Der Fokus liegt auf der Champions League

FC Bayern baut an einer Ära: Trotz Rekordjahr gibt es für Hansi Flick noch einiges zu tun

Welche Aufgaben warten auf FCB-Coach Hansi Flick jetzt noch nach dem sechsten Titelgewinn?
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Welche Aufgaben warten auf FCB-Coach Hansi Flick jetzt noch nach dem sechsten Titelgewinn?

Nach dem Titel ist vor dem Titel. Gerade noch ist der FC Bayern Klub-WM-Sieger geworden, schon richtet Coach Hansi Flick seinen Blick auf die Zukunft.

  • Die Bayern machten in Katar bei der Klub-WM das Sixpack voll.
  • Jetzt will man sich auf die Champions League konzentrieren.
  • An der Säbener Straße soll eine Ära entstehen, wie einst bei Barca und Real.
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München - Hansi Flick ist niemand, der große Erfolge lange auskostet. Als er am Donnerstagabend zur Pressekonferenz erschien, die Siegerehrung der Klub-WM war soeben vorbei, da sagte der Bayern-Trainer: „Man kann es gar nicht so sehr realisieren, weil es immer wieder weitergeht. Wir müssen die Dinge, die wir erleben, abhaken und nach vorne schauen. Das ist unser Job.“

Nationale Titel sind für den FC Bayern selbstverständlich - Der Fokus liegt auf der Champions League

Nirgendwo ist Erfolg so vergänglich wie im Fußball – selbst eine historische Saison wie die letzte mit sechs Titeln ist schnell nurmehr etwas für die Geschichtsbücher. Die großen Fragen beim FC Bayern: Und jetzt, Hansi? Was soll da noch kommen? Die tz wagt eine Prognose.

Nationaler Erfolg ist beim Rekordmeister inzwischen beinahe so alltäglich wie eine Störung auf der Münchner Stammstrecke. Im Sommer wartet die neunte Meisterschaft in Serie, Konkurrenz ist – auch mit Blick in die nahe Zukunft – nicht in Sicht. Der Fokus des FC Bayern verlagert sich folgerichtig immer mehr auf die Champions League. Da gibt es noch Ruhm, Sympathien und Moneten einzufahren.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge liebäugelte im tz-Interview damit „vielleicht sogar die Champions League zu verteidigen“, wenn es denn „ganz gut läuft“. Oliver Kahn, Rummenigges Nachfolger in spe, will den Klub europaweit unter den Top 3 etablieren. Und diese Ziele sind nur logisch! Derzeit ist kein Team zu sehen, vor dem den Münchnern angst und bange sein müsste. Eine Titelverteidigung – das gelang in der Königsklasse nur Real Madrid, das sich von 2016 bis 2018 sogar dreimal in Folge die Krone aufsetzte.

Der FC Bayern will eine Ära schaffen - wie einst Real Madrid und FC Barcelona

Diese Königlichen prägten eine Ära, so wie auch Pep Guardiolas FC Barcelona zwischen 2006 und 2015. Viermal gewannen die Katalanen die Champions League und spielten einen atemberaubenden Fußball. Das haben die Bayern von heute zweifelsfrei auch drauf, es sei an das 8:2 im CL-Viertelfinale gegen das einst große Barça erinnert.

Keine Frage: Flicks Team tut sich in der laufenden Saison noch schwer, der richtige Schwung fehlte oft. Der zermürbende Spielplan macht es nicht leichter, Flicks kräftezehrenden Stil durchzuziehen. Der FCB-Coach hatte auch in seiner ersten Mini-Krise – Pleite in Gladbach, Pokal-Aus in Kiel – eine Antwort parat.

Das Zusammenspiel zwischen Team und Trainer funktioniert bestens. Robert Lewandowski bricht zwar einen Torrekord nach dem anderen, komplett abhängig von nur einem Spieler sind die Bayern aber nicht.

„Die Entwicklung des letzten Jahres war schon phänomenal“, sagt Flick selbst. „Aber wir haben natürlich auch Dinge, die nicht so gut laufen – und die versuchen wir besser zu machen.“ Die Sinne beim FC Bayern sind geschärft: Jetzt soll eine Ära geprägt werden!

Besonders wegweisend dürfte dabei der kommende Sommer werden. David Alaba, eine absolute Säule von Flick, wird den Klub verlassen. Javi Martinez geht, auch Jerome Boateng dürfte das tun. Der FCB stellt sich peu à peu neu auf – für eine glorreiche Zukunft unter Architekt Flick.

Der FC Bayern machte in Katar das Sixpack voll

Um 6.22 Uhr am Freitagmorgen landete Flug QR 7401 in München, an Bord des Airbus A350: die Überflieger des FC Bayern. Nach dem Final-Sieg bei der Klub-WM gegen Tigres (1:0) waren die Münchner vom Stadion aus zum Flughafen in Doha gefahren, die Abreise klappte – im Gegensatz zum Hinweg – ohne Probleme.

Als einer der ersten schlenderte Erfolgscoach Hansi Flick durch den Ausgang von Terminal F1. „Es ist auch für den erfolgreichen FC Bayern mit Sicherheit die beste Saison. Wir sind sehr, sehr stolz auf die Mannschaft“, erklärte der 55-Jährige nach dem sechsten Titel innerhalb eines Jahres.

FC Bayern: Auf Klub-WM-Titel folgt eine kurze Verschnaufpause

Eine tragende Rolle spielte am frühen Freitagmorgen Alphonso Davies. Der Kanadier hatte sich den Klub-WM-Pokal geschnappt, brachte ihn aus dem Flughafen und verfrachtete ihn in den Bus gen Säbener Straße. Dort trennten sich die Wege der Münchner Titelhamster zunächst einmal. Flick hat seiner Mannschaft zwei Tage freigegeben. „Ab Sonntag bereiten wir uns auf Bielefeld vor, am Montag geht es direkt in der Bundesliga weiter“, sagte der Bayern-Coach.

Das Sixpack ist perfekt. Der FC Bayern gewann auch die Klub-WM in Katar.

Wenigstens in der Kabine des Education City Stadiums und im Flieger blieb etwas Zeit zum Feiern. Dabei dachten die Münchner Stars auch an alle Mitspieler, die nicht dabei waren. Auf einem Schnappschuss werden die Trikots von Thomas Müller, Leon Goretzka, Javi Martinez (alle Corona), Jerome Boateng (private Gründe), Alexander Nübel (Bänderverletzung im Sprunggelenk) und Tanguy Nianzou (Reha nach Muskelbündelriss) in die Höhe gehalten.

Joshua Kimmich betonte: „Wir haben das Ding auch für alle geholt, die heute nicht dabei sein konnten.“ Und nach zwei Tagen Auszeit geht die wilde Titeljagd der Münchner gleich weiter – erst gegen Bielefeld und Frankfurt, dann in der Champions League gegen Lazio Rom.

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