Bayern ringt Dortmund nieder

Boateng: "Hätten viel mehr Tore machen müssen"

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Jerome Boateng (r.) im Kopfball-Duell mit Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang.

München - Die Bayern führen die Eliteklasse nach zehn Spieltagen weiter unangefochten an, die Dortmunder stecken auf dem drittletzten Tabellenrang fest. Die Stimmen zum Spiel.

Der BVB setzte seine Talfahrt durch die Niederlage weiter fort. Der FC Bayern schlug erst spät aus seiner optischen Überlegenheit Kapital. Zuvor ließen die Münchner viele Gelegenheiten ungenutzt, scheiterten häufig am überragenden Roman Weidenfeller. Letzlich aber war der 2:1 (0:1)-Sieg verdient.

Robert Lewandowski kommentierte seinen wegweisenden Treffer gegen seine Ex-Kollegen ohne Schadenfreude: „Wir haben unseren Vorsprung gehalten, und für mich war das auch ein wichtiger Tag. Doch auch wenn Dortmund in einer schwierigen Situation steckt, wird der BVB am Ende auch wieder in der Champions League dabei sein“, sagte der Stürmerstar bei Sky. Er gab aber auch zu: „Das war kein einfaches Spiel für uns, auch nicht für mich.“

Die Analyse von BVB-Mittelfeldspieler Henrich Mchitarjan fiel indes nüchtern aus: „Die Bayern hatten in der zweiten Halbzeit viele Chancen, weil wir zu tief standen“, meinte der Armenier. „Wir müssen aus unseren Fehlern lernen und nach vorn schauen.“

Bayern-Verteidiger Jerome Boateng stellte indes zufrieden fest: "Wir haben gut gespielt, aber unsere Chancen nicht gut genug genutzt. Wir hätten viel höher gewinnen müssen. Man hat gesehen, dass in der Dreierkette noch ein paar Abstimmungsprobleme waren."

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BVB-Spieler Sebastian Kehl konstatierte: "Wir haben viel investiert, dafür am Ende nichts bekommen. Dementsprechend sind wir sehr enttäuscht. Unter dem Strich steht eine Tabellensituation, die uns alle sehr unzufrieden macht. Hier werden noch andere Mannschaften verlieren und nicht nach einem Kopfproblem befragt. Wir haben in anderen Spielen die Punkte liegen gelassen."

Pep Guardiola (Trainer Bayern München): "Franck Ribery hat uns nach seiner Einwechslung sehr geholfen. Er sollte bei Subotic spielen und seine Stärken im Eins-zu-eins-Spiel zeigen. Wir haben in der ersten Halbzeit auch Lösungen dafür gefunden, dass Xabi Alonso gedeckt wurde, und ich meine, dass wir für solche Situationen immer Lösungen finden werden."

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Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): "Es ist zwar hart, weil wir viel investiert, die beste erste Halbzeit seit langem gespielt und trotzdem nichts bekommen haben. Daran haben wir zu knabbern, auch wenn der Druck irgendwann zu groß wurde und die Niederlage nicht unverdient war. Unsere Lage ist momentan alles andere als gut, wir haben viele Baustellen. Wir müssen uns einfach auch einmal wieder belohnen, denn dass wir gut spielen können, haben wir wieder gezeigt." Der Borussen-Trainer erkannte den Erfolg des Titelverteidigers neidlos an: „Es ist zwar hart, weil wir viel investiert, die beste erste Halbzeit seit langem gespielt und trotzdem nichts bekommen haben. Daran haben wir zu knabbern, auch wenn der Druck irgendwann zu groß wurde und die Niederlage nicht unverdient war.“

dpa/SID

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