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Diskussionsstoff nach Bayern-Sieg über Hoffenheim: „Es war nicht so klar, wie es aussieht“

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Von: Marcus Giebel

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Die Trainer auf der Pressekonferenz: Niko Kovac (FC Bayern, l.) und Julian Nagelsmann (Hoffenheim).
Die Trainer auf der Pressekonferenz: Niko Kovac (FC Bayern, l.) und Julian Nagelsmann (Hoffenheim). © dpa / Lino Mirgeler

Auch dank eines umstrittenen Strafstoßes hat der FC Bayern die Bundesliga mit einem Heimsieg über 1899 Hoffenheim eröffnet. Es gibt viel zu diskutieren - die Stimmen zum Spiel.

München - Die ersten drei Punkte sind eingefahren. Doch das 3:1 gegen 1899 Hoffenheim war alles andere ein normaler Heimsieg des FC Bayern. Die insgesamt 101 Minuten des Eröffnungsspiels haben einige Diskussionsthemen hervorgerufen - etwa den Elfmeter, den Einsatz des Video-Schiris sowie die wackelige Phase der Roten nach der Pause. Hier gibt es die Stimmen zur nervenaufreibenden Partie.

Thomas Müller über...

...seinen nach Ansicht der Videobilder nicht gegebenen Treffer: „Die Handregel ist sehr weich, ich ziehe die Hand auch noch weg. Es war jedem klar, dass ich den Ball nicht mit Absicht berühre.“

...den Elfmeter nach dem Zweikampf zwischen Harvard Nordtveit und Franck Ribery: „Das Problem von Nordtveit ist, dass der Ball im Spiel bleibt und er mit seiner Grätsche Ribéry berührt. Da gibt es keine zwei Meinungen.“

...die Probleme im Bayern-Spiel: „Wir haben schon auch ein bisschen Respekt bekommen, denn die haben gute Spielzüge gehabt. Wir haben versucht, ihre zentralen Spieler aus dem Spiel zu nehmen. In der ersten Hälfte haben wir mehr Ballpassagen gehabt und das Spiel kontrolliert. Da hätten wir mehr Tore machen müssen. Wir hatten zu wenig Mut, um die Bälle ins Zentrum zu spielen.“

Arjen Robben über...

...den Sieg: „Einfach war es nicht. Das ist eine richtige gute Mannschaft.“

...den Einsatz des Video-Schiedsrichters: „Einerseits ist es gut, weil es um Gerechtigkeit geht. Ich habe schon gesagt, da bekommen wir zehn Minuten Nachspielzeit. Aber wenn es klar ist, muss man das korrigieren.“

...seine Rolle als Bankspieler: „Ich bin offen und ehrlich. Als Spieler willst du nach sieben Wochen Vorbereitung von Anfang an dabei sein. Deswegen war ich enttäuscht, aber ich muss die Entscheidung des Trainers respektieren. Das tue ich.“

Bayern-Trainer Niko Kovac über...

...das Spiel: „Der Sieg ist vollauf verdient - auch in der Höhe. Es war aber nicht so klar, wie es aussieht. Hoffenheim hat es bis zur 70. Minute ordentlich gemacht. Wir haben keine Mittel gefunden. So glasklar sehe ich den Elfmeter auch nicht. Ich hätte ihn nicht gegeben. Wir haben schon gesehen, dass wir das Spiel vor der Pause klar dominiert haben. Mit 60, 65 Minuten bin ich sehr zufrieden.“

...die Bankrollen von Arjen Robben und Mats Hummels: „Die beiden haben das Pokalspiel beziehungsweise das Supercup-Spiel durchgespielt. Ich werde rotieren - heute hat es die beiden getroffen, nächste Woche sind dann andere dran.“

Leider zu oft im Mittelpunkt: Schiedsrichter Bastian Dankert (r.) muss in der Schlussphase mehrmals den Video-Schiri bemühen.
Leider zu oft im Mittelpunkt: Schiedsrichter Bastian Dankert (r.) muss in der Schlussphase mehrmals den Video-Schiri bemühen. © AFP / CHRISTOF STACHE

Julian Nagelsmann über...

...den Elfmeter: „Es macht keinen Sinn, dass da gepfiffen wird. Dann müsste bei jedem Block Foul gegeben werden, aber Fußball ist ein Kontaktsport. Wenn da Elfmeter gepfiffen wird, kann ich immer sagen: 'Dann hebe ich vorher ab, vielleicht berührt er mich noch.' Da muss dann der Video-Schiri reagieren, tut es aber nicht - dafür aber bei 14 Szenen danach.“

...die Wiederholung des Elfmeters: „Der Elfmeter wurde wiederholt, weil neben Robben auch noch einer unserer Spieler zu früh in den Strafraum gelaufen war. Nur waren es bei Robben fünf Meter und bei uns ein halber. So ergibt die Regel keinen Sinn, weil das Team, das das frühe Reinlaufen provoziert, den Elfmeter wiederholen darf.“

...den Einsatz des Video-Schiedsrichters: „Bei einer entscheidenden Szene beim Stand von 1:1 wird nicht gepfiffen. Wenn der arme Schiri bei jeder Szene vor 77.000 pfeifenden Fans entscheiden muss, brauchen wir keine 14 Screens in Köln. Entweder alles wird dort entschieden, oder wir lassen das und stellen im Stadion einen zusätzlichen Screen auf. Das ist dann deutlich günstiger.“

...die Gründe für die Niederlage: „Wir waren nicht mutig genug. Da war der Druck der Bayern dann zu groß. In der zweiten Hälfte waren wir dann brutal gut. Ich glaube nicht, dass sie in der Phase einmal einen klaren Ball über die Mittellinie gespielt haben. Dann kam der Elfmeter, der keiner war.

Hat so seine Probleme mit der Regelauslegung: Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann findet nach dem Saison-Eröffnungsspiel klare Worte.
Hat so seine Probleme mit der Regelauslegung: Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann findet nach dem Saison-Eröffnungsspiel klare Worte. © dpa / Sven Hoppe

Nico Schulz über...

...den Elfmeter: „Wir habe in der zweiten Hälfte gut angefangen und müssen es dann besser machen. Wir haben Bayern nach dem 1:1 dominiert. Da ist es mir egal, ob es ein Elfer war oder nicht.“

...sein folgenschweres Foul an Kingsley Coman: „In dem Moment denke ich, dass er flankt und versuche mit allem was ich habe, die Flanke zu verhindern. Für ihn tut es mir leid. Ich hoffe, es ist nichts Schlimmes.“

mg

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