Bub mit Killerblick

Juve-Stürmer Dybala: Der Bub mit dem Killerblick

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Juve-Stürmer Paulo Dybala.

München - Juve-Stürmer Paulo Dybala schwingt sich auf, einer der kommenden Weltstars zu werden.

Als Juventus vergangenen Sommer 32 Millionen Euro für Paulo Dybala auf die Konten von Palermo überwies, waren die Zweifel groß. Es schien etwas zu viel für einen Buben, der noch nie für einen großen Klub gespielt hatte. Heute scheint es sogar etwas zu wenig zu sein, beim Argentinier deutet nämlich vieles darauf hin, dass er einer der kommenden Weltstars ist. Und das behaupten nicht wir, sondern Lionel Messi höchstpersönlich: „Paulo ist ein Großer, er hat Zukunft. Es wird viel über ihn zu reden geben.“

Leo kennt sich aus, denn er sagte es im Oktober schon, als die Nummer 21 der Alten Dame noch nicht explodiert war. Wie schon bei Alvaro Morata ließ Juve-Coach Allegri auch bei Dybala Vorsicht walten und führte ihn peu à peu in die Mannschaft ein, bis Dybala sich mit starken Auftritten sowie Toren den Stammplatz sicherte. Mittlerweile sind es 18 Stück in sämtlichen Wettbewerben, darunter sein Traumtor am Freitag, das Juve den Sieg gegen Sassuolo sicherte.

FC Bayern München gegen Juventus Turin: Der Bub mit Killerblick

Er ist ein junger Bursche mit dem Gesicht eines Kindes, aber laut Allegri „mit dem Blick eines Mörders“. Diese Kraft in seinen Augen rührt womöglich von der harten Probe, auf die ihn das Leben bereits gestellt hat. „Ich verdanke meinem Vater, dass ich Fußballer geworden bin, vor allem aber, dass er mich zu einem Mann gemacht hat“, sagte er bei Guerin Sportivo. „Er ging als ich gerade 15 Jahre alt war, nach einem langen und unnützen Kampf gegen einen Bauchspeicheldrüsenkrebs. Ich träume nach wie vor von ihm und wache weinend auf.“ Dieser Schmerz ermutigte ihn, den Traum seines Vaters zu verwirklichen: „Er schenkte mir einen Ball als ich noch sehr klein war. Einen Fußballer als Sohn zu haben, war sein Traum, daher musste ich es schaffen.“ Und heute ist aus diesem Kind einer der umworbensten Fußballer ganz Europas geworden. Ihn wollen Barça und Real Madrid, das ihn vor einigen Jahren bereits ablehnte, weil „er zu klein und schwach“ war. Und jetzt träumt das Juwel von seinem nächsten großen Coup: Nach seinem Tor im Hinspiel (sein erstes in der Königsklasse) will Dybala den FC Bayern aus der Königsklasse schmeißen – und sprach es aus: „Wir müssen daran glauben. Nichts ist unmöglich im Leben, schon gar nicht im Fußball.“ Seine persönliche Geschichte ist der Beweis dafür.

Mirko Calemme (Serie-A-Experte bei Tuttonapoli)

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