Kaiser über Costa und die Konkurrenz

Beckenbauer im tz-Interview: "Götze muss sein Spiel ändern"

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Franz Beckenbauer.

München - Im tz-Interview spricht Franz Beckenbauer über Mario Götze, Douglas Costa und die Konkurrenz. Die Transferpolitik des FC Bayern beurteilt er positiv.

Der Sonntag stand für Franz Beckenbauer ganz im Zeichen des Golfens. Denn vom 24. bis 27. September werden auf dem Beckenbauer Golf Course in Bad Griesbach erstmals die Porsche European ausgetragen. In seiner Funktion als Mitglied des Kuratoriums des Events eröffnete der 69-Jährige in Passau das Kids-Festival des Events. Am Rande seines Ehren-Abschlags sprach der Kaiser mit der tz – weniger über Golf, sondern über seinen FC Bayern.

Herr Beckenbauer, rund 30 Millionen Euro hat der FCB für Douglas Costa auf den Tisch gelegt. Ist er das Geld wert?

Beckenbauer: Das ist schon ein Guter. In seiner Zeit bei Donezk ist er mir schon ein paar Mal aufgefallen, auch in den Spielen gegen den FC Bayern in der Champions League. Aber die Preise sind nun mal so hoch.

Einen Franck Ribéry gab es 2007 noch für 25 Millionen Euro, Arjen Robben zwei Jahre später für 24…

Beckenbauer: Diese Zeiten sind vorbei. Die Engländer verderben die Preise. Durch ihre Einnahmen aus den Fernsehverträgen können sie aus dem Vollen schöpfen. Dadurch haben die ganz andere Möglichkeiten, auf dem Transfermarkt zuzuschlagen. So kommt es zu dieser Preistreiberei. Gut ist das nicht.

Costa gilt als Wunschspieler von Pep Guardiola. Steigen dadurch die Chancen auf eine Vertragsverlängerung mit dem Trainer?

Beckenbauer: Natürlich stellt Pep Ansprüche, dafür ist er ja da. Wir reden immer vom ­Triple, aber dann müssen auch die richtigen Verstärkungen her. Da hat er recht, wenn er Spieler fordert. Auf der anderen Seite darf man das Verletzungspech aus der vergangenen Saison nicht vergessen. Das war das große Problem. Unglücklicher konnte es nicht laufen.

Einer, der von Verletzungen verschont blieb, war Mario Götze. Trotzdem setzte Pep in den wichtigen Spielen nicht auf ihn. Sein Berater wünschte sich in der „BamS“ mehr Rückendeckung. Zu echt?

Beckenbauer: Das weiß ich nicht. Eine bessere Mannschaft als die, die der FC Bayern in den vergangenen Jahren war, kann man ihm nicht zur Seite stellen. Ich weiß nicht, wie die Rückendeckung aussehen soll. In erster Linie ist der Spieler da schon selbst verantwortlich.

Muss Götze in seiner dritten Saison hier der endgültige Durchbruch gelingen?

Beckenbauer: Ich denke, dafür müsste er sein Spiel ein bisschen verändern.

Inwiefern?

Beckenbauer: Indem er sich besser durchsetzt. Vor allem im Eins-gegen-Eins. Auf diesem hohen Niveau ist das notwendig.

Trotz aller Schwierigkeiten wurde der FCB zum dritten Mal in Folge überlegen Deutscher Meister. Das wird sich in der neuen Spielzeit wohl nicht ändern?

Beckenbauer: Ich glaube, dass es in der Bundesliga schwerer wird. Die anderen Mannschaften haben sich auch verstärkt oder werden es noch tun. Vor allem die Wolfsburger machen das seit geraumer Zeit sehr geschickt. Auch Dortmund halte ich für stark genug, um wieder zurückzukommen. Dann sind da noch Gladbach und Leverkusen. Und, wenn sie sich gut entwickeln, die Schalker. Es sind einige Mannschaften, die sich mit geballter Kraft gegen den FC Bayern stemmen. Ich glaube aber auch, dass die Bayern eine stabilere Saison spielen werden, solange sie von Verletzten verschont bleiben.

Würde ein echter Transferkracher wie Angel di Maria dafür noch guttun?

Beckenbauer: Mit Douglas Costa haben sie ja jetzt so einen verpflichtet – in einer Größenordnung, die noch erschwinglich ist. Es macht ja keinen Sinn, sich zu überschulden und in irgendwelche Dimensionen vorzustoßen, die man nicht verantworten kann. Das machen die Verantwortlichen beim FC Bayern schon gut.

Interview: Sven Westerschulze

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