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Bayern-Juwel Zirkzee: „So schnell wie möglich“ in die Bundesliga

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Joshua Zirkzee für verschiedene Teams des FC Bayern in dieser Saison schon 20 Tore erzielt. © mis

Joshua Zirkzees Startelfdebüt beim 5:1-Sieg gegen Schalding-Heining hätte kaum besser laufen können. In seiner zweiten Saison beim FC Bayern nimmt der Niederländer immer mehr an Fahrt auf.

Nach dem überragenden Sieg der kleinen Bayern gegen Schalding-Heining am vergangenen Freitag stand vor allem ein Spieler im Vordergrund: Joshua Zirkzee! In Abwesenheit der Top-Talente Yeong, Shabani und Mai avancierte der 17-Jährige zum Matchwinner. Sein Startelf-Debüt veredelte der niederländische U-18-Nationalspieler mit drei Treffern sowie einer Vorlage und revanchierte sich damit ausgiebig für Holger Seitz‘ Vertrauen. 

Die Frage, ob es denn tatsächlich drei Tore waren oder ob es sich beim zwischenzeitlichen 5:0 doch um ein Eigentor handelte, beantwortete der junge Bursche bereits wie ein abgezockter Torjäger. „Drei“, lautete die kurze, aber selbstbewusste Antwort Zirkzees. Dennoch bleibt der Mittelstürmer, der im Sommer 2017 aus der Jugend von Feyenoord Rotterdam zu den Bayern wechselte, bescheiden und gibt das Lob an seine Kollegen weiter: „Wir haben gut gespielt. Fünf Tore und nur ein Gegentor, das sagt ja genug.“ 

Allzu viel Zeit blieb Zirkzee nicht, um sich an seinem herausragenden Auftritt zu erfreuen. Schon tags darauf beorderte Sebastian Hoeneß den Stürmer in den Kader für die U19-Partie der Bayern in Nürnberg. Diese entschied er nach seiner Einwechslung mit dem Siegtreffer zum 2:1 und veredelte so sein erfolgreiches Wochenende. 

Zirkzees Ziel: So schnell wie möglich in die Bundesliga

Seinen Torriecher stellt Joshua Zirkzee nicht erst mit seinem Hattrick gegen Schalding-Heining unter Beweis. In der A-Junioren Bundesliga Süd/Südwest schoss der junge Mittelstürmer elf Tore in 13 Spielen. Damit ist er bester Knipser der FCB-A-Junioren und erster Verfolger von Ingolstadts Maxi Breunig (14 Tore). In der Youth League stehen vier Treffer und drei Assists auf seinem Konto. 

Diese Zahlen können sich sehen lassen. Zirkzee hat sich schnell auf die Liste von Holger Seitz gespielt. Gegen Pipinsried durfte er als Joker zum ersten Mal Regionalliga-Luft schnuppern und zeigte gleich starke Ansätze. Wenige Augenblicke nach seiner Hereinnahme half er fleißig mit, zumindest einen Zähler gegen den Kult-Klub aus dem Dachauer Hinterland zu retten

Die Frage, wo er den Rest der Saison denn am liebsten spielen würde, beantwortet der Teenager ganz in der Manier eines gestandenen Medienprofis: „Ich spiele für Bayern und das freut mich. Für mich ist das egal.“ An Ambition mangelt es Joshua Zirkzee trotzdem nicht. „So schnell wie es geht“ möchte er in der Bundesliga bei den Profis spielen. Geht seine Formkurve wie in den vergangenen eineinhalb Jahren an der Isar weiterhin steil nach oben, dürfte es eine Frage der Zeit sein, bis er eine wirklich ernsthafte Alternative für die erste Mannschaft wird

Text: Roman Schwaiger

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