Stimmen zum CL-Achtelfinale

Flick spricht nach Lazio-Sieg erstmals über Brazzo-Zwist: „War ein kurzes Gespräch ...“

Der FC Bayern hat die Mini-Hürde Lazio Rom im Achtelfinale in der Champions League genommen. Das Rückspiel gewann das Flick-Team souverän mit 2:1. Die Stimmen zur Partie.

München - Der FC Bayern ließ im Achtelfinal-Rückspiel gegen Lazio Rom wenig anbrennen. Mit 4:1 siegte der Titelverteidiger vor drei Wochen in der Ewigen Stadt. Nun gewann das Team Hansi Flick verdient mit 2:1.

Allerdings sorgten die Diskussion um die mögliche Löw-Nachfolge beim FCB unter der Woche für hohe Wellen. Denn so richtig dementieren mochte Flick die Bundestrainer-Gerüchte in den vergangenen Tagen nicht.

Auch die internen Probleme zwischen Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic sorgten in den vergangenen Tage für Gesprächsstoff. Dabei ging es auch um Alexander Nübel, der am Mittwoch für den erkrankten Manuel Neuer zwischen den Pfosten stand.

Wir fassen die Stimmen der Partie FC Bayern gegen Lazio Rom auf Sky zusammen

Hansi Flick (Trainer FC Bayern) nach der Partie über ...

... die Note für die Leistung: „Noten gebe ich schon lange keine mehr, mir war wichtig, dass wir das Spiel gewinnen. Wir waren die erste Hälfte nicht ganz so auf der Höhe, wie wir das gewohnt sind. Das Gegentor ist schon ein Wermuttropfen.“

... die nicht Bayern-Like Defensive: „Was heißt Bayern-Like? Die Offensive ist bärenstark, wir spielen hohes Risiko. Wir haben heute fünf Mal gewechselt, da kann es schon mal passieren, dass die Zuordnung nicht passt. Aber wir wollen offensiv spielen. Die Art und Weise wie wir spielen sagt mir absolut zu.“

... die Einwechslungen und warum Sarr und Roca nicht reinkamen: „Ich konnte nur fünf Mal wechseln, sonst hätte ich die anderen beiden auch noch gebracht. Das war meine Entscheidung. Wir haben die Spieler, die ich rausgenommen, adäquat ersetzt.“

... die Diskrepanzen zwischen ihm und Hasan Salihamidzic: „Wir sind beide aufeinander zugegangen und haben es aus der Welt geschafft. Es war ein kurzes Gespräch, aber wir haben im Sinne des Vereins gehandelt.“

... den Zeitpunkt des Gesprächs: „Heute.“

... sein Wunschlos fürs Viertelfinale: „Jetzt ist es wichtig, dass wir einen guten Gegner bekommen, zwei gute Spiele zeigen, denn wir wollen in die nächste Runde. Wenn ich jetzt eine Mannschaft nenne, die ich nicht haben möchte, dann werden wir die garantiert bekommen.“ (lacht)

... die Abstellungen für die anstehende WM-Quali: „Alaba wird nicht beim ersten Spiel in Schottland dabei sein. Bei Lewandowski warten wir nochmal ab, was die Behörden dazu sagen. Da haben wir noch ein paar Tage Zeit.“

Joshua Kimmich (FC Bayern) nach der Partie über ...

... den Stellenwert des Spiels: „Es war uns schon sehr wichtig, dass wir heute gewinnen. Wir wollten zeigen, dass wir dieses Spiel gewinnen wollen.“

...die Leistung: „Man hat natürlich das Hinspielergebnis im Hinterkopf. Wir haben das souverän gespielt. Gerade in der ersten Hälfte hatten wir nicht viele Chancen, haben aber auch nichts zugelassen. Wir hätten natürlich gerne zu Null gespielt, das ist uns in dieser Saison zu selten gelungen.“

...die Diskussion über Dissonanzen zwischen Flick und Salihamidzic: „Man bekommt natürlich mit, was außerhalb geschrieben und diskutiert wird. Am Ende des Tages wäre es natürlich schöner, bei dem Erfolg, wenn Ruhe einkehren würde. Aber ich denke, dass es uns als Mannschaft nicht belastet.“

... die Zukunft von Flick: „Soviel ich weiß, hat unser Trainer noch einen langen Vertrag. Deshalb bin ich da ganz entspannt.“

Eric Maxim Choupo-Moting (FC Bayern) nach der Partie über ...

... die Begegnung: „Wir haben uns vor dem Spiel klar vorgenommen, Vollgas zu geben. Lazio hat keine schlechte Mannschaft, deswegen haben wir es sehr ernst genommen. Wir haben verdient gewonnen, hatten in der zweiten Hälfte auch einige Chancen.“

... seine Joker-Rolle: „Ich versuche in den Minuten, die ich bekomme, Gas zu geben und zu helfen.“

... das Gegentor: „Irgendeine Zuordnung stimmte nicht, aber das kann ich direkt nach dem Spiel nicht genau sagen.“

... den Zwist zwischen Flick und Salihamidzic: „Ich persönlich beschäftige mich damit nicht. In der Kabine ist es auch kein Thema. Die Presse braucht immer etwas, um was zu schreiben. Wir versuchen uns davon nicht beeinflussen zu lassen. Klar ist das nicht positiv, aber wir können nur unsere Leistung bringen.“

Wir wollen es wissen: Wer war bester Bayern-Spieler?

Hansi Flick (Trainer FC Bayern) vor der Partie über ...

... die gute Ausgangslage: „Ich habe der Mannschaft gesagt, wir vergessen das Hinspiel. Klar haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht. Aber um ins Viertelfinale zu kommen, müssen wir zwei gute Spiele machen.“

... Alexander Nübel: „Er kommt aus einer Verletzung, deshalb ist es schön, dass er jetzt die Chance bekommt. Alex ist ein herausragender Torwart. Ich verstehe den Verein, ich verstehe den Spieler. Aber er ist unser zweiter Torwart, weil er hinter dem besten Torwart der Welt ist.“

... die Klasse von Leroy Sané: „Im Training sieht man immer wieder seine Klasse. Er hat eine Leichtigkeit, wenn er läuft, ist ein echter Künstler, der manchmal ein bisschen im Standby-Modus unterwegs ist - das hat er abgelegt. Ich habe gesagt, wir brauchen Zeit und die hat er bekommen. Jetzt zeigt er, was er kann. Die Aktion gegen Emre Can im Spiel gegen Dortmund war für mich wichtiger als seine Torvorlage. Er ist absolut im Soll und wir haben immer gesagt, dass er Zeit braucht.“

... angebliche Differenzen mit Salihamidzic: „Es wird immer gesagt, Hudson-Odoi und Dest wären meine Wunschspieler gewesen, es waren unsere Wunschspieler. Es ist in der Corona-Zeit nicht einfach für einen Sportdirektor, neue Spieler zu holen. Wir haben uns dazu entschieden, dass wir Spieler für die Breite dazunehmen wollen und das haben wir gemacht. Dann hieß es, ich hätte Leroy nicht gewollt, sondern Werner und Havertz - am liebsten hätte ich alle drei gehabt, aber wir haben uns alle für Sané entschieden. Er ist ein Spieler, der am Ende auch den Unterschied ausmacht.“

Franck Ribery (Ex-Profi vom FC Bayern) vor dem Anpfiff über ...

... eine mögliche Bundesliga-Rückkehr: „Meine Priorität ist Florenz, hier bin ich zufrieden und glücklich. Es sind noch einige Spiele und wir brauchen noch viele Punkte. Das ist für mich eine große Mission, weil ich meinem Klub und meiner Mannschaft immer helfen will. Aber wie meine Zukunft aussieht, weiß ich noch nicht. Das ist vielleicht noch ein bisschen zu früh.“

... die Entwicklung von Leroy Sané: „Ich freue mich für ihn und für Bayern. Er hat ein großes Potenzial. Als er nach München gekommen ist, war es am Anfang etwas kompliziert für ihn, etwas schwierig. Bayern ist ein großer Klub, da ist immer Druck. Es gibt viele gute Spieler. Man darf nicht vergessen, dass er lange verletzt war, als er gekommen ist. Vielleicht braucht er noch ein bisschen Zeit. Jetzt läuft es besser, er ist ein wichtiger Spieler.“

... den vermeintlichen Konflikt zwischen Flick und Salihamidzic: „Selbst wenn Bayern gewinnt, werden immer kleine Probleme gesehen. Wir dürfen nicht vergessen, was der Trainer mit der Mannschaft erreicht hat. Kompliment. Als er gekommen ist, war es eine schwierige Situation. Aber alles andere wird die Zukunft zeigen, da wünsche ich ihm und Hasan Glück.“

... die Aussichten auf die Titelverteidigung: „Bayern kann die Champions League in diesem Jahr gewinnen. Denn sie haben eine gute Gruppe, viele Spieler. Der Trainer kann viel rotieren, weil er auch viele Spieler auf der Bank hat. Das ist sehr wichtig. In Rom hat dieser junge Spieler (Jamal Musiala, d. Red.) von Anfang an gespielt und es gut gemacht. Das ist doch schön. Die Mannschaft ist gut genug, um die Champions League wieder zu gewinnen.“ (smk/mg)

Rubriklistenbild: © Imago-Images/EIBNER/SaschaWalther

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