Schrumpf-Abwehr gegen Sturm-Riesen

Bayern gegen Juventus: Alles eine Frage der Größe?

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Joshua Kimmich (1,76 Meter) und Manuel Neuer (1,93 Meter) sollen gegen Juventus Turin hinten dicht machen.

München - Im Schnitt ist die de aktuell zur Verfügung stehende Abwehr des FC Bayern im Schnitt zehn Zentimeter kleiner als die Offensive von Juventus Turin. Alles also eine Frage der Größe?

Dass Fußball keine Mathematik ist, wissen wir spätestens seit Karl-Heinz Rummenigge. Die tz hat den Taschenrechner bzw. das Maßband dennoch gezückt: Im Schnitt misst die aktuell zur Verfügung stehende Abwehr des FCB, bestehend aus Philipp Lahm, Joshua Kimmich, David Alaba und Juan Bernat, exakt 1,74 Meter. An und für sich nicht schlimm, angesichts der Statur der Juve-Offensive, die im CL-Viertelfinal-Hinspiel am 23.2 auf die Roten wartet (Ja, ja, der Fokus liegt auf Darmstadt am Samstag!), kann einem da aber schon angst und bange werden. Das Quartett um Paul Pogba, Paulo Dybala, Alvaro Morata und Juan Cuadrado misst im Schnitt 1,84 Meter und somit zehn Zentimeter mehr. Alles also eine Frage der Größe?

Mitnichten! Diese Meinung vertritt zumindest Matthias Sammer. Der Sportvorstand der Münchner hat schon ein recht simples Mittel parat, um den Größenunterschied gegen Juve einfach wettzumachen. „Dann müssen die halt höher springen. Wo andere nicht zu springen brauchen, müssen sie eben springen“, so Sammer. „Und sie müssen im Flankenbereich mit Körperkontakt arbeiten. Das macht Philipp sowieso, aber selbst Joshua ist unglaublich ausgebufft, wie der spielt. Und Juan hat das auch super gemacht heute. Aber Cannavaro, Ayala, alles Sensations-Innenverteidiger, waren auch nur 1,80 Meter groß oder kleiner.“

Wohl wahr, beim 3:1-Sieg in Augsburg am Sonntag gab das Abwehrduo Alaba-Kimmich bei langen Bällen aber nicht immer die allerbeste Figur ab. Hier ein Stellungsfehler, dort ein verlorenes Kopfballduell, gerade ein Kaliber wie Juve weiß das eiskalt zu bestrafen. Aber es hilft alles nichts. „Wir können uns ja keine Innenverteidiger schnitzen“, sagte Philipp Lahm. „Wir müssen aus dem, was wir haben, das Maximum herausholen. Ich bin guten Mutes, dass wir in den nächsten Wochen guten und erfolgreichen Fußball spielen werden.“

Alvaro Morata (1,89 Meter) und Paulo Dybala (1,76 Meter) wollen Bayern aus der Königsklasse schießen.

Zumal zwischen all den Brüchen und Rissen vereinzelt auch mal Silberstreifen am Horizont über der Säbener Straße auftauchen. Gestern kehrte zum Beispiel Medhi Benatia zurück, auch Serdar Tasci kommt langsam, aber sicher in den Rhythmus – womit Pep Guardiola auch mehr Optionen zur Verfügung stehen als Alaba-Kimmich. Sammer: „David und Joshua, das ist ein Bestandteil von möglichen Lösungen. Serdar Tasci wird mit jedem Training besser, das tut ihm gut. Philipp kann das spielen, Alonso kann das spielen, Rafinha kann das spielen, Vidal kann das auch spielen. Wir haben genug Optionen.“

Benatia zurück: Bilder vom Montagstraining

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In diesem Zusammenhang sollte eine weitere Fußballerweisheit auch nicht außer Acht gelassen werden: Angriff ist die beste Verteidigung. Will heißen: Auch die Offensive trägt ihren Teil dazu bei, dass hinten die Null steht – was in Ausgburg seit drei Spielen mal wieder nicht der Fall war. Lahm: „Die Basis ist immer die Defensivarbeit, da gehören aber auch die Offensivspieler dazu. Wir haben heute seit Langem mal wieder ein Tor bekommen.“ Grund zur Sorge besteht deswegen aber nicht. „Wir werden das als Mannschaft lösen. Wir haben einen fantastischen Charakter“, so Robben. Sammer fügt an: „Ein paar Spieler haben wir Gott sei Dank noch zur Verfügung. Und wenn es am Ende 13 sind, dann ist es so. Irgendwie werden wir das schon hinbekommen.“ Einfach hoch genug hüpfen!

lop, sw

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