Robert Lewandowski: 2021 © AFP
Mats Hummels: 2021 © sampics
Javi Martinez: 2021 © AFP
Thomas Müller: 2021 © AFP
David Alaba: 2021 © AFP
Thiago Alcantara: 2021 © AFP
Renato Sanchez: 2021 (derzeit ausgeliehen bis 2018 an Swansea City) © sampics
Niklas Süle: 2022 © MIS
Corentin Tolisso: 2022 © MIS
Kingsley Coman: 2023 © MIS

Folgt man dieser Logik, bekommen auch die nach Saisonende geäußerte Kritik des Torjägers und das zusätzliche Nachtreten seines Beraters Anfang dieser Woche eine neue Note. Lewandowski hatte sich in einem Interview mit einer polnischen Zeitung über die mangelnde Unterstützung seiner Teamkollegen beschwert. Diese hätten ihm nicht genug geholfen, die Torjägerkanone zu gewinnen. Am Ende kam der Bayern-Stürmer auf 30 Saisontore, sein Konkurrent Pierre-Emerick Aubameyang netzte ein Mal mehr und sicherte sich die begehrte Trophäe für den besten Torschützen der Liga. Im kicker von Montag legte Lewandowski-Berater Maik Barthel nochmal kräftig nach - auch Coach Carlo Ancelotti wurde zur Zielscheibe der Kritik: „Wie mir Robert erzählt hat, gab es keine Unterstützung und keinen Appell des Trainers, Robert im letzten Spiel zu unterstützen, um Torschützenkönig zu werden.“ Lewandowski  sei sowas von enttäuscht gewesen, „wie ich ihn noch nie erlebt habe“, erzählte Barthel.

Keine Reaktion der Bosse auf Kritik aus Lewandowski-Lager

In der Vergangenheit erhielten andere Bayern-Profis für öffentliche Kritik am Verein, am Trainer oder den Teamkollegen von der Klubspitze einen ordentlichen Anpfiff. Man erinnere sich an Karl-Heinz Rummenigge, der vergangenen Dezember von Jerome Boateng gefordert hatte, wieder „back to earth“ zu kommen, seine zahlreichen PR-Auftritte einzudämmen und wieder Leistung auf dem Platz zu bringen. Philipp Lahm bekam von den Bossen 2009 eine Rekord-Geldstrafe inklusive Gardinenpredigt aufgebrummt für ein Interview in der Süddeutschen Zeitung, in dem er die generelle Ausrichtung des Klubs anprangerte.

Im Fall von Lewandowski und seinem Berater herrscht bei den Bayern-Bossen auffallende Stille. Während Rummenigge sich in Sachen Ronaldo-Gerücht sogar zu einer Pressemitteilung genötigt fühlte, hält er nach den harschen Vorwürfen des Lewandowski-Lagers die Füße still. Weil die Kluboberen wissen, wie unersetzlich der Pole im Bayern-Kader ist? Und weil sie ihm keine Gründe für einen Abgang zu Real liefern wollen?

Bei allen Spekulationen bleibt allerdings auch festzuhalten: Lewandowski ist vertraglich bis 2021 an die Münchner gebunden. Also selbst wenn Real auf der Suche nach einem Ronaldo-Nachfolger an der Säbener Straße vorstellig würde, hätte der FC Bayern das Heft des Handelns fest in der Hand - und könnte zumindest die Konditionen des möglichen Megatransfers bestimmen.

Transfergerüchte und aktuelle News: Welche Spieler holt der FC Bayern München 2017?

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