Vor der Partie gegen Eintracht Frankfurt 

Fünf Fragen zum Meisterschaftsfinale: Ist Niko Kovac schon weg? 

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Wie geht es für Niko Kovac beim FC Bayern München weiter? 

Der FC Bayern empfängt am letzten Bundesligaspieltag Eintracht Frankfurt, zeitgleich tritt Borussia Dortmund bei Borussia Mönchengladbach an. Wir klären die wichtigsten Fragen vor dem Meisterschaftsfinale. 

Am Samstag um 15.30 Uhr zählt’s! Der FC Bayern empfängt am letzten Bundesligaspieltag Eintracht Frankfurt, zeitgleich tritt Borussia Dortmund bei Borussia Mönchengladbach an. Es ist das Finale um die Schale. Ausgerechnet vor der wichtigsten Partie der Saison kochte die Gerüchteküche um Bayern-Coach Niko Kovac hoch. Ist das Schicksal des Kroaten wirklich schon besiegelt? Die tz beantwortet diese und vier weitere wichtige Fragen.

Ist das Kovac-Aus schon beschlossen?

Nein! Entgegen anderslautender Gerüchte, die am Freitag digital die Runde machten (van Bommel Nachfolger von Kovac), ist beim FCB noch keine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Trainers gefallen. Karl-Heinz Rummenigge sagte der Bild: „Einen solchen Beschluss gibt es nicht. Diese Meldung ist eine totale Ente.“ Der Vorstandschef und Präsident Uli Hoeneß werden die Saison nach dem DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig (25. Mai) abschließend bewerten. Erst dann ist klar, was mit Kovac passiert. Nach wie vor gilt: Verpasst der 47-Jährige Meistertitel oder Pokalsieg, dürften seine Tage an der Säbener Straße gezählt sein. 

Selbst beim Double-Gewinn säße Kovac nicht hundertprozentig sicher im Sattel, das blutleere Champions-League-Aus gegen den FC Liverpool wiegt noch immer schwer. Zudem stellt sich die Frage, ob die Bayern-Bosse Kovac zutrauen, den Kader nach der großen Einkaufstour im kommenden Sommer so weiterzuentwickeln, wie das gewünscht ist. Aktuell gilt: Die Tendenz geht zu einem Abschied des Kroaten, entschieden ist aber nichts.

Bayern-Trainer Niko Kovac kann die Meisterschaft holen - falls er das nicht tut, fliegt er womöglich. Lothar Matthäus hat schon zwei Nachfolger im Kopf.

Wie fällt die Verabschiedung von Arjen Robben, Franck Ribéry und Rafinha aus?

Das hängt ganz stark vom Verlauf der Partie gegen Eintracht Frankfurt ab. Kovac wird wohl keinen der drei Oldies von Beginn an aufstellen, das lässt die sportliche Situation schlicht nicht zu. Sollten die Münchner die Weichen allerdings früh auf Sieg stellen, dürften alle drei verdienten Profis auf ausreichend Spielzeit kommen. Robben steht derzeit bei 98 Ligatoren in 200 Einsätzen, er träumt davon, die 100-Treffer-Marke zu knacken. Ribéry zeigte schon vor rund einer Woche Fotos davon, wie er 250 Trikots signierte. Die sollen anlässlich seines letzten Heimspiels verteilt werden. Gut möglich, dass auch die Südkurve ihre Helden mit Bannern oder einer Choreografie feiert. Besonders emotional wird es in jedem Fall nach Abpfiff der Partie werden.

Wie feiern die Bayern?

Sichert sich der Rekordmeister den Titel zum ersten Mal seit 19 Jahren wieder im eigenen Stadion und dazu noch am 34. Spieltag, dürften nach Abpfiff deutlich mehr Emotionen zu sehen sein als bei den letztjährigen Erfolgen in der Bundesliga. Klar ist auch, dass die Bayern-Stars im Falle der Meisterschaft am Nockherberg vorbeischauen. Sponsor Paulaner veranstaltet dort ein Fanfest, 2000 geladene Gäste sind dabei - darunter 300  tz-Leser, die bei der Ticket-verlosung Glück hatten. Im Anschluss an diesen fixen Termin dürften die Kicker die Nacht zum Tage machen, ein genauer Plan dafür steht aber noch nicht.

Wie sieht die personelle Situation aus?

Niko Kovac muss erneut auf Stammkeeper Manuel Neuer verzichten. Der 33-Jährige laboriert bereits seit Mitte April an einem Muskelfaserriss in der linken Wade. Zunächst teilte der Klub mit, Neuer falle rund 14 Tage aus. Mittlerweile sind schon über 30 Tage rum. Immerhin: Der Weltmeister absolvierte am Donnerstag wieder Torwarttraining. Gegen Frankfurt wird Sven Ulreich zwischen den Pfosten stehen. James Rodriguez (Wadenprobleme) fällt aus, auch Javi Martínez wackelt aufgrund seiner Schienbeinprellung. Sonst sind alle Bayern-Stars an Bord.

Wie ist die Ausgangslage?

Die Münchner (75 Punkte) gehen mit zwei Zählern Vorsprung auf Dortmund in den letzten Spieltag. Weil der FCB auch das deutlich bessere Torverhältnis hat, reicht ein Unentschieden  zum 29. Meistertitel, dem siebten in Serie. Zittern müssen die Roten also nur, wenn sie das Heimspiel gegen Frankfurt verlieren. Aber selbst dann muss der BVB sein Auswärtsspiel in Gladbach gewinnen, um den Rekordmeister noch zu überholen. Für Bayern gilt: Verlieren verboten!

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