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Flick und Salihamidzic: Zwei geplatzte Bayern-Transfers führten zum Bruch

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Von: Alexander Kaindl

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Hansi Flick und Hasan Salihamidzic gingen im Sommer getrennte Wege.
Hansi Flick und Hasan Salihamidzic gingen im Sommer getrennte Wege. © Eibner / Imago

Hansi Flick hat den FC Bayern München im Sommer verlassen. Ein Insider deckt nun auf, dass es wegen zwei Spielern zum Bruch mit Hasan Salihamidzic kam.

München - Es waren zwei Abende im November 2019, die das Schicksal des FC Bayern München dramatisch ändern sollten. Gerade erst war man in Frankfurt mit 1:5 abgeschossen worden, Trainer Niko Kovac musste daraufhin seinen Hut nehmen. Guter Rat war dann natürlich teuer - wer sollte den Rekordmeister künftig führen? Die Wahl fiel auf den bisherigen Assistenten Hansi Flick - zunächst interimsweise. Schließlich hatte der Weltmeister-Co von 2014 als Cheftrainer auf diesem Niveau keine Referenzen vorzuweisen.

Doch die Bayern-Bosse schenkten ihm in diesen Tagen das Vertrauen. Es sollte sich schnell lohnen - der taumelnde Bundesliga-Gigant triumphierte erst mit 2:0 in der Champions League gegen Olympiakos Piräus und ballerte nur drei Abende später Borussia Dortmund mit 4:0 aus der Allianz Arena. Der neue Coach schaffte es blitzschnell, die Bayern-Probleme aus der Kovac-Zeit zu beheben. Deshalb wurde der Interims- schließlich zum Erfolgstrainer, holte mit den Münchnern das Triple, machte 2020 zum erfolgreichsten Jahr der Vereinsgeschichte.

FC Bayern München: Insider enthüllt Auslöser für Bruch zwischen Flick und Salihamidzic

Letztlich scheiterte die Ehe aber doch. Flick wirkte im Frühjahr 2021 müde und ausgelaugt, mehr und mehr sickerte durch, dass es hinter den Kulissen Unstimmigkeiten mit Hasan Salihamidzic gab. Der Trainer hätte sich gerne mehr Einfluss in Sachen Transfers gewünscht, der Sportvorstand musste auch die angespannte Finanzlage im Blick behalten. Die sportliche Führung diskutierte also mit dem Management - im Profigeschäft ist es ganz normal, dass es zwischen diesen beiden Ebenen Reibungspunkte gibt. Beim FC Bayern konnte man die Differenzen schließlich aber nicht überbrücken. Flick wollte aus seinem Vertrag aussteigen und den freigewordenen Posten als Bundestrainer übernehmen - so kam es letztlich auch.

Wäre es anders gelaufen, wenn möglicherweise zwei Spieler an der Säbener Straße vorstellig geworden wären? Gut möglich. Bild-Reporter Christian Falk enthüllte in seinem neuen Buch „Bayern Insider“ nun, dass es zwei geplatzte Transfers waren, die zum Bruch zwischen Flick und Salihamidzic geführt haben sollen. Wörtlich schreibt Falk, der seit Jahrzehnten über die Münchner und die Nationalmannschaft berichtet, folgendes:

„Für einen Vertrauensbruch zwischen Salihamidzic und Flick sorgten vor allem aber die Transferbemühungen um Callum Hudson-Odoi, FC Chelsea, und Sergiño Dest, damals Ajax Amsterdam. Dem Trainer wurde signalisiert, dass beide Verpflichtungen für die Saison 2020/21 bereits fix seien.“

FC Bayern München: Hudson-Odoi und Dest - Flick ging von fixen Transfers aus

Dem Trainer wurde signalisiert, dass beide Verpflichtungen für die Saison 2020/21 bereits fix seien.

Bild-Reporter Christian Falk in „Bayern Insider“ über die Transfers von Hudson-Odoi und Dest.

In der Tat gab es in der Vergangenheit immer wieder Gerüchte um exakt diese beiden Spieler, Flick sprach sich teilweise sogar öffentlich für eine Verpflichtung aus und setzte Salihamidzic somit unter Druck. Offenbar mit Erfolg, denn schließlich ging man bei den Bayern-Bossen dann ja auch von geglückten Transfers aus. Flick wurden also zwei Wunschspieler in Aussicht gestellt - am Ende kam es aber völlig anders, die Bayern mussten sich auf diesen Positionen mit Douglas Costa und Bouna Sarr zufrieden geben. Zwei absolute Flops, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte. (akl)

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