Letzte Englische Woche 2020

Was meint er damit? Bayern-Trainer Hansi Flick gibt plötzlich Rätsel auf

Der FC Bayern München bringt ein Mammut-Jahr zuende. Trainer Hansi Flick sprach nun von einem Geheimplan für die letzte Englische Woche 2020.

  • Die Bayern haben in diesem Jahr noch zwei Spiele vor der Brust.
  • Vor dem Duell mit dem VfL Wolfsburg sprach Trainer Hansi Flick von einem „Geheimnis“.
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München - Wenn die beiden Propeller-Maschinen am Samstag um 23.20 Uhr aus Köln am Flughafen in München gelandet sind, schlägt Hansi Flick drei Kreuze. Nach der Rückkehr vom Topspiel in Leverkusen ist dieses elendig lange Fußball-Jahr endlich vorbei, die Bayern-Profis und freilich auch ihr Coach haben dann acht Tage lang frei. Bevor es so weit ist, warten noch zwei „große Hindernisse, die wir überspringen müssen“, sagte Flick am Dienstag. Und für das Jahres-Finale – die Partie am Mittwoch (16. Dezember) gegen Wolfsburg sowie das Spiel in Leverkusen – hat Flick anscheinend einen Geheimplan.

FC Bayern: Hansi Flick will als Tabellenführer überwintern

„Wir haben die Woche genutzt, um ein bisschen was Neues zu machen“, sagte der Triple-Trainer über die Trainingseinheiten seit dem 1:1 bei Union Berlin – und fügte hinzu: „Ich hoffe, dass es funktioniert.“ Eine Dreierkette? Nur eine Sechs, dafür zwei Achter? Oder ganz was anderes?

Flick ließ sich nicht in die Karten schauen. Er habe „über den Tellerrand“ geblickt, was genau dabei herausgekommen ist, sei aber „ein Geheimnis“. Verraten konnte der 55-Jährige immerhin: „Wir werden das jetzt so durchziehen.“ Also bis zur Mini-Winterpause, in die die Bayern, aktuell auf Platz zwei, sich natürlich am liebsten als Spitzenreiter verabschieden würden.

Auch wenn die enge Tabelle laut Flick „das ist, wonach sich die Bundesliga gesehnt hat“, hat der Verlust der Tabellenführung an der Säbener Straße niemandem geschmeckt. Dass nun in Wolfsburg (Platz 4/21 Punkte) und Leverkusen (Platz 1/25 Punkte) auch noch zwei – Stand heute – echte Spitzenmannschaften als Gegner warten, macht die letzte Englische Woche 2020 besonders knifflig. „Das wären echte Big Points“, sagte Flick. Über inzwischen sechs Bundesliga-Spiele hintereinander mit Gegentor, über die lange Verletztenliste und müden Beine wollte er nicht allzu viel reden. Vielmehr betonte er: „Das, was in der Vergangenheit war, können wir nicht mehr ändern. Aber das, was in Zukunft passiert.“ Um „die volle Punktzahl“ bis zum Fest zu erlangen, sollen seine Spieler „alles reinhauen“.

FC Bayern: Corentin Tolisso soll es in den letzten beiden Partien 2020 richten

Aber: Wie viel kann „alles“ noch sein? Schon in den letzten Partien hat man die schwindenden Kräfte bemerkt, auch der Wille, Verantwortung zu übernehmen, ist zahlreichen Profis zunehmend abhandengekommen. Da gegen Wolfsburg neben Joshua Kimmich auch noch Leon Goretzka angeschlagen fehlen wird, stehen andere in der Verantwortung. Es muss ohne die Leader im Mittelfeld gehen, zumindest bis Samstag. Gegen Leverkusen soll Goretzka „eventuell zur Verfügung stehen“.

Ersatzmann gegen Wolfsburg wird wohl Corentin Tolisso sein, über den Rest, so Flick, „darf man spekulieren“. Hinten dichtzuhalten wird genauso wichtig sein, wie offensiv Lösungen gegen die noch ungeschlagenen Wölfe zu finden. Flick hofft da auf eine Leistungssteigerung von Leroy Sané – aber vor allem auf Robert Lewandowski. In 19 Spielen gegen Wolfsburg hat der Pole bisher 21 Mal getroffen: „Es wäre schön, wenn er nachlegen kann“ – und dann am Donnerstag Weltfußballer wird?

Flick selbst ist Favorit auf den Welttrainer-Award. „Ganz ehrlich, Wolfsburg steht im Fokus“, sagte Flick. Aber die Trophäe unter dem Weihnachtsbaum wäre schon ein schönes Geschenk.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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