"Es gibt jeder Gas – egal, wer reinkommt"

Peps Power-Rotation geht auf - Wolfsburg kann kommen

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Pep Guardiola schonte gegen Darmstadt einige seiner Stars.

München - Gegen Darmstadt gönnte Trainer Pep Guardiola einigen Stars eine Verschnaufpause. Der Auftritt machte deutlich: Auch der zweite Anzug des FC Bayern München sitzt.

Zurück in die Realität! Während Pep Guardiola am Mittwoch den 3:0-Sieg seiner Mannschaft in Piräus von roten Luxussesseln mit Polsterung aus verfolgte, musste der spanische Trainer am Samstag erst einmal den Schmutz vom harten Darmstädter Bankkasten wischen. Nicht, dass der gute Anzug noch dreckig wird. Aber das wollte Guardiola nicht auf sich sitzen lassen. Ob der Starcoach es „komisch“ fand, im dezent baufälligen Böllenfalltor zu spielen, wollte ein Journalist von ihm wissen. Pep darauf: „Komisch? Ich habe zehn Jahre lang in solchen Stadien gespielt. Das hier ist Fußball. Der Platz, die Kabine – das ist Fußball!“

Und auch das, was seine Schützlinge beim 3:0-Sieg in Hessen veranstalteten, hatte ziemlich viel mit Fußball zu tun – zumal Guardiola drei Tage vor dem Topspiel gegen den VfL Wolfsburg einige Stammakteure auf der Bank ließ. Neben Thomas Müller und Thiago bekamen auch Philipp Lahm und Xabi Alonso eine Pause. „Für uns stehen wichtige Spiele an. Nach der Partie in der Champions League und vor dem Spiel gegen Wolfsburg hätten wir Schwierigkeiten mit der Regeneration bekommen, das wollten wir vermeiden “, betonte Sportvorstand Matthias Sammer. „Die Spieler haben derzeit eine ordentliche Belastung. Deshalb war es wichtig, dass einige pausieren konnten.“

FC Bayern: "Heimspiel gegen Wolfsburg gewinnen - das ist die Message"

Dass es am Böllenfalltor nicht ins Gewicht fiel, lag vor allem an den starken Auftritten der Akteure, die sonst eher auf der Bank Platz nehmen. Sowohl Sebastian Rode als auch Joshua Kimmich (siehe auch Text auf S. 26) stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass Guardiola keine Angst zu haben braucht, wenn er mal ein Schwergewicht draußen lässt. „Natürlich ist das gut für den Körper“, freute sich Müller über seinen Kurzeinsatz. „Wir haben englische Wochen, aber wir sind ein großer Kader und da müssen wir schauen, dass jeder Spieler den Spaß behält. Egal, wer bei uns reinkommt, er gibt immer alles.“

Spätestens Dienstag beim Knaller gegen die Wölfe (20 Uhr) dürfte der Topscorer der Münchner (bislang acht Saisontore) aber wieder in der Startelf stehen. „Das wird ein ganz anderes Spiel, auch ein sehr schwieriges“, so Müller. Sammer fügte an: „Wir freuen uns auf das Spiel gegen Wolfsburg, wir sind aber eh in einem Rhythmus drin. Piräus war extrem wichtig, dann Darmstadt, ein Aufsteiger, auch extrem wichtig. Jetzt stehe ich wieder hier und sage, am Dienstag ist es wieder wichtig. Das stimmt. Aber es ist nichts Besonderes. Wir haben ein Heimspiel und wollen gewinnen. Das ist die Message!“ Zumal auch Robert Lewandowski wieder fit ist.

Vier Zweier, eine Vier: Bilder und Noten zum Bayern-Sieg bei Darmstadt

José Carlos Menzel López

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