Rückblicke im Fußball-Stammtisch

Bibiana Steinhaus packt live im TV über Bayern-Legende Ribéry aus: „War so freundlich und hat da ...“

Bibiana Steinhaus und Bayern-Star Franck Ribéry im DFB-Pokal-Spiel in Chemnitz.
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Bibiana Steinhaus und Franck Ribéry im „Schnürsenkel“-Spiel.

Aktionen von FC-Bayern-Protagonisten erregen eine besonders hohe Aufmerksamkeit. Das hat auch Bibiana Steinhaus gemerkt - und spricht bei einem TV-Auftritt über zwei besondere Momente.

  • Bibiana Steinhaus spricht im Sport1-Doppelpass über zwei besondere Begegnungen mit Stars des FC Bayern.
  • Pep Guardiola und Franck Ribery gingen bei der viermaligen „Weltschiedsrichterin“ auf Tuchfühlung.
  • Im Sport1-Doppelpass spricht die 41-Jährige über die denkwürdigen Auftritte der beiden FCB-Ikonen.
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München - Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus hat nach der Spielzeit 2019/2020 ihre Pfeife in die Schublade gepackt. Bei Sport1 erzählte die viermalige „Weltschiedsrichterin des Jahres“ nun über außergewöhnliche Vorkommnisse, die sie mit zwei Persönlichkeiten des FC Bayern München hatte.

Zum einen wäre da Pep Guardiola: Mit dem früheren FCB-Coach (heute ManCity) hatte die 41-Jährige im September 2014 eine unschöne Begegnung, als der Spanier unzufrieden mit der Nachspielzeit war.

Im Aufeinandertreffen zwischen dem Rekordmeister und Borussia Mönchengladbach (0:0) verließ der aufgebrachte Trainer seine Coaching-Zone und wurde zudringlich, weil die vierte Offizielle für seinen Geschmack zu wenig Minuten anzeigte. TV-Bilder belegen, wie er einerseits verächtlich ihre Hand schüttelt, ihr später nochmal den Arm auf die Schulter legt.

FC Bayern: Steinhaus über Guardiola - „Irgendwann nicht mehr gesprächsbereit“

Wie bewertet Bibiana Steinhaus das Verhalten des Mannes, der in Manchester offenbar zahlreiche Autos schrottet, fünf Jahre später? „Herr Guardiola hatte Diskussionsbedarf und wir waren nicht einer Meinung. Es gilt dann eben auch mal, gewisse Dinge abzumoderieren. Um zu signalisieren, dass man irgendwann nicht mehr gesprächsbereit ist.“ Der Bayern-Trainer sei dann aber in seine Zone zurückgekehrt und damit sei die Sache für die Schiedsrichterin erledigt gewesen.

Bayern München: Franck Ribery und sein Humor? „Nicht zu viel Beachtung schenken“

Verblüfft zeigte sich Moderator Thomas Helmer über ein weiteres Ereignis, bei dem Spaßvogel Franck Ribéry der Schiedsrichterin die Schnürsenkel gebunden hat. Dazu sagt die 41-Jährige: „Er war so freundlich und hat da Unterstützung geleistet.“ Es handelte sich um eine Szene von August 2017, als Steinhaus das DFB-Pokalspiel zwischen dem Chemnitzer FC und Bayern München leitete.

Bibiana Steinhaus pfiff ihr erstes FCB-Spiel, außerdem debütierte sie in jener Saison als Spielleiterin in Deutschlands höchster Klasse: „Das war kurz vor dem Bundesliga-Debüt. Wir alle kennen Franck Ribéry und seinen Humor. Ich hab es eher als Willkommensgeste empfunden. Man darf gewissen Dingen und Personen nicht zu viel Beachtung und Raum schenken, um es noch mehr aufzuwerten.“ Rückwirkend schilderte die Schiedsrichterin die Situation entspannt, doch sie sagt auch: „Es ist wichtig, ein Signal zu senden - okay, wir haben es jetzt hingenommen. Aber das wird kein zweites Mal passieren“, so Steinhaus weiter.

Bibiana Steinhaus: Schiedsrichterin gibt im Sport-1-Doppelpass interessante Einblicke

Wie sie außerdem erläuterte, seien die Anforderungen im modernen Fußball an einen Schiedsrichter hoch: „Dass es nicht nur alleine um die fachliche Expertise geht, sondern auch um die Frage: Inwieweit ist jemand in der Lage, Menschen zu führen, sie mitzunehmen, sie zu leiten und dem Spiel eine gewisse Richtung mitzugeben.“

Schließlich hatte die Polizistin im „Dopa“ noch ein Lob für Ralf Rangnick parat, der ebenfalls im Fußball-Stammtisch von Sport1 zu Gast war. Sie sprach über die spezielle Charakteristik, die Mannschaften des 62-Jährigen in der Vergangenheit ausstrahlten und wie sich das auf die Schiedsrichter auswirkte:

Rangnick selbst äußerte sich unter anderem über den anstehenden Umbruch in der Defensive des FC Bayern.

Bibiana Steinhaus mit TV-Doppel: Braucht der Profifußball eine verbindliche Frauenquote?

Am Abend zuvor war Deutschlands bekannteste Schiedsrichterin auch im ZDF-Sportstudio zu sehen. Dort wurde sie auf das Thema Frauenquote im Profibereich angesprochen - und erklärte, dass sie davon nichts halte. Vielmehr solle die Leistung „Grundpfeiler“ bei der Auswahl von Unparteiischen sein: „Nur das zählt - dann ist diese Quotendiskussion auch völlig unerheblich.“

Im Supercup zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund (3:2) leitete sie ihr letztes Fußballmatch auf Profiebene. Dem DFB bleibt Steinhaus nunmehr als Video-Assistentin im „Kölner Keller“ erhalten. (PF)

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