Gewalttätige Bayern-"Fans" auf Schalke

Rummenigge distanziert sich von gewalttätigen Fans des FC Bayern

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Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge.

Gelsenkirchen - Vorstands-Boss Rummenigge hat sich für den FC Bayern München eindeutig von Brutalo-Fans distanziert, die am Rande des Spiel gegen den FC Schalke 04 randalierten.

Jagdszenen, Schlägereien, Festnahmen – abseits des Rasens hat das Spitzenspiel des FC Bayern auf Schalke für traurige Schlagzeilen gesorgt. Weit vor dem Anpfiff der Partie kam es zu schweren Ausschreitungen vor der Schalker Nordkurve. Laut Gelsenkirchener Polizei versuchten „in einer gemeinsamen Aktion gewaltbereite Anhänger des FC Bayern München und des VfL Bochum den Kassenbereich Nord an der Arena zu stürmen“. Am Ende des Tages waren 196 Personen vorläufig festgenommen und Karl-Heinz Rummenigge schockiert.

„Es ist mir und uns allen absolut unerklärlich, wie man sich gerade in diesem Moment, nach den furchtbaren Ereignissen von Paris, so respektlos gegenüber der Gesellschaft und dem Fußball zeigen kann“, war der Vorstandsvorsitzende des FCB enttäuscht und wandte sich von den Krawallmachern ab: „Der FC Bayern München distanziert sich unmissverständlich von diesen sogenannten Anhängern unseres Vereins.“

Die Mannschaften hatten den Rasen noch nicht mal zum Aufwärmen betreten, da war die Veltins- Arena schon in Aufruhr. Es soll sich nach Aussagen der Polizei um einen „ex­trem gewalttätigen Übergriff“ gehandelt haben, bei dem zahlreiche Menschen teilweise erheblich verletzt wurden. Handyvideos im Internet zeigen unter anderem, wie zum Teil Vermummte aufeinander einprügeln und eintreten, ehe sie vor den auftauchenden Beamten flüchten. Den Randalierern drohten strafrechtliche Konsequenzen, teilte die Polizei mit.

Schalkes Sportvorstand Horst Heldt schüttelte nur mit dem Kopf. Er nannte den Angriff „unnötig und völlig deplatziert“ und meinte mit Verweis auf die mit den FCB-Fans befreundeten Bochumer Anhänger: „Was Fans eines Zweitligisten in unserem Gästeblock zu suchen haben, kann ich sowieso nicht verstehen. Das ist provozierend.“ Rummenigge entschuldigte sich bei S04 und allen Personen, die Schaden genommen haben, für die Entgleisung. Gleichzeitig kündigte er eine harte Vorgehensweise gegen die Täter an: „Die örtliche Polizei hat in der schwierigen Situation eskalierender Gewalt gut reagiert und überlegt gehandelt. Der FC Bayern München wird – in Absprache mit den Behörden Gelsenkirchens – gegen die dem FC Bayern zugeordneten Gewalttäter vorgehen.“ 

Bayern - Schalke: Bilder vom Spiel und Noten

Nur einmal Note 2 - aber Hauptsache gewonnen

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