Bayern-Coach schimpft nach Journalisten-Frage

Guardiola giftig: "Gebe einen Sch*** auf die Kondition"

+
Pep Guardiola stellte sich nach dem 2:2-Unentschieden vor seine Mannschaft.

Turin - Eigentlich hätte Bayern-Coach Pep Guardiola wegen der verspielten 2:0-Führung Grund zu schlechter Stimmung haben können. Doch auf der PK nach dem Spiel brachte den Bayern-Trainer etwas anderes auf die Palme.

Bei der Pressekonferenz direkt nach dem Spiel in Turin platzte dem Katalanen die Hutschnur, nachdem ihm ein italienischer Journalist frage, ob der Leistungsabfall seiner Mannschaft mit der zunehmenden Müdigkeit zu begründen sei. Zu deutsch: Haben die Bayern nicht genug Kondition?

Das war zu viel für Pep Guardiola: "Ich weiß, dass bei Ihnen in Italien alles der Kondition untergeordnet wird. Aber ich gebe einen Scheiß auf die Kondition. Für mich ist es die Mentalität, die zählt", entgegnete er auf Italienisch. Doch damit hatte Pep noch nicht genug gesagt: "Wir haben nicht gegen eine Dorfmannschaft gespielt. Sie waren letzten Jahr im Endspiel und sind vier Mal in Folge Italienischer Meister geworden."

Guardiola stellte sich trotz des 2:2-Unentschieden, bei dem Thomas Müller mit seinem 34. Treffer in der Champions League zu Rekordtorschütze Gerd Müller aufschloss, in allen Interviews vor seine Mannschaft. "Wir haben 90 Minuten gut gespielt, nicht nur 60. Aber wenn du zwei Gegentore und nur das Ergebnis analysierst, dann ist das dein Fußball", kritisierte er einen Sky-Reporter direkt nach dem Abpfiff.

Peps Erwartungen übertroffen

Trotz der beiden Juve-Treffer ließ der Bayern-Trainer kein schlechtes Wort auf seine Mannschaft kommen: "Ich bin nicht mit der Erwartung hergekommen, dass Juve nicht einmal aufs Tor schießt oder dass wir über 90 Minuten ein derart fantastisches Spiel abliefern. Es ist schade, wie die Partie endete, aber ich bin trotzdem sehr glücklich. Wir sind hierhergekommen, hatten den Ball, haben uns Chancen erarbeitet und Tore erzielt." Mit der positiven Meinung stand der FCB-Coach nicht alleine. Auch Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge schwärmte nach dem 2:2 von der spielerischen Leistung.

Guardiola schwärmt von Kimmich

Einen hob Guardiola aus seiner Mannschaft heraus. Genau denjenigen, der an beiden Gegentoren mitbeteiligt war: Joshua Kimmich. "Seine Leistung war perfekt", stellte Guardiola klar. Kimmich hatte beide Male unglücklich agiert, war aber keinesfalls der Hauptschuldige bei den Gegentoren.

mko

Auch interessant

Meistgelesen

Neuer Versuch: Zidane will Alaba zu Real locken
Neuer Versuch: Zidane will Alaba zu Real locken
Goretzka: Angeblich gibt es eine Tendenz
Goretzka: Angeblich gibt es eine Tendenz
Nach Ancelotti-Trennung: Inter will Vidal im Winter holen
Nach Ancelotti-Trennung: Inter will Vidal im Winter holen
Comeback-Pläne: Ribéry gibt Versprechen ab
Comeback-Pläne: Ribéry gibt Versprechen ab

Kommentare