Lehrmeister für Coman

"Eine Waffe mehr": FCB-Stars trauen Ribéry noch viel zu

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Franck Ribéry hat zuletzt gegen Hannover 96 sein Comeback gefeiert.

Nach seiner Knieverletzung muss Franck Ribery zeigen, dass Bayern München noch über den Sommer hinaus von ihm profitieren kann. In Kingsley Coman steht sein Nachfolger schon bereit.

München - Im Sommer muss nicht Schluss sein. Ein bisschen was geht immer noch, findet jedenfalls Jupp Heynckes. "Es ist ja absehbar, vielleicht in ein, zwei Jahren, dass Franck Ribery seine Karriere beendet", sagt Bayern Münchens Erfolgstrainer. Aber eben erst in ein, zwei Jahren, nicht schon in ein paar Monaten. Diese ganz besondere Liaison mit einem manchmal polarisierenden Spieler, für den der FC Bayern wie eine zweite Familie ist, hat offenbar durchaus noch eine Zukunft, wenn auch eine begrenzte. 

Mittlerweile fast elf Spielzeiten seit 2007 beim Fußball-Rekordmeister haben ihren Tribut gefordert. Der Außenbandriss im Knie, der den kleinen Franzosen zuletzt wieder zwei Monate lang pausieren ließ, ist nur eine von mehreren langwierigen Verletzungen der jüngeren Vergangenheit. Wie viel steckt noch drin im bald 35 Jahre alten Publikumsliebling? Was ist übrig? Diese Frage beschäftigt den FC Bayern, der sich ohnehin in einem Generationswechsel befindet. 

Das Feuer brennt immer noch

"Franck ist mit großer Motivation zurückgekommen. Er wird speziell im Frühjahr eine Waffe mehr sein, wenn's um die Titel geht", glaubt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Und Ribery muss es auch sein, denn er erweckt nicht den Eindruck, dass er den Rücktritt vor Augen hat. Das Feuer brennt noch, so scheint es. Allerdings erhebt der häufig impulsive Flügelstürmer aktuell keine Forderungen - auch nicht hinsichtlich eines neuen Vertrages im Sommer. 

Ribery weiß, dass er in Vorleistung treten muss, auch wenn seine enormen Verdienste sicher ebenfalls eine Rolle spielen werden. "Ich will jetzt erst mal ein paar Spiele machen nach meiner Pause. Wir haben noch nicht richtig drüber gesprochen", sagt Ribery, der vielleicht auch als eine Art Lehrmeister für seinen eigenen Nachfolger fungieren könnte. 

Lehrmeister für Coman

Seit der 21 Jahre alte Kingsley Coman in dieser Saison einen deutlichen Leistungssprung vollzogen hat, steht zur Debatte, ob nicht die Zukunft auf der Position in der linken Offensive schon besser ist als die Vergangenheit. Heynckes ist der Ansicht, dass Coman sehr wohl noch von Ribery lernen kann. "Zu einem ganz großen Spieler gehört eine Persönlichkeit, er muss weiter reifen", sagt Heynckes. Und eben dabei kann Comans hoch dekorierter Landsmann helfen. Joshua Kimmich hält Ribery für einen "Riesenspieler mit einer Riesenkarriere. An ihm kann man sich orientieren, solche Spieler tun gerade jungen Spielern gut". 

Aber Heynckes ist auch sicher, dass er Ribery wieder auf höchstes Leistungsniveau bringen kann. Der launenhafte Superstar zeigt sich unter dem 72 Jahre alten Coach wie verwandelt. Ein Emotionsausbruch wie der Trikotwurf im September ist derzeit undenkbar, aber ebenso eine Demütigung seitens des Trainers, wie die Nicht-Berücksichtigung durch Carlo Ancelotti vor dem desaströsen Hinspiel bei Paris St. Germain. Heynckes: "Wenn der fit ist, funktioniert der bei mir, davon bin ich felsenfest überzeugt."

SID

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