Vorbereitung bei den Hanseaten nicht optimal

HSV ohne Rückenwind gegen die übermächtigen Bayern

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Jubelnde Bayern gab es beim 5:0 zum Saisonauftakt.

Hamburg - Den Hamburger SV plagen vor dem Rückrundenauftakt gegen Bayern München viele Sorgen. Klubchef Dietmar Beiersdorfer schwört die Hanseaten auf eine schwierige Restsaison ein.

Keine Verstärkungen für Bruno Labbadia, ein großes Fragezeichen hinter Pierre-Michel Lasogga und Pessimismus bei Uwe Seeler: Der Hamburger SV geht nach einer durchwachsenen Vorbereitung ohne Rückenwind in den schwierigen Bundesliga-Rückrundenauftakt gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München.

„Jeder hat mitbekommen, dass die Vorbereitung nicht optimal verlaufen ist“, sagte Labbadia vor dem Duell mit dem Starensemble von Pep Guardiola am Freitag (20.30 Uhr/bei uns im Liveticker). Unter den vielen Verletzten habe das Trainingsniveau in den vergangenen Wochen ein Stück weit gelitten, fügte der 49-Jährige an: „Wir brauchen einen Sahnetag, um die Bayern zu schlagen.“

Zentrale Frage für den Chefcoach, der in der Winterpause seinen auslaufenden Vertrag um ein Jahr bis Sommer 2017 verlängerte, ist kurz vor dem Start die Fitness von Topstürmer Pierre-Michel Lasogga. Nach einem Sturz auf die angeschlagene Schulter musste der 24-Jährige bis zum Dienstag kürzer treten. Er würde „keine Wette auf einen Einsatz“ seines bulligen Stoßstürmers abschließen, meinte Labbadia: „Aber es ist Hoffnung da.“

Im Umbau-Projekt, das den Fast-Absteiger langfristig wieder in einen schlagkräftigen Bundesliga-Klub verwandeln soll, ist vor Beginn der zweiten Saisonhälfte mal wieder Kreativität gefragt. Auf seine Stammkräfte Emir Spahic und Albin Ekdal muss Labbadia wohl noch länger verzichten, auch Kapitän Johan Djourou steht mit Knieproblemen auf der Kippe.

Das Geld beim HSV ist knapp

Geld, um auf die missliche Lage mit Transfers zu reagieren, hat der HSV kaum, Sportdirektor Peter Knäbel muss jeden Cent zweimal umdrehen. Erst vor kurzem hatte Klub-Chef Dietmar Beiersdorfer ein Rekordminus von 16,9 Millionen Euro verkündet. Die Abgänge von Marcelo Diaz (Celta Vigo) und Zoltan Stieber (Nürnberg) schonen das Budget.

Eine schwierige Gemengelage, die bei Betrachtung der drei Testspielpleiten gegen Ajax Amsterdam, Drittligist Rot-Weiß Erfurt und die Young Boys Bern sogar bei Klub-Idol Seeler den Optimismus verfliegen lässt. Eine Überraschung gegen den Branchenprimus aus München hält er für nahezu ausgeschlossen. „Diese Hoffnung besteht ganz bestimmt nicht“, sagte Seeler der Hamburger Morgenpost: „Ich hoffe nur, dass das einigermaßen über die Runden geht und der HSV zumindest ein bisschen dagegenhalten kann.“

Beiersdorfer warnt

Auch Beiersdorfer, der sich für eine Rückkehr von Uli Hoeneß mahnt nach dem ordentlichen zehnten Platz in der Hinrunde und sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz weiter zu Wachsamkeit und Geschlossenheit. „Wir können unsere Stärke derzeit nicht aus Zehn-Millionen-Transfers gewinnen, die Stärke muss aus uns selber kommen“, sagte der Vorstandsboss der Bild-Zeitung und schwor seinen Klub auf ein hartes Halbjahr ein: „Mit 22 Punkten bilden wir uns nicht ein, dass uns eine ruhige Serie bevorsteht.“

Fast alles spricht vor dem Duell am Freitagabend also für den FC Bayern und kaum etwas für die Hamburger - doch geschlagen geben sich Bruno Labbadia und Co. vor dem Duell mit den Bayern noch lange nicht. „Es kitzelt uns schon, solche Herausforderungen zu meistern“, sagte der Trainer.

Noch schöner brachte es Innenverteidiger Cleber auf den Punkt. „Natürlich ist es etwas

Besonderes, gegen die Bayern zu spielen“, sagte der Brasilianer und fügte mit einem Augenzwinkern an: „Aber Angst? Die habe ich nur vor meinen Eltern.“

sid

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