Nach der Pleite in Mainz

Nach Mainz-Pleite: Jetzt stehen die entscheidenden Gespräche mit Hansi Flick an

Zwischen Hansi Flick und dem FC Bayern stehen nächste Woche Gespräche an.
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Zwischen Hansi Flick und dem FC Bayern stehen nächste Woche Gespräche an.

Der FC Bayern muss seine Meisterfeier verschieben. Nächste Woche stehen entscheidende Gespräche mit Trainer Hansi Flick an.

Mainz - Der FC Bayern* wollte unbedingt die Meisterschaft vorzeitig perfekt machen. Doch es kam anders: Statt euphorischer Meisterfeier in Mainz, blamierte sich der Bundesliga-Gigant und kassierte eine bittere 1:2-Pleite. Die nicht eingeplante Niederlage wirbelt die Pläne der Münchner durcheinander. Gibt es am Sonntag womöglich ein Happy-End?

FC Bayern: Gibt es ein Meister-Happy-End auf dem Sofa?

„Ich muss diese Niederlage erst einmal verdauen. Die Mannschaft hat auf dem Platz heute von der Intensität nicht so gewirkt, wie wir das kennen. Es hat etwas langsam ausgeschaut“, übte Hansi Flick* leise Kritik. Der Bayern-Trainer hätte den letzten Auftrag nach seinem verkündeten Abschied zum Saisonende allzu gerne schon diesen Samstag beendet. Sollte Verfolger RB Leipzig am Sonntag gegen den VfB Stuttgart nicht verlieren, drohen den Bayern zwei quälend lange Wochen, bis sie den neunten Titel in Serie endgültig eintüten können. Aufgrund des Halbfinals im DFB-Pokal am kommenden Wochenende, steht das nächste Spiel erst am 8. Mai gegen Borussia Mönchengladbach an.

Oder werden die Bayern am Sonntag ein weiteres Mal auf dem heimischen Sofa Deutscher Meister? Flick will von diesem Szenario aber nichts wissen. „Das sind Dinge, die mich nicht interessieren. Ich beschäftige mich nicht so sehr mit anderen Mannschaften, nur wenn ich gegen sie spiele“, sagte der 56-Jährige nach der Partie in Mainz auf der Pressekonferenz und blickte schon voraus. „Wir müssen auf uns schauen. Wir haben noch drei Spiele und brauchen einen Sieg. Ich gehe davon aus, dass wir den auch holen.“

Manuel Neuer, der die Niederlage mit seinem Patzer eingeleitet hatte, blickt hingegen schon mit einem Auge nach Leipzig. „Wir wollen es selber klar machen, schauen morgen aber natürlich hin“, sagte der Bayern-Kapitän. Auch bei ihm überwog die Enttäuschung. „Diese Niederlage trifft uns schwer. Wir haben uns viel mehr vorgenommen. Gerade in der ersten Halbzeit war das viel zu wenig. So kann man nicht gewinnen“, haderte Neuer mit dem Auftritt.

FC Bayern: Vertragsgespräche mit Flick - ohne Meistertitel?

Die Niederlage trifft allerdings alle Beteiligten beim FC Bayern unvorbereitet. Eigentlich wollte man laut Flick noch einmal zusammen feiern. Die Meisterschaft wäre nach sechs Titeln zuvor, trotz des Scheiterns in den Pokalwettbewerben, in eineinhalb Jahren der krönende Abschluss der Ära Flick. Der Trainer hat vor einer Woche den Wunsch geäußert, nach der Saison aus seinem Vertrag raus zu wollen. Bislang haben sich die Bosse dazu nicht geäußert, missbilligten lediglich den Alleingang von Flick.

Für die Zeit nach der Mainz-Partie wurden Gespräche angekündigt, da dann eine Spielpause von zwei Wochen bevorsteht. „Das weiß ich noch nicht. Wir haben einen groben Plan im Trainerteam, warten aber dieses Spiel jetzt ab“, sagte Flick vor dem Spiel lediglich. Mit dem Meistertitel im Gepäck hätte es sich wesentlich leichter verhandeln können, so ist an der Säbener Straße aufgrund des verpassten Matchballs noch mehr Druck auf dem Kessel als ohnehin schon.

Für Flick geht es um eine Vertragsauflösung seines bis 2023 laufenden Kontrakts, erst 2022 könnte er eine Ausstiegsklausel ziehen. Die Bayern werden dem wohl nur gegen eine Ablösezahlung zustimmen. Flick gilt beim DFB als Wunschkandidat auf die Nachfolge von Bundestrainer Jogi Löw nach der EM. Am Ende müssen beide Lager mit der finalen Entscheidung leben können. Die nächste Woche verspricht Zündstoff beim FC Bayern. Derweil wird bereits über den Flick-Nachfolger spekuliert.* (ck) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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