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Söder verkündet massive Corona-Einschränkung: Millionen-Verlust für den FC Bayern

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Von: Alexander Kaindl

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Das Coronavirus hat Deutschland weiter fest im Griff. Nun treten immer mehr Einschränkungen in Kraft - auch der Fußball ist davon betroffen.

München - Es war in den vergangenen Wochen schon immer wahrscheinlicher geworden, nun ist es fix: Es gibt wieder Geisterspiele beim FC Bayern München. Der Tabellenführer muss in der heimischen Allianz Arena künftig wieder vor leeren Rängen spielen. Das verkündete Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schon vor den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie am Dienstag im BR.

„Es macht auf absehbare Zeit keinen Sinn, wieder Zuschauer zuzulassen“, sagte Söder. Und weiter: „Es ist eine wichtige Forderung, dass wir heute bundeseinheitlich beschließen, dass wir künftig keine Zuschauer mehr machen. Wenn das auf Bundesebene nicht funktioniert, würden wir das für Bayern allein machen.“

FC Bayern München: Geisterspiele kehren zurück

Auf Twitter begründete Söder den Schritt: „Die hohe Mobilität bei der An- und Abreise ist aktuell nicht verantwortbar. Der Fußball hat eine große Vorbildfunktion. Wir müssen jetzt überall Kontakte reduzieren.“

Bei einem Heimspiel ohne Zuschauer gehen den Bayern durch fehlende Ticketverkäufe oder Verpflegung Einnahmen in Höhe von drei bis vier Millionen Euro durch die Lappen. Bis zur Weihnachtspause stehen noch drei Partien in der Allianz Arena an: Barcelona (8. Dezember), Mainz (11. Dezember) und Wolfsburg (17. Dezember). Geht man von einem ausverkauften Stadion aus, was beim FCB eigentlich die Regel ist, wären plötzlich rund zehn Millionen Euro weg. Hinzu kommt das vergangene Heimspiel gegen Arminia Bielefeld, als die Arena mit maximal 25 Prozent der normalen Kapazität genutzt werden durfte. 18.750 Fans hätten sich den 1:0-Sieg der Bayern ansehen dürfen - letztlich kamen nur 12.000 Anhänger. Normalerweise hätten 75.000 Menschen im weiten Rund Platz.

Geisterspiele in der Bundesliga: Keine Fans in Leipzig, 50.000 Zuschauer in Köln

In Sachsen hatte man bereits am vergangenen Wochenende keine Fans zugelassen, die Bundesliga-Partie zwischen Leipzig und Leverkusen fand ohne Zuschauer statt. Tags zuvor waren noch 50.000 Anhänger beim Rhein-Derby zwischen Köln und Mönchengladbach im Stadion - die Bundesliga ist aktuell ein Flickenteppich.

Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) beraten ab Dienstagmittag mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder über die Corona-Lage. Die Rufe nach einer Verschärfung der Schutzmaßnahmen und Beschränkungen waren in den vergangenen Tagen nochmals lauter geworden. Grund sind die hohen Infektionszahlen und die Verbreitung der neuen Omikron-Variante. (akl/sid)

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