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Bayern-Legende Elber mit klarer Ansage gegen Impfgegner: „In Brasilien unvorstellbar“

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Von: Antonio José Riether

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Ex-Bayern-Profi Giovane Elber hat kein Verständnis für Impfgegner.
Ex-Bayern-Profi Giovane Elber hat kein Verständnis für Impfgegner. © Frank Hoermann/imago-images

Am Rande einer Eröffnung einer Impfstation des FC Bayern äußerte sich Giovane Elber unter anderem zu Impfgegnern und äußerte sich auch zu Joshua Kimmich.

München - Der FC Bayern hatte in der jüngsten Vergangenheit eine Vielzahl meinungsstarker Spieler in seinen Reihen. Neben dem heutigen Vereinsboss Oliver Kahn oder Stefan Effenberg zählt Giovane Elber zu den Profis, die stets für ihre Überzeugungen einstanden. Letztgenannter ist noch immer als Vereinsrepräsentant für den deutschen Rekordmeister tätig und war am Donnerstag Teil der Eröffnung der FC-Bayern-Apotheke mit Impfstation in der Münchner Innenstadt. Der Brasilianer richtete sich am Rande der Veranstaltung mit einer eindeutigen Botschaft an Impfgegner.

FC Bayern: Giovane Elber kamen bei Impfung „die Tränen“ - Brasilianer mit wenig Verständnis für Impfgegner

„In Brasilien war es ganz hart, es sind viele Leute während der ersten Welle der Corona-Pandemie gestorben“, meinte Elber noch bei der Ansprache vor dem Opening der Apotheke. „Sobald die Impfung da war, sind die Leute schnell geimpft worden“, erinnert er sich. Ihm selbst seien bei seinem ersten Pieks vor Dankbarkeit „die Tränen gekommen“, erzählte der dreifach geimpfte Elber, der nach eigener Aussage auch eine vierte Vakzination begrüßen würde. Er selbst habe aufgrund der Pandemie in seiner Heimat Bekannte verloren.

Giovane Elber bei der FC-Bayern-Impfaktion am Münchner Stachus.
Giovane Elber bei der FC-Bayern-Impfaktion am Münchner Stachus. © Antonio Riether/tz

Der Brasilianer bringt somit nur wenig Verständnis für die Menschen in Deutschland auf, die das Angebot bisher noch nicht angenommen haben. „Ich sage es mal so. In Brasilien ist es unvorstellbar, dass sich Leute nicht impfen lassen. Das passiert zwar auch in Brasilien, da gibt auch den ein oder anderen Impfgegner. Aber man sieht, dass sich die Lage verbessert hat, seit die Impfung verfügbar ist“, meinte der ehemalige Goalgetter des FC Bayern.

FC Bayern: Vereinsikone Giovane Elber über Gespräche mit Kimmich - „Treffen uns ab und zu bei Spielen“

„Die Leute, die Corona oder Omikron bekommen haben, sind nicht ins Krankenhaus gegangen und haben sich meist zu Hause auskuriert. Ich glaube das ist nur wegen der Impfung passiert“, fügt der 260-fache Bundesligaspieler hinzu. Er könnte darum „nicht verstehen, dass man sich nicht impfen lässt. Aber jeder hat das Recht, selbst zu entscheiden. Das ist sehr schwer zu beurteilen“.

Die Impfdebatte im Profifußball wurde in Deutschland besonders durch Joshua Kimmich befeuert, der sich zunächst gegen eine Impfung aussprach und seine Aussagen zum Teil einige Wochen später revidierte. Auf die Frage, ob Elber bereits mit dem Nationalspieler auch über das Thema Schutzimpfung diskutiert hat, reagierte der vierfache Deutsche Meister äußerst diplomatisch. „Wir treffen uns ab und zu bei Spielen, man spricht schon miteinander... aber wir sprechen über andere Themen“, meinte der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig lächelnd.

Elber ist beim Event anzumerken, dass ihm das Thema Gesundheit besonders nahe geht. Der mittlerweile 49-Jährige ist sozial engagiert, rief etwa vor über zwanzig Jahren schon die Giovane-Elber-Stiftung ins Leben, die Straßenkinder in Brasilien unterstützt. Im vergangenen Sommer machte sich der 15-fache Seleção-Spieler auch für die Rechte von Homosexuellen im Profifußball stark. Nicht nur aufgrund seiner exklusiven Perspektive auf das Weltgeschehen hat der FC Bayern einen speziellen Markenbotschafter in seinen Reihen. (ajr)

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