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Bayern will Neuhaus - aber reicht dafür das Geld? Verkauf eines Weltmeisters könnte den FCB-Bossen helfen

Der FC Bayern plant einen Transfer von Florian Neuhaus.
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Der FC Bayern plant einen Transfer von Florian Neuhaus.

Der FC Bayern bastelt an einem Wechsel von Florian Neuhaus. In den nächsten Wochen entscheidet sich, ob der Transfer finanziell zu stemmen ist.

München - Der FC Bayern will unbedingt Florian Neuhaus verpflichten. Der Jung-Nationalspieler hat die Bosse in den letzten Wochen restlos überzeugt. Doch auch der deutsche Rekordmeister muss in diesen Zeiten sparen - reicht das Geld noch für Neuhaus?

FC Bayern will Neuhaus verpflichten - aber reicht dafür das Geld?

Eigentlich wollte der FC Bayern in diesem Jahr zur großen Transfer-Offensive blasen. Erst recht, nachdem im letzten Sommer bis auf die Verpflichtung von Leroy Sané eher kleinere Brötchen gebacken wurden. Mit Dayot Upamacano soll ein Neuzugang bereits feststehen. Der Leipziger soll nach den möglichen Abgängen von David Alaba und Jerome Boateng die Lücke in der Innenverteidigung schließen. Die Bosse sind sich offenbar einig, die Ausstiegsklausel von 43 Millionen Euro zu ziehen.

Ein Transfer von Neuhaus hängt also vom finanziellen Spielraum der Bayern ab. Angeblich soll auch der Gladbacher eine Ausstiegsklausel im Vertrag verankert haben. Diese ist mit 40 Millionen Euro aber ebenfalls kein Schnäppchen.

Deshalb ist jeder eingenommene Euro wichtig in Corona-Zeiten, wie Präsident Herbert Hainer und Ehrenpräsident Uli Hoeneß betonen. Rund sechs Millionen Euro hätte der Gewinn des DFB-Pokals gebracht, nach dem bitteren Aus in der zweiten Runde wird der Verlust durch die gut vier Millionen aus der Klub-WM einigermaßen ausgeglichen. Hainer und Hoeneß glauben allerdings nicht, dass ihrem Klub dank der Klub-WM neue Sponsoren zufliegen, auch wenn ein solcher global registrierter Erfolg „für die Marke FC Bayern nicht das Schlechteste“ sei, so Hoeneß.

Bayern-Boss planen mit Abgängen - frisches Geld für Neuhaus?

Als Basis für das Budget in der nächsten Saison zählt der Erfolg in der Bundesliga und der Champions League. Der nächste Meistertitel und vor allem ein weites Vordringen in der Königsklasse würden hohe Millionen-Einnahmen bescheren.

Bei den Gehältern könnte der Bundesliga-Gigant ebenfalls Einsparungen erzielen. Mit David Alaba, Jerome Boateng und Javi Martinez laufen bei drei Topstars die Verträge aus.

Eine weitere Möglichkeit frisches Kapital zu generieren, sind Transfererlöse durch Spielerverkäufe. Als Verkaufskandidat gilt hier Weltmeister Coco Tolisso. An der Säbener Straße neigt sich die Geduld mit dem Franzosen langsam dem Ende, zuletzt wurde er im Mittelfeld sogar von Marc Roca überholt. Tolissos Vertrag läuft noch bis 2022, im Sommer wäre also die letzte Chance den 26-Jährigen gewinnbringend zu verkaufen.

FC Bayern: Toptalente könnten für Geldregen sorgen

Zudem drücken die Bosse ihren Leihspielern die Daumen. Überzeugen die Talente im Ausland, profitiert auch der FC Bayern. Michael Cuisance ist an Olympique Marseille verliehen und soll bestenfalls nicht zurückkehren. Angeblich haben die Franzosen eine Kaufoption über 18 Millionen Euro und planen, den 21-jährigen Mittelfeldspieler fest zu verpflichten.

Im Winter wechselte mit Joshua Zirkzee ein weiteres Talent auf Leihbasis. Der Stürmer schloss sich bis Saisonende dem FC Parma an. Schafft der Serie-A-Klub auch Dank Zirkzee-Toren den Klassenerhalt, könnten dem FC Bayern weitere 15 Millionen Euro winken. Auch bei Eigengewächs Adrian Fein, der an die PSV Eindhoven verliehen ist, gibt es eine Kaufoption. Der 21-jährige Münchner könnte für sechs Millionen Euro beim Götze-Klub bleiben. Alles mögliche Einnahmen, die dann in einen Neuhaus-Transfer fließen? So könnte der FCB-Plan aussehen. (ck)

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