Flick und Salihamidzic beherrschen Schlagzeilen

Kommentar zum Knatsch beim FC Bayern: Streitkultur ist gut, Egotrips sind schädlich!

Beim FC Bayern drängt trotz - oder gerade wegen - aller sportlichen Erfolge der mutmaßliche Disput zwischen Hansi Flick und Hasan Salihamidzic in den Fokus. Beide sollten aus der Vergangenheit lernen. Ein Kommentar.

München - Streitkultur ist gerade im Süden der Republik ein omnipräsentes und gleichermaßen wohltuendes Gut. Sei es am Stammtisch oder im Parlament: Gegrantelt wird gut und gern! Und das muss auch nicht zwangsweise schlecht sein. In einem offenen wie ehrlichen Disput steckt meistens nicht nur ein Hauch Anerkennung und Respekt, in den meisten Fällen ist er zudem förderlich.

Es heißt, dass Reibung Wärme erzeugt. Sie einen weiterbringt. Solange beide Parteien stets einen gemeinsamen Nenner im Sinn haben. Beim Knatsch zwischen Hansi Flick und Hasan Salihamidzic ist klar, was unterm Strich stehen muss: der FC Bayern!

Knatsch beim FC Bayern: Egos der Protagonisten mindestens so groß wie die Institution

Den Ausführungen des Cheftrainers am Mittwoch war zu entnehmen, dass man sich im Sinne des Erfolgs die Hand gereicht habe. Ist dem so, gibt es keinen Anlass zur Sorge. Das Problem bei Millionen-Unternehmen wie dem FC Bayern ist jedoch, dass die Egos seiner Protagonisten in der Regel mindestens genauso groß sind wie die Institution, für die sie stehen.

A sagt A und B sagt B. Für A ist A die absolute Wahrheit, B dagegen stellt einen Angriff auf die eigene Autorität dar. Aus A und B werden schnell unüberbrückbare Differenzen, sei es bei der Kaderzusammenstellung oder einer simplen Aufstellung. Und wer ist der Leidtragende? C, in diesem Fall die Mannschaft.

Knatsch beim FC Bayern: Flick und Salihamidzic können von Hoeneß und Rummenigge lernen

Auch wenn sich der FC Bayern gerade nicht nur auf dem Rasen, sondern auch in der Chefetage auf dem Weg in die Zukunft befindet, so sollten sich sämtliche Arbeitnehmer stets des FC Bayern der Vergangenheit bewusst sein. Den haben nämlich vor allem zwei Personen groß gemacht, die zwar ebenfalls eine gewisse Streitkultur pflegten, diese jedoch stets im Sinne des Klubs und im Verborgenen auslebten.

Wie oft müssen die Bürotüren von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge im Laufe der Jahrzehnte gekracht haben! Letzten Endes überwog jedoch stets ein gemeinsamer Nenner in Rot und Weiß, der den Klub zu dem gemacht hat, der er heute ist. Er stand immer über ihren (nicht gerade kleinen) Egos. Und nur darauf kommt es an. (lop)

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